101: Österreichs Feldzug gegen den Wolf
Shownotes
In Folge 101 spricht Sabine erneut mit Gerald Friedl – zum vierten Mal. Der Gründer des Vereins Wölfe in Österreich liefert aktuelle Einblicke, doch die Lage bleibt düster: Österreichs Wolfs- und Naturschutzpolitik steuert offenbar auf eine systematische Ausrottung der Wölfe zu und verstößt dabei wiederholt gegen EU-Recht.
Ein halbes Jahr nach der Gründung ist der Verein österreichweit vernetzt und wächst stetig. Doch mit der wachsenden Unterstützung nehmen auch die Herausforderungen zu. Gerald Friedl schildert eine Politik, die sowohl beim Schutz der Wölfe als auch bei der Unterstützung der Weidetierhaltung erhebliche Defizite aufweist.
Gemeinsam beleuchten Sabine und Gerald die Stimmung in der Bevölkerung, die Auswirkungen der Wolfsdebatte auf Tourismus und Almwirtschaft sowie die Frage, wie sicher Urlauber in Regionen sind, in denen intensiv Jagd auf Wölfe gemacht wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Desinformation. Welche Narrative bestimmen die öffentliche Debatte? Warum haben wissenschaftliche Fakten oft einen schweren Stand? Und wird der Wolf zunehmend zum Sündenbock für strukturelle Probleme in der Alm- und Weidewirtschaft?
Besonders im Fokus steht Kärnten: eine der beliebtesten Urlaubsregionen Österreichs und zugleich ein Hotspot für Wolfsabschüsse. Schlagzeilen über vergiftete Geier werfen eine brisante Frage auf: Galt der Giftanschlag den Wölfen? Neue Hinweise legen diesen Verdacht nahe.
Auch auf wissenschaftlicher Ebene gibt es Konflikte: Die Populationsgefährdungsanalyse (PVA), die derzeit an der BOKU Wien unter Leitung von Prof. Hackländer entsteht, soll klären, wie viele Wölfe nötig sind, um die Art zu erhalten. Doch dieser Ansatz greift zu kurz: Er erfüllt nicht die Anforderungen der FFH-Richtlinie an einen günstigen Erhaltungszustand. Gerald Friedl warnt, dass die Analyse politisch missbraucht werden könnte – ein weiterer möglicher Verstoß gegen EU-Recht.
Im Gespräch wird klar: Die Frage ist nicht mehr, ob Österreich für seine Wolfs-Politik zur Rechenschaft gezogen wird, sondern wann. Bis dahin drohen weitere Abschüsse, wachsender Druck auf die Population und ein Verlust an Biodiversität.
Gerald Friedl und seine Mitstreiter nehmen die Herausforderung an. Mit Aufklärung, Sachlichkeit und Ausdauer setzen sie sich weiterhin für den Schutz des Wolfs und den Erhalt einer artenreichen Natur ein.
Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald
Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & co.).
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Redaktion: Sabine Sebald
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00:00:00: Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel eine Populationsgefährdungsanalyse, die wie es scheint von einem Herrn Hackländer gerade in Arbeit ist.
00:00:10: Beziehungsweise von der Boko in Arbeit.
00:00:12: Die Politik wird das hernehmen und den günstigen Haltungszustand ausrufen in Österreich mit acht Ruder, mit derzeit wahrscheinlich nicht einmal ganz hundert Wölfe und mit einer Reduktion der Welpen um in den letzten vier Jahren um seventy-fünf Prozent.
00:00:30: Der Wolfspodcast.
00:00:32: Die Stimme unserer wilden Wölfe von und mit
00:00:37: Sabine Sehwald.
00:00:38: Wir sind in Folge
00:00:39: einhundert eins, und ich
00:00:40: freue mich, dass ihr dabei seid!
00:00:42: Und herzlich willkommen an meinen heutigen Gast, an Gerald Friedl von Würfel in Österreich.
00:00:47: Schön, dass du wieder dabei bist.
00:00:48: Hallo Danke für die Einladung
00:00:50: Gérald, du bist heute zum vierten Mal dabei.
00:00:53: Lass uns mal ganz kurz mit ein bisschen Statistik starten!
00:00:56: Zum ersten Mal warst Du in Folge zweiundvierzig.
00:00:58: das war im Februar fünfundzwanzig.
00:01:01: dann warst du nochmal im Wolfspotcast und zwar war das in Folge einundsechzig.
00:01:05: Im Folge achtundsiebzig haben wir denn das Geheimnis um Deine Person gelüftet und die Vereinsgründung bekannt gegeben.
00:01:12: Das war am Dezemberfünfundzwanzeig also guten halbes Jahr her.
00:01:15: Und Heute sind wir wieder verabredet zu einem ausführlichen Und wie ich denke, sehr spannende Gespräche über die aktuelle Lage und wir müssen leider feststellen es wird nicht besser eigentlich eher im Gegenteil.
00:01:26: Also
00:01:27: tatsächlich hat sie in Österreich die Situation gar nicht verbessert, wie du richtig gesagt hast ist es eher schlimmer geworden und die Tendenzen treten auch in eine Richtung, die ganz ganz ganz bedenklich ist.
00:01:40: Dann fass doch mal kurz zusammen was läuft gerade bei euch ab?
00:01:43: Also grundsätzlich kann man sagen, dass Wölfe am Fließband geschossen werden.
00:01:48: Es gibt keine Individualprüfungen, es gibt keine Prüfung ob das die Erreichung des günstigen Haltungszustands gefährdet.
00:01:58: Mittlerweile wurde schon wieder ein ganzes Rudel geschossen.
00:02:04: Wenn man die Zahl der Wölfer jetzt hernimmt, also nicht tatsächlich ein Rudel aber die Anzahl wäre schon wieder.
00:02:12: Das ist tatsächlich alleine zum Beispiel in Kiernten.
00:02:15: Und in welchem Zeitraum?
00:02:16: In diesem Jahr!
00:02:17: In diesem Ja, das ist natürlich echt heftig wenn man bedenkt dass ihr ja gar nicht so viele Wölfe habt wie zum Beispiel wir in Deutschland.
00:02:25: Erstens das und zweitens es werden keine Überprüfungen gemacht bezüglich des Erhaltungszustandes.
00:02:31: Des Monitoring is alles erst mangelhaft bis nicht vorhanden.
00:02:36: Wenn man da UIG-Anfragen stellt bekommt man eigentlich keine Antworten auf die Fragen.
00:02:41: Man wird immer nur auf die Abschussverordnungen verwiesen.
00:02:45: In den Abschlussverordernungen steht aber nichts über Einzelprüfungen, es steht nichts über Monitoring und den Erhaltungszustand drin.
00:02:54: Es ist eine einzige Katastrophe wie in Österreich das Recht und die Gesetze mit Füßen getreten werden von den Ländern.
00:03:02: Dabei ist es ja ganz wichtig zu erwähnen Österreich ist natürlich Mitglied der EU und somit auch an die ganze Gesetzgebung gebunden, an die FFH-Richtlinie zum Beispiel.
00:03:12: Und sie sieht eben vor, dass man Wölfe nicht einfach so schießen kann.
00:03:18: Aber dazu kommen wir später noch zu sprechen.
00:03:20: Ganz kurze Frage zum Verein!
00:03:21: Der ist ja nun auch sehr jung.
00:03:23: Wie entwickelt sich denn Wölf in Österreich?
00:03:25: Wo siehst du eure zentrale Aufgabe in dieser schweren Zeit?
00:03:28: Also grundsätzlich entwickelt sich der Verein sehr gut.
00:03:31: Wir haben jetzt Mitglieder mittlerweile in ganz Österreich.
00:03:34: Die Arbeit, die wir leisten ist einmal primär Information an die Bevölkerung.
00:03:40: Weil wir sehr stark merken dass die Desinformation der Landwirtschaft und Jägerschaft massiv ist.
00:03:47: Also die Leute wenn sie etwas über Wölfe wissen dann wissen Sie das Falsche!
00:03:52: Und wenn man ihnen quasi die Fakten präsentiert sind sehr viele Leute völlig erschüttert weil sie immer geglaubt haben ja wir werden von Wölfen überränt Wir haben schon viel zu viele Wölfe.
00:04:05: Die Wölfen sind sehr gefährlich für Menschen und alle diese Dinge, die halt da immer wieder gebetsmüllenartig seitens der Landwirtschaftslobby und der Jagdlobbi wiederholt werden, dem wollen wir
00:04:18: entgegenstehen.".
00:04:19: Wie
00:04:19: ist denn so die allgemeine Stimmung bei den Österreicherinnen und Österreichern bezüglich des Wolfs?
00:04:24: Ist das wirklich so dass jetzt die Stimmung kippt bei euch?
00:04:26: Denn wir wissen ja bis vor kurzem war es noch so, dass die meisten Österreicher die Wölfer willkommen geheißen haben!
00:04:32: Also grundsätzlich glaube ich, dass die Menschen im Wolf in Österreich immer noch sehr positiv gegenüberstehen.
00:04:39: Dieses Feedback bekommen wir auch in den Gesprächen mit den Menschen auf der Straße.
00:04:44: aber es ist halt das Problem ,dass die Menschen immer noch zu wenig über den Wolf wissen wie ich meine und da gehört noch viel Arbeit geleistet
00:04:52: Und die wollt ihr machen diese Arbeit?
00:04:54: Das habt ihr euch auf die Faden geschrieben.
00:04:56: deswegen ist es ganz wichtig, dass ihr möglichst viele Mitgliederinnen oder Mitglieder bekommt.
00:05:00: Ich glaube, jeder kann Mitglied werden.
00:05:02: Egal ob man jetzt in Österreich lebt oder nicht, oder?
00:05:04: Exakt!
00:05:05: Okay dann würde ich sagen Nicht lange zögern.
00:05:08: In den Shownotes findet ihr den Link zu Wölfe in Österreich.
00:05:12: Wie sieht denn das eigentlich aus?
00:05:13: Jetzt Urlaubszeit steht an und kommen wieder unzählige Menschen aus allen Ländern.
00:05:18: wie wirkt sich diese österreichische Politik auf den Tourismus aus?
00:05:23: gibt es da auch schon mittlerweile Dissonanzen?
00:05:26: Also tatsächlich hören wir das von sehr naturaffinen Menschen, die zum Beispiel österreichische Nationalparks besuchen.
00:05:34: Die eher schockiert sind wie Österreich mit dem Wolf umgeht und insgesamt wie Österreich da nachlässig im Natur- und Artenschutz
00:05:44: ist.
00:05:44: Das kommt schon an bei den Leuten?
00:05:46: Es kommt auch an dass dieses Feedback auch das hören wir.
00:05:51: Wir haben mittlerweile sehr viele Mitglieder die auch mit Touristen reden und dieses Feedback haben wir bereits von Touristen erhalten, dass es quasi unverständlich ist, dass Österreich hier ... mehr oder weniger offen versucht, den Wolf auszurücken in
00:06:08: Österreich.
00:06:08: Kannst du dich erinnern?
00:06:09: Wir haben ja letztes Jahr – ich glaube das war auch im Mai oder Juni – über genau dieses Thema gesprochen und da gab es ja in der Folge unglaublich viele Mails die mich hier erreicht haben von Leuten die sich empören wollten und die haben dann tatsächlich an die Tourismuszentralen geschrieben bei euch im Land und haben gesagt sie würden nie wieder einen Fuß nach Österreich setzen solange dort so mit der Natur umgegangen würde.
00:06:34: Hatte das Effekte, glaubst du damit wirklich, dass Sie das gespürt haben in den Urlaubsregionen?
00:06:39: Also gespürt nicht.
00:06:41: Offiziell hat man nichts gehört.
00:06:42: Inoffiziell kann ich dir sagen, dass diese Botschaften sehr wohl an den Stellen angekommen sind wo es notwendig ist und deswegen auch in Zukunft bitte wenn die Menschen das Gefühl haben das mitteilen zu wollen gerne an die Tourismusbehörden in Österreich schreiben denn diese Dinge werden sehr wohl gelesen und gehört.
00:07:03: Inwieweit nehmen jetzt diese Wolfsjäger, wenn du sagst das sind jetzt irgendwie in den ersten Monaten so und so viele Wölfe abgeschossen worden.
00:07:10: Das betrifft ja dann auch die Urlaubsregionen.
00:07:11: Inwie weit nehmen die Wolfsjäger dann Rücksichtervorlauber?
00:07:14: Und Menschen in den bejagten Gebieten?
00:07:16: Ich erinnere mich letztes Jahr kam es da auch zu unschönen Begegnungen.
00:07:19: ist das jetzt immer noch so dass zum Beispiel in der Nähe von Häusern oder Ortschaften gejagt wurde?
00:07:24: also im Detail Kann ich dir nicht sagen, weil sich da die Behörden natürlich sehr bedeckt halten und in den Anfragen nur ganz wenig öffentlich wird.
00:07:34: Was ich dir allerdings sagen kann ist dass im Raum steht mittlerweile Hirten zu bewaffnen und bewaffnete Hirten auf Almen zu stellen wo Touristen durchwandern.
00:07:47: das ist so die Idee.
00:07:50: Schäferin und Schäffer zu bewaffnen, damit die dann wenn Wölfe oder Bären kommen, die dann sofort erschießen können.
00:07:56: So in etwa soll das dann ausschauen gleich schießen natürlich noch Einschätzung des Hirten welche Gefahr dann besteht.
00:08:03: ja also auch wieder nicht nach Expertenmeinung sondern wenn jemand das Gefühl hat es besteht eine Gefahr soll geschossen werden.
00:08:11: aber wie gesagt das sind nur Hier ein Gespinste, die im Raum stehen.
00:08:16: Ich kann mir auch nicht vorstellen dass irgendein Hirte so was freiwillig macht weil die Verantwortung für sowas ist doch sehr groß und ich glaube man braucht schon hinreichend eine Ausbildung und Kenntnisse über Waffen oder den Einsatz vom Waffen um sowas wirklich... Ja, ist wirklich auch vertrauensvoll machen zu können und so zu machen, dass es nicht andere zu Schaden kommen.
00:08:36: Naja das nächste ist natürlich wenn wir jetzt über den Tourismus sprechen.
00:08:40: herzlich willkommen auf den Almen wo bewaffnete Hirten herumstehen.
00:08:44: Prost Mahlzeit!
00:08:46: Das kann's nicht sein.
00:08:47: ich hoffe das ist wirklich nur ein Hirngespinst also ich mag mir das gar nicht ausmalen.
00:08:52: Ein großes Thema bei euch wie auch bei uns bis ja die Desinformation.
00:08:58: Wir gehen ja mittlerweile davon aus, die gezielt gestreut wird.
00:09:03: Inwieweit kommt man da überhaupt noch gegen an?
00:09:06: Also denn was einmal in der Welt ist es auch schwer wieder auszuradieren, ne?
00:09:10: Naja Tatsache ist dass dieses Jahr zum Beispiel in Kärnten am Duprat eine Veranstaltung war wo der Wildbiologe Paolo Molinari einen Vortrag gehalten hat und kurz darauf ein Almvertreter das genaue Gegenteil behauptet hat in derselben Veranstaltung.
00:09:31: Also, das war völlig absurd.
00:09:33: Wie haben die Menschen da reagiert?
00:09:35: Die müssen ja auch ein bisschen erstaunt gewesen sein!
00:09:37: Tatsächlich haben viele dann den Kopf geschüttert.
00:09:41: Was sind denn so die häufigsten Narrative, die bei euch so bedient werden?
00:09:45: Naja ... Punkt Nummer eins der Wolf ist der Trockengräber der Almenwirtschaft.
00:09:52: Das ist so... Dann kommt gleich der Wolf eine Gefahr für den Menschen.
00:09:57: Der Risikowolf muss geschossen werden, aber jeder Wolf der in Österreich auftaucht scheint ein Risikovolf zu sein.
00:10:04: Auch wenn er vorher durch ganz Europa gelaufen ist und sich nie in irgendeiner Art und Weise auffällig verhalten hat, sobald er in Österreich bei einer Kamera auftauchte, ist er ein Risiko-Wolf.
00:10:15: also faucht das natürlich diese Begründungen völlig an den Haaren herbeigezogen und völlig absurd.
00:10:21: Wir merken das auch in den UIG Anfragen.
00:10:24: Die werden immer löchriger, weil wir merken es gibt keine Antworten auf unsere Fragen.
00:10:30: Weil sie sie nicht haben.
00:10:32: Wenn jetzt das Narrativ kommt die Koexistenz zwischen Wolf und allem Wirtschaft ist.
00:10:38: nehmen wir jetzt mal Beispiel Kärnten.
00:10:40: Ist in Kärntin nicht möglich?
00:10:42: Was erwiderst du dann?
00:10:45: Tatsache ist dass es mittlerweile eine Studie gibt, die belegt, dass fast allen Almen in Österreich Herdenschutz möglich ist.
00:10:54: Auch hier ist das Narrativ, wir können ja nicht alle Almen einzäunen.
00:10:58: Das ist richtig!
00:10:59: Denn man muss auch nur die Schafe einzäunern und nicht die Almen.
00:11:03: Und diese Studie belegt sehr wohl dass es Flächen geeignete Flächen auf fast allen Almen gibt, dass es Verbindungen zu anderen Weidezonen gibt wo man dann die Schafel quasi verbringen könnte etc...
00:11:18: Dann hält sich er auch ganz hartnäckig Das Narrativ, dass der Wolf wirklich eine ernste Bedrohung für die traditionelle Almwirtschaft darstellt.
00:11:27: Das hast du ja eben auch schon gesagt?
00:11:28: Also Tatsache ist und das habe ich ja schon öfter gesagt, dass die Almwirtschaft seit den achtziger Jahren rückläufig ist vor allem wegen der geringen Wertschöpfung und natürlich auch weil niemand sich mehr diese Arbeit antun möchte.
00:11:45: Und wenn man von allen Wirtschaft redet, dann muss man überlegen, wovon redet man eigentlich.
00:11:50: Denn zu ganz großen Teilen sind diese Betriebe neben Erwerbsbauern die vielleicht um zwanzig Schafe irgendwo in der Landschaft stehen haben völlig unbeaufsichtigt, völlig ohne Herdenschutz auf zweitausend Meter irgendwo am Berg wo sie dann Mehrheitlich durch Mordahinke, durch Abstürze, durch Felsstürze.
00:12:13: Durch Gewitter, durch Krankheiten.
00:12:15: Elendig zu Grunde gehen als dass sie von einem Beutegreifer
00:12:18: gehen.
00:12:18: Weil die auch lange Zeit alleine da draußen stehen?
00:12:22: Das ist richtig!
00:12:23: Genau, da ist ja nicht immer jemand da der aufpasst und sagt guck mal dem scharf geht es gerade nicht gut oder das ist abgestürzt und so.
00:12:29: Die stehen ja auf sich gestellt, lange Zeit im Sommer da draußen sind eben halt allen anderen Gefahren auch ausgesetzt, nicht nur dem Beutegreifhandel?
00:12:39: So wie es jetzt war waren Schafe bereits auf zweitausend Meter aufgetrieben und dann ist ein Schnee gekommen.
00:12:45: In dieser Zeit sind die Schafe völlig alleine da oben gestanden.
00:12:48: Es hat niemand nachgesehen, wie es den Schafen geht.
00:12:51: Mitglieder unseres Vereins haben das dann dokumentiert wo Schafe nicht mal mehr auf die Beine gekonnt haben.
00:12:58: Die sind herum, auf den Hinterbeinen herum gegessen gekrappelt und haben nicht mehr richtig laufen können.
00:13:05: Ja, also es ist desaströs teilweise.
00:13:08: Ich bin sprachlos weil ich bin sicher wenn die Menschen all das wissen würden im Land, die würden auch eine ganz andere Meinung zu dem Thema haben.
00:13:15: ja aber das wird gar nicht bekannt gemacht.
00:13:18: Das wird bewusst ausgespraten.
00:13:20: Es werden bewusst all die anderen Dinge über Wölfe verbreitet.
00:13:23: dabei ist es ja so, dass der Wolf ein klitzekleines Problem ist in einem großen strukturellen Problem.
00:13:29: Und das haben viele Leute nicht auf dem Schirm und deswegen ist es gerade so wichtig, dass ihr darüber aufklärt und dass auch wir jetzt zusammen heute noch mal im Podcast darüber sprechen und das nochmal einzeln wirklich aufschlüsseln.
00:13:41: Das nächste was dann immer kommt – und was für viele Menschen absolut logisch erscheint – ist, dass man mit Abschüssen Probleme lösen kann!
00:13:49: Da sind wir an den Punkt wo wir genau das Gegenteil sagen müssen.
00:13:54: Ja, und das zeigen auch die offiziellen Zahlen des Statusberichtes Österreich-Zentrum Pia Wohlflux von twentyfünfundzwanzig.
00:14:03: Denn da kann man drinnen nachlesen dass von zwanzigvier und zwanziger auf zwanziv fünfundzwantzig die Risse zum Beispiel in Kärnten massiv angestiegen sind Und das Jahr zwanzikfünfundzwanzige ja das Jahr war in dem Inkernten die meisten Wölfe immer geschossen wurden.
00:14:24: Das heißt, mehr Abschüsse von Wölfen und massiv mehr Risse bewertet Tieren zur gleichen
00:14:29: Zeit.".
00:14:30: Es ist so dass wenn man einmal anfängt da reinzuschießen dann gehen die Risse häufig hoch wie absurd das auch klingen mag.
00:14:38: aber das ist die Realität ne?
00:14:40: Das verhindert keine Risse, weil so lange die Tiere ungeschützt bleiben werden einfach keine Risses verhindern.
00:14:48: Und jetzt geht die Eskalationsstufe bereits noch weiter in Kärnten.
00:14:53: Weiß ich nicht, ob du das verfolgt hast in den Medien?
00:14:56: Es wurden vergiftete Geier gefunden an Kärnten und hier liegt die Vermutung nahe anhand des Gifts, dass da verwendet worden ist, dass dieses Gift den Wölfen gegolten hat.
00:15:07: Das kam heute als Meldung.
00:15:09: Man muss es so sagen, Sie merken jetzt, dass sie mit den Abschüssen nichts erreichen.
00:15:14: Und jetzt werden die Mittel halt immer extremer.
00:15:18: Das sind natürlich schon massiv kriminelle Machenschaften, die da passieren und wenn das tatsächlich dem Wolf gilt dann braucht man nicht reden.
00:15:28: ja dann wären wir den günstigen Erhaltungszustand wohl nie erreichen können.
00:15:34: Wenn da nicht endlich Recht und Ordnung einzughält.
00:15:39: Gibt es denn da schon Hinweise irgendwie auf mögliche Täter?
00:15:42: Tatsächlich kann man den Medien entnehmen, dass es neue Hinweise gibt.
00:15:47: im Detail habe ich aber noch nicht verfolgt.
00:15:50: Aber das heißt die Behörden arbeiten dann auch.
00:15:53: wenn sowas passiert Dann werden sie aktiv.
00:15:55: Ich hoffe sehr stark.
00:15:57: Okay.
00:15:58: also das bitte mal am Auge behalten weil das würde mich interessieren wie das ausgeht Und was diese Täter vor allem erwartet, wenn die dann tatsächlich überführt werden.
00:16:06: Ich kann mir nur wünschen dass sie wirklich die ganze Härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen weil das darf wirklich keine Schule machen und das muss wirklich andere Leute abschrecken.
00:16:15: wir haben leider viel zu oft das in diesem Bereich Artenschutz Kriminalität einfach Verfahren eingestellt werden, weil dann heißt es aus dem Angel an Beweisen und dabei müsste man wirklich mal der Sache nachgehen und das wirklich einmal aufklären um da auch wirklich Maßstäbe zu setzen bei der Bewertung solcher Dinge.
00:16:33: Weil wie gesagt ist eine Frage der Zeit dass es auch mal ja Haushunde trifft die da vorbei gehen jetzt gerade in der Urlaubszeit.
00:16:42: ich möchte nicht spazieren gehen mit meinen Hunden wenn ich weiß da liegen potenziell irgendwelche vergifteten Fleischstücke also Schon echt hart, kann man nur froh warnen eigentlich da.
00:16:53: Das war jetzt in Kärnten glaube ich sogar.
00:16:55: Ja
00:16:56: tatsächlich
00:16:57: ist das in Kernten passiert wie gesagt auch genau dort wo die meisten Wölfe geschossen wurden.
00:17:04: offensichtlich funktioniert er den Schießen nicht und deswegen versucht man jetzt vermutlich Wölfen zu vergischt.
00:17:11: Bei uns in Deutschland werden ja auch immer wieder Regionen ins Feld geführt, wo Herdenschutz angeblich nicht funktioniert.
00:17:16: Das sind jetzt primär bei uns die Deiche oder eben halt auch die Almen also die Bergregionen und die sollen ja bei uns dann künftig auch Wolfs frei werden.
00:17:24: so der Plan zumindest der Bundesregierung.
00:17:27: ob das hier zu passieren wird das werden wir noch sehen aber wenn man jetzt mal auf die Alme blickt.
00:17:33: Wir haben das eben schon kurz angesprochen.
00:17:35: wie könnte man Problem jetzt wirklich ernsthaft lösen, dass man auf den Almen wirklich scharf erhalten kann ohne das die Gefahr laufen von Beutegreifern in großer Anzahl getötet zu werden.
00:17:46: Also Tatsache ist, dass die Almen anscheinend politisch gar nicht erwünscht sind auch wenn das in den Medien natürlich seitens der Politik völlig anders dargestellt wird.
00:17:56: aber wäre die Almwirtschaft so wertvoll wie die Politiker das kommunizieren, dann würde alles versucht werden um sie zu erhalten und es wird gar nichts versucht.
00:18:07: Wenn man das ernst nehmen würde, dann könnte man natürlich Herdenschutz etablieren.
00:18:12: Wie schaut das auf Almen aus?
00:18:14: Herdenschutz eine Kombination aus Hirten, Herdenschutzhunden und Nachtfärg.
00:18:20: Und mit Hirten meine ich nicht einen Hirten der irgendwo unten im Tal sieht und einmal pro Woche nachschaut, wie viele Schafe noch da sind.
00:18:29: So wie es die derzeitige Handhabung ist sondern ein Hirte muss dauerhaft bei den Schafen auf der Alm verbleiben Tag und Nacht.
00:18:38: Es gibt ja nach wie vor bei euch in Österreich soweit ich das weiß keine Unterstützung für Herdenschutzmaßnahmen oder?
00:18:44: Doch in manchen Bundesländern schon.
00:18:47: aber so weit mir bekannt gibt es zum Beispiel in der Steiermark und in Kärnten gar keine Förderungen für Herdenschutzmaßnahme Und in den anderen Bundesländern wie Salzburg, Tirol und Vorragelberg werden bestimmte Maßnahmen gefördert.
00:19:03: Im Detail kann es, weil es länderspezifisch ist das nicht genau sagen.
00:19:07: aber es wird zum Beispiel Zahnmaterial gefördert Es wird die Anschaffung von Hunden gefördert Aber bei Weitem nicht ausreichend dass für die Bauern einen Anreiz wäre das ernsthaft zu betreiben.
00:19:21: Die Bauern glauben immer noch, dass sie der Abschluss der Wölfe retten wird.
00:19:26: Das erstaunt mich sehr weil mittlerweile vor etlichen Jahren habe ich schon gesagt es wird ihnen nichts bringen und es wird immer schlimmer werden und die Bauern werden zur Aufgabe gezwungen werden wenn ihnen nicht geholfen wird.
00:19:38: und genau in dieser Phase sind wir jetzt ja genau da stehen wir davor dass immer mehr Bauern sagen, das interessiert mich nicht mehr.
00:19:47: Weil ich meine Schafe da nicht als Wolfsfutter auf die Alm
00:19:51: stelle.".
00:19:53: Gerald zur Machbarkeit von Herdenschutz auf allen gibt es eine aktuelle Studie von Felix Knauer und Isabella Pfaffelberger, die verlinken wir in den Show-Notes.
00:20:01: kurz ein paar Worte noch dazu?
00:20:03: Also tatsächlich ist ein Algorithmus entwickelt worden der jede einzelne Almen prüft und das Ergebnis ist dann gewesen dass viele kleinere Almen durchaus geschützt werden können und die allermeisten Almen in Österreich, gerade wenn es dann größere Betriebe sind auf jeden Fall geschützten werden können.
00:20:21: Es bedarf natürlich auch Anpassung an den Managementmaßnahmen aber es wurde auch genau in dieser Studie wieder als besonders wirksam hervorgetan, das Behirtungen mit hirten Hüte- und Herdenschutzhunden sowie eben auch die Wirksamkeit von Zäunen belegt wurde.
00:20:39: Okay, also diese Studie ist in den Show-Notes.
00:20:42: Sie könnt ihr nachlesen sehr spannend.
00:20:45: auf jeden Fall gibt es ein paar gute Einblicke.
00:20:48: Wir haben Kärnten jetzt schon öfter angesprochen.
00:20:51: Kärntin ist nicht nur bei deutschen Urlaubern besonders beliebt sondern Kärnte hat glaube ich auch von allen Bundesländern bei euch die rigoroseste Wolfsverordnung.
00:21:00: Stimmt doch oder?
00:21:02: Es geht um das Thema Risikowölfe Wenn wir das ja nehmen wollen.
00:21:07: diesen Begriff Und ich habe das auch schon vielfach gesagt, diesen Begriff gibt es nicht.
00:21:14: Das ist eine politische Erfindung um eine Rechtfertigung zu haben Wölfe zu schießen die völlig normales Verhalten an den Tag liegen.
00:21:21: D.h.,
00:21:22: es hat bei euch Beispiele gegeben von Wölfen, die nachts in der Nähe von Ortschaften gesehen wurden und daraufhin abgeschossen worden?
00:21:31: Das ist in den meisten Fällen in Österreich so tatsächlich!
00:21:35: Gab's dann irgendwie mal irgendein Fall, wo man sagen kann okay da hat es jetzt eine Nahbegegnung gegeben oder dort hat ein Wolf irgendwie unerwünschtes Verhalten gezeigt?
00:21:47: Also wenn überhaupt eine Begegnungen mit Menschen stattgefunden hat, dann meistens auf mehr als zweihundert Meter oder so.
00:21:55: Also völlig absurd davon einer Begegenung zu sprechen und wenn überhaupt dann oft nur einmal dass ein Wolf vorbeigelaufen ist dass er sich in der Nacht einem Gebäude geniert hat, wiederholt.
00:22:11: Das war vielleicht öfter der Fall aber das ist kein problematisches Verhalten.
00:22:15: In
00:22:15: der Nacht?
00:22:16: Ja auch am Tag aber selbst da hat er nicht die Nähe zu den Menschen gesucht sondern ist halt einfach durch eine Siedlung gelaufen.
00:22:24: Also da war ein Wolf auf der Durchreise es durch Zufall durch ne Siedelung gekommen und hat das mit dem Leben bezahlt.
00:22:30: mehrfach also in vielen Fällen bei euch
00:22:33: Wie es ja dem Frühjahr der Fall ist, dass die jungen Wölfe da oft einmal durch eine Siedlung geraten und dann gleich als Risiko-Wölfe tituliert worden sind.
00:22:44: Wenn wir jetzt auf die Abschüsse in diesem Jahr in Kärnten zurückblicken gibt es da irgendein Fall, der euch in Österreich besonders bewegt hat oder wo die Emotionen vielleicht auch hochgekocht sind weil das so ungerecht war?
00:22:57: Also speziell in Kärnten sind sowieso alle Abschüsse rechtswidrig, wenn es nach dem geht.
00:23:03: Aber tatsächlich gab es einen Fall in Österreich und zwar in Niederösterreich also nicht den Kärkten der speziell dramatisch oder beziehungsweise diskrepant zwischen dem was eigentlich recht ist und dem was in Österreich passiert am deutlichsten Aufzeig.
00:23:19: Denn dort wurde ein Wolf geschossen als Risikowolf Der verkrimpt werden konnte.
00:23:25: Das heißt?
00:23:26: Wenn man einen Wolf verkremen kann, warum muss man ihn dann erschießen?
00:23:30: Also die haben ihn vergremt und dann erschossen.
00:23:33: Das ist nicht dein Ernst!
00:23:34: Die Rechtfertigung erließ sich nur sehr schwer vergrämen.
00:23:38: Also das heißt sie haben wirklich den Wolf vergrähmt aber eben halt aus deren Sicht nicht genug.
00:23:44: oder was ist da gelaufen?
00:23:45: Ja
00:23:45: eben das ist völlig absurd.
00:23:47: diese Begründungen sind so an den Haaren herbeigezogen.
00:23:51: es gibt Wenn ein Jäger sagt, ja der hat sich nicht vergrämen lassen.
00:23:57: Obwohl vielleicht der Wolf dann seines Weges gezogen ist nur weil da der Jäge einmal mit dem Auto Huppe gehubt hat, ist der Wolf nicht sofort davon gelaufen und deswegen hat er sich nicht vergrehmen lassen.
00:24:09: Vielleicht war aber der Wolf zweihundert Meter weit vom Auto entfernt denn wird das relativ wenig jucken ob in zweihundert Metern Entfernung einen Jägger mit der Autohupe hupen?
00:24:18: und solche Fälle gibt es in Österreich genug, weil die Einschätzung dessen was eine erfolgreiche Vercremung ist macht kein Wissenschaftler sondern der Jäger.
00:24:28: Sind die Jägers bei euch besonders ausgebildet?
00:24:30: zum Thema Wolf?
00:24:32: Nein
00:24:33: Was glaubst du ist dahintergrund.
00:24:35: warum wollen sie die Wölfe schießen?
00:24:37: Ist das wirklich die Trophäe oder sind da andere Gründe im Spiel?
00:24:42: Kann ich schwer sagen.
00:24:43: Tatsache ist, dass die Jäger in manchen Bundesländern meines Wissens den Wolf behalten dürfen wenn sie das wollen.
00:24:50: Ob das schon besonders viele getan haben kann ich auch nicht sagen denn all diese Dinge werden nicht nach außen kommuniziert.
00:24:58: Obwohl
00:24:58: es um eine geschützte Art
00:24:59: geht?
00:24:59: Obwohl's um genau um eine geschützte art geht machen denn die jäger wenigstens andere sinnvolle dinge in sachenwolf.
00:25:04: also machen die zum beispiel ein monitoring oder führen die buch über das was da draußen passiert.
00:25:11: wir haben jetzt in österreich die letzten Monitoring-Daten aus dem April, glaube ich.
00:25:18: Und bis jetzt, wir haben jetzt Mitte Ende Juni keine neuen Monitoringdaten zu den Rudeln, keine neue Monitoring Daten zum Bestand, keine neuen monitoring Daten zu welpen – gar nichts!
00:25:31: Okay, wisst ihr denn schon welche Auswirkungen diese vielen Abschüsse auf die Populationsentwicklung haben und auf die Rudelstrukturen?
00:25:39: Natürlich nicht.
00:25:41: Es gibt de facto kein Monitoring in Österreich.
00:25:45: Aber ihr habt ein Statusbericht vom Österreich-Zentrum über die Anzahl der Wölfe und die Anzahl der Abschüsse, oder?
00:25:51: Tatsächlich haben wir das!
00:25:52: Es wurden zwanzig, fünfundzwanzighundert, einundzwantig Individuen nachgewiesen.
00:25:58: Es waren nur mehr acht Wolfsrudo also eines weniger als zuvor.
00:26:03: es gibt drei reproduzierende Wolfsäulen in Österreich mit sieben Welpen und das bedeutet einen Rückgang von minus seventy fünf Prozent des Welpenbestandes.
00:26:12: Aber
00:26:13: sind die nicht geboren worden oder sind die Welpen entnommen worden?
00:26:17: Also tatsächlich sind es einfach weniger Welpen geboren wurden, in den letzten vier Jahren immer weniger.
00:26:23: Das ist ja alarmierend eigentlich wenn man darauf schaut dass ihr ja vom günstigen Erhaltungszustand noch meilenweit entfernt seid und das ja auch an die EU-Kommission gemeldet habt.
00:26:34: Ihr habt ja gemeldete, dass der Erhaltungszustand bei euch nicht günstig ist oder?
00:26:38: Richtig!
00:26:39: Also im November zwanzig fünfundzwanzig wurde der Zustand der Population der Wölfe in Österreich als U Eins gemeldeten und dieses Kürzel U Eins steht für ungünstiger.
00:26:51: Und welche Folgen hat das jetzt für Österreich?
00:26:53: mit Blick auf Jahr gelten des EU Recht und die FFH-Richtlinie?
00:26:56: wird Österreich jetzt dafür zur Rechenschaft gezogen?
00:26:59: Also Tatsache ist, dass die EU derzeit gar nichts unternehmt wenn es um den Wolf geht und das nutzt die Politik in Österreich schamlos aus.
00:27:10: Obwohl es ihnen klar ist, da sie gegen geltendes Recht verstoßen immer wieder.
00:27:15: Ist denn eigentlich klar, dass potenziell die Spezies-Wolf in Österreich gefährdet ist.
00:27:23: Also ich meine, das leuchtet glaube ich jedem ein und da musste ich auch gar keine großen Biologiekenntnisse haben dass wenn da so einen Negativtrend ist mit Blick auf die Anzahl der Wölfe unter Rudel und so und danach kommen vor allen Dingen dass das jetzt eher problematisch wird für das Überleben der Wolfe in Österreich.
00:27:40: Ist dir das klar oder?
00:27:42: Oder preisen Sie das ein und wollen genau das?
00:27:45: Tatsache ist, dass seitens der Landesregierung und auch das Landwirtschaftsministerium andere Sachen kommuniziert werden.
00:27:54: Und zwar wird sich da immer wieder auf den Herrn Hackländer berufen, der argumentiert man könne die Population auf größere Gebiete beurteilen also auf europäische Populationen Alpenpopulation
00:28:10: etc.,
00:28:11: Und dann brauch ich ja Österreich gar nicht so viele Wölfe.
00:28:15: Das ist die gängige Argumentation.
00:28:19: und was man halt immer wieder hört, der Wolf ist in Europa gar nicht mehr gefährdet.
00:28:25: Der Wolf ist ja in Österreich auch nicht gefährdet weil es ja rundherum genügend Wölfen gibt.
00:28:32: Lass uns mal ganz kurz darüber sprechen wer Professor Hagländer überhaupt isst.
00:28:36: Also er ist ja einer Erkannterwissenschaftler eigentlich
00:28:38: Ja, er ist Professor an der Bokko in Wien und hat aber ursprünglich eigentlich meines Wissens mit Wölfen nichts zu tun gehabt.
00:28:49: Sondern eher mit Hasen – das war so sein erstes Forschungsgebiet – und hat dann zwei Bücher über den Wolf geschrieben.
00:28:58: Und er ist halt der Jagd- und Landwirtschaftslobby sehr nahe, sage ich mal.
00:29:03: In diese Richtung gehen auch seine Gutachten und seine Studien immer wieder.
00:29:08: Biologisch kann man sagen liegt der Hackländer weitgehend innerhalb des Mainstreams, der wissenschaftlichen Meinung.
00:29:17: Wenn man das ganze aber von der rechtlichen Seite betrachtet und zwar speziell im Hintergrund der FFH-Richtlinie dann blendet er diese weitestgehend aus.
00:29:29: Und man kann sagen dass wild ökologisch biologisch sind.
00:29:34: seine Argumente nicht falsch?
00:29:37: Aber Sie haben nichts mit dem zu tun, was die FFH-Richtlinie vorgibt.
00:29:41: Er hat so seine Sicht auf das Thema Wolf und ignoriert dabei dass es im Prinzip Vorgaben gibt in der FFHD zum Beispiel Mit Blick auf den günstigen Haltungszustand ist er ganz klar definiert Und da hat er eine andere Definition und schafft es auch die Plausibel bei seinen Auftraggebern zu verteidigen.
00:30:05: Exakt.
00:30:05: Es geht genau um diesen Zustand des günstigen Erhaltungszustands, wann ist der in Österreich zum Beispiel erreicht?
00:30:13: Tatsächlich gibt es ja für den günstige Erhaltungszustand in Österreich bereits ein Gutachten und auch wissenschaftliche Arbeiten die da einen Schlüssel vorgeben noch dem beurteilt wird wie viele Ruder, Wölfe es pro Land geben sollte um diesen Zustand des günstigen Haltungszustands zu erreichen.
00:30:37: Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel eine Populationsgefährdungsanalyse PVA-Quitz die wie es scheint von einem Herrn Hackländer gerade in Arbeit ist bzw.
00:30:49: von der Boko in Arbeit.
00:30:51: Was ist eine Populationsgefährdulungsanalyse?
00:30:55: Diese eine solche Studie analysiert, ob wann die Wölfe in Österreich überleben können.
00:31:05: Weil man sich das vorstellt, das wäre für einen Menschen sozusagen das absolute Existenzminimum.
00:31:13: Die Frage ist es des Ziels, dass wir erreichen wollen ein absolutes Existenzzminimums.
00:31:19: Der günstige Erhaltungszustand dem entgegen bewertet den Zustand so, dass diese Population quasi ihre ökologische Funktion ausüben kann, die Population stabil und auch gegenüber Krankheiten
00:31:34: etc.,
00:31:36: da resistent ist.
00:31:37: Und da genügend Spielraum ist dass diese Wölfe auch sozusagen gut in Österreich leben können.
00:31:45: Die sind gerade dabei, so eine Studie zu machen und werden dann im Prinzip die These vertreten und auch belegen wollen dass eben halt eine Anzahl X von Wölfen in Österreich reicht.
00:31:55: Wir erinnern uns an der Schweiz hat es das mal gegeben da waren hundertfünfzig Wölfe im Spiel Da wurden Hundertfünftigwölfe genannt in der Schweiz Das war die Zahl mit der die Wölfte überleben aber eben halt die Spezies trotzdem weiterhin ja gefährdet ist Und überhaupt nicht im günstigen Erhaltungszustand ist.
00:32:12: und sowas wird jetzt bei euch gemacht
00:32:14: Ja, aber nicht zum Zwecke für nur diese Populationsgefährdungsanalyse.
00:32:18: Sondern die wiederum soll wahrscheinlich – also so nehme ich an, weil es das haben sie ja bis jetzt immer so gemacht – die Politik wird das hernehmen und dann mit dieser Populations-Gefährdungsanalyse den günstigen Haltungszustand ausrufen in Österreich.
00:32:34: Mit acht Ruder?
00:32:36: Mit derzeit wahrscheinlich nicht einmal ganz hundert Wölfen!
00:32:40: Und mit einer Reduktion der Welpen um in den letzten vier Jahren um seventy-fünf Prozent.
00:32:46: Und da wir ja wissen, dass die EU-Kommission so fast jede Kröte schluckt momentan, kann es passieren, dass sie das dann akzeptieren wie Sie es bei Deutschland auch akzeptiert haben?
00:32:54: Wir haben hier auch den günstigen Haltungszustand gemeldet obwohl er mitnichten erreicht ist.
00:32:59: ganz im Gegenteil bei uns ja auch die Zahlen stagnieren oder sogar rückläufig sind.
00:33:04: Gut, aber trotzdem wird das mittelfristig natürlich ein Problem werden und davor kann auch die EU-Kommission nicht die Augen verschließen.
00:33:12: Anka hat ja diese Woche auch einen interessanten Aufsatz herausgebracht unter dem Titel Der Wolf nach der Herabstufung des Schutzstatus, warum der günstige Erhaltungszustand jetzt zur entscheidenden Frage wird?
00:33:25: Ja.
00:33:26: Das ist genau der Punkt, warum jetzt da versucht wird mit aller Gewalt in Österreich künstlich diesen günstigen Erhaltungszustand herbeizubeschwören.
00:33:35: Weil natürlich solange dieser günstiger Erhaltingszustand noch nicht erreicht ist gilt eigentlich das strenge SchutzstatUS.
00:33:44: Wenn der Wolf jetzt herabgestuft worden ist in der FFH-Richtlinie, solange dieser günstige Haltungszustand nicht erreicht ist, gilt er immer noch als streng geschützt eigentlich im Österreich.
00:33:59: Und das ist auch der Grund warum diese Bemühungen da sind.
00:34:02: und nochmal zurück zu diesen ganzen Begriffen, warum die das probieren?
00:34:06: Das ist ganz einfach!
00:34:07: Die Menschen in Österreich Wissen weder, was eine Populationsgefährdungsanalyse ist noch wissen sie, was der günstige Erhaltungszustand ist.
00:34:18: Und wenn jetzt die Politik diese Begriffe einfach vermischt und sagt ja Diese Studie belegt dass in Österreich die Population nicht gefährdet ist Deswegen haben wir den günstigen Erhaltungzustand Ja dann glauben das die meisten Menschen weil Sie auch den Unterschied gar nicht kennen Und das ist ein Riesenproblem, dass da einfach wildkürlich mit Begriffen gearbeitet wird und mit quasi Einschätzungen gearbeitet werden die weder rechtlich noch wissenschaftlich dementsprechend wie sie eigentlich gedeutet werden sollten.
00:34:51: Glaubst du, dass es irgendwann so sein wird?
00:34:54: Dass in Österreich und auch in Deutschland der günstige Erhaltungszustand nicht nur verkündet wird sondern auch belegt werden muss?
00:35:04: Glaube ich sehr wohl!
00:35:06: Das Problem ist, dass Pistotin noch so viel Leid und unnötiges Leid seitens der Weidetierhalter oder der Wölfe passieren wird.
00:35:17: Weil sie die Politik da einfach Probleme schafft, die sich selber lösen will.
00:35:22: Wir sprechen ja heute jetzt das vierte Mal zusammen und wir haben immer wieder so gesagt, ja Österreich und so mega wie die mit Wölfen umgehen in Deutschland.
00:35:30: Wir haben den Vorteil, wir haben das Verbandsklagerecht.
00:35:33: Bei uns geht es den Wölfen schon noch besser und die können sich ja auch ausbreiten.
00:35:37: Und jetzt haben hier auch wir neue Voraussetzungen in Deutschland, und als wir das letzte Mal gesprochen haben du und ich da war das noch gar nicht absehbar wiederomatisch dass mal werden würde bei uns.
00:35:47: Du verfolgst das ja aber auch was hier läuft.
00:35:49: hättest du dir das jemals träumen lassen dass es bei uns auch immer so weit kommt?
00:35:53: Also wenn man sie die Entwicklung in Niedersachsen die letzten Jahre angeschaut hat hätte ich es vermutet gewagt zu glauben.
00:36:04: Es ist ganz schön was los hier bei uns, aber auf der anderen Seite gibt es ja bei uns auch die Möglichkeit gegen diese Verfügung eben halt zu klagen und das ist ja jetzt auch passiert.
00:36:12: wir haben gerade gestern erlebt also heute Am Juni ist erst mal eine Abschlussverfügung im Kreis Spree Neiße kassiert worden vom Gericht, weil eben die Voraussetzungen für den Abschluss nicht gegeben waren.
00:36:27: Und es gibt einen Hängebeschluss für Olpe und für den berühmten Wolf Milan der auch abgeschossen werden sollte und da hat das Gericht jetzt diesen Hengebeschluss erlassen.
00:36:37: darüber entscheiden in den nächsten Tagen, wie da weitergemacht wird.
00:36:41: Beide Abschlussverfügungen mussten erst mal gestoppt werden und ich glaube wir sind uns beide einig so kann es nicht weitergehen.
00:36:50: Es ist hier wirklich ein Kampf gegen die Natur Ein Kampf gegen Wölfe.
00:36:56: Das ist ein ganz schöner Abnutzungskampf.
00:36:58: Wie haltet ihr das aus?
00:36:59: Egal wie lange es dauert dem entgegenstehen.
00:37:03: Wir werden da fachlich, sachlich aufklären und auch natürlich die wissenschaftlichen Fakten auf den Tisch legen und die Leute immer weiter
00:37:13: informieren.".
00:37:17: dass es uns ja nicht um Meinung geht oder um irgendwie das Durchsetzen von irgendwelchen Ideologien oder Interessen, sondern dass es hier wirklich um Fakten geht.
00:37:29: Ich glaube, das ist den Menschen gar nicht klar – das kann man denen gar nicht oft genug sagen.
00:37:33: Ihr und auch wir in Deutschland vertreten letztendlich die Wissenschaft, faktenbasiertes Wissen und letztendlig ist es ja auch mittlerweile fast schon eine Frage von Demokratie- und Rechtsstaat geworden was hier so passiert?
00:37:46: Ich darf nur den einen Satz von Hackländer, der immer wieder zitiert wird in den Medien aufbringen.
00:37:52: Ja ist für die schnelle Entnahme vom Problem Wölfen?
00:37:56: Fein das bin ich auch.
00:37:58: Das hat es vorhin schon gegeben bevor der Schutzstatus gesenkt worden ist.
00:38:02: Das Problem ist eigentlich dass nie Problemwölfe in Österreich geschossen werden sondern Wölfe die eigentlich weder einen Schaden noch irgendwie ein Risiko dargestellt haben für Menschen oder Tiere einfach abgeknallt werden.
00:38:15: Und dagegen sind wir.
00:38:17: Nicht, dass man einen Problem wolf der Herdenschutz gezielt und wiederholt überwindet entnimmt.
00:38:25: Dagegen sind wir nicht!
00:38:28: Wenn Herr Hackländer sagt es sollen Problemwölfe entnommen werden dann sage ich auch richtig.
00:38:34: aber das Problem ist das passiert so nicht in Österreich.
00:38:37: Wölfe in Österreich wären ja nicht als Problemwolf sondern als Risikowolf geschossen.
00:38:42: was ein Problemwolf ist genau definiert Wolf, der sich aktiv wiederholt einen Menschen auf unter dreißig Metern bewussten hat und dabei aggressives Konzentration an den Tag lehnt.
00:38:54: Den Menschen gegenüber das ist ganz klar definiert über wissenschaftliche Arbeiten europaweit anerkannt und in den letzten zwanzig Jahren gab es davon in ganz Europa eine Handvollfälle.
00:39:06: Und bei uns werden die Wölfe reinweise geschossen weil sie gegen eine Hausmauer gepinkelt haben.
00:39:13: Ja So kann es natürlich nicht weitergehen und ich bin halt dankbar und froh, dass es euch jetzt als Verein gibt.
00:39:19: Dass ihr wirklich was bewegen könnt bei euch.
00:39:22: Ich glaube das ist das womit die nicht so richtig gerechnet haben, dass sich da auch mal Widerstand jetzt regt bei euch im Land?
00:39:29: Ja vor allem werden wir auch mit den Vereinen in Zukunft Missstände auf Almen aufzeigen.
00:39:35: Das ist ein Ziel.
00:39:36: also wir werden wo es geht Bauern gerne unterstützen wenn sie das wollen.
00:39:41: Aber auch im Gegenzug werden wir Missstände aufzeigen.
00:39:45: Da hat es doch jetzt die Tage schon was gegeben, ne?
00:39:47: Da haben sich doch schon irgendwie weidetierhaltende Beschwert, dass ihr die irgendwie angezeigt habt oder Personen aus eurem Umfeld, die angezeigt haben?
00:39:56: Der Verein hat niemanden angezeigt.
00:39:58: Das waren Privatpersonen.
00:40:00: Natürlich kennen wir manche dieser Personen, die da angezeigt sind aber als Verein haben wir noch nicht angezeigt.
00:40:05: Ja Es geht darum das wenn eine konkrete Gefahr besteht die Tierhalter zum Schutz ihrer Tiere verpflichtet sind, eine konkrete Gefahr ist es.
00:40:16: Zum Beispiel wenn schon einmal ein Wolfsriss bzw auch eine Abschussverordnung vorhanden ist dann besteht eine konkrete Gefahr.
00:40:26: und in Österreich ist es so dass selbst nach dem zweiten Riss Tiere nicht geschützt wurden beziehungsweise dann nicht von der Alm gebracht werden sondern immer noch dort verblieben Und der Gefahr wird da ausgesetzt.
00:40:41: Zumal ja die Tierhalter auch immer gerne ins Feld führen, sie liebten ihre Tiere so sehr und Sie würden an denen hängen und dann lassen sie auf der anderen Seite, lassen sie im Stich wenn es darum geht, die zu schützen vielleicht aus politischen Gründen warum auch immer?
00:40:56: Auf jeden Fall ist das Fakt, das haben wir bei uns auch Das weide-Tierhalter wirklich nicht ihrer Verpflichtung nachkommen, ihre Tiere zu schützen.
00:41:04: Wenn man das dann anzeigt dann ist das aus meiner Sicht Bürgers Pflicht.
00:41:10: Also sei mir nicht böse, aber ich finde dass wenn man sowas mitbekommt, dann ist man verpflichtet.
00:41:14: Da muss man doch um Tierlei zu vermeiden und künftiges Tierlei zu vermeidern oder?
00:41:18: Das ist der erste Punkt.
00:41:20: und der zweite Punkt dieses natürlich diese Begriffe von konkreter Gefahr ja das gehört rechtlich jetzt genau definiert.
00:41:28: also erstens sagt er gut achten dass wenn eine Verordnung für einen Abschuss eines Wolves treu es besteht konkrete Gefahr.
00:41:35: Und selbst eine Leitlinie, die über die Landwirtschaftskammer in Auftrag gegeben wird.
00:41:42: Die zwar nicht rechtlich bindende ist weil es nur eine Leidlinie ist aber selbst da steht drinnen dass die Tierhalter zum Schutz ihrer Tiere verpflichtet sind und das wird derzeit tunlichst
00:41:53: ignoriert.".
00:41:55: Und da wurde sich jetzt auch darüber aufgeregt.
00:41:56: dann?
00:41:57: Tierschützer werden da angegriffen, weil es heißt das ist zynisch Bauern anzuzeigen die sowieso schon den Schaden haben.
00:42:05: Das ist aber die falsche Frage.
00:42:07: Die Frage ist warum haben sie den Schadens?
00:42:09: Und was müsste eigentlich geschehen dass diese Schäden und dieses Tierleid verhindert wird?
00:42:14: Das heißt der Ansatzpunkt ist ganz woanders
00:42:17: Gerhard, nochmal ganz kurz zurück zum günstigen Erhaltungszustand.
00:42:20: Ich hatte eben gerade gesagt in der Schweiz hat man mal irgendwann diese Zahl hundertfünfzig definiert.
00:42:24: wie ist dann bei euch die Referenzzahl jetzt für den wirklich günstigem Erhaltungszustand?
00:42:29: Du sprichst von der Schweiz von Hundertfünftig Individuen oder?
00:42:32: Stimmt ja!
00:42:34: Für Österreich gibt es ein Gutachten das die Zahl hundertsechzehn ausgespuckt hat und zweihundertsechszehn Rudl.
00:42:45: man beachte auf regionaler sowie nationaler Ebene.
00:42:49: Man darf in dieser Zahl nicht die Zahl der Wölfe in Italien, Rumänien, Polen, Tschechien oder Deutschland heranziehen sondern es geht rein um die Zahl Rudel in Österreich und das ist ganz klar definiert für den günstigen Erhaltungszustand nicht für eine Populationsgefährdung
00:43:09: Stimmt.
00:43:09: Das sind ja zwei unterschiedliche Messwerte, haben wir eben schon gesagt.
00:43:13: Nehmen wir jetzt hundertsechzehn Rudel mal wie viele Individuen sind bei euch in einem Rudel?
00:43:18: Damit es einfach ist nehmen wir mal zehn.
00:43:21: Zehn so viele!
00:43:23: Ja, sagen wir, jetzt sind natürlich weniger.
00:43:25: Sechs bis zehn
00:43:26: vermutlich.
00:43:27: Okay also nehmen wir einmal zehn dann wären das im tausend einhundertsechtzig Wölfe in Österreich.
00:43:34: Das wäre jetzt der Idealfall.
00:43:36: Dann wäre der günstige Erhaltungszustand erreicht.
00:43:39: Dann würde der Wolf auch seine ökologische Rolle im System erfüllen.
00:43:43: Die übrigens sehr wichtig ist, können wir noch mal ganz kurz umreißen worum es da geht?
00:43:46: Warum der Wolf in Österreich so wichtig ist?
00:43:50: Es geht um seine Rolle als großer Beutegreifer.
00:43:54: Erstens wie wir wissen haben wir in Österreich eine der höchsten Schalenbilddichten in ganz Europa was natürlich für den Wald ein Riesenproblem ist.
00:44:03: und da könnte der Wolf eine große große Hilfe sein.
00:44:06: Und man muss ihm halt auch immer wieder sagen, wenn diese Zahl dann eines Tages erreicht ist.
00:44:10: Dann wird das ja nicht endlos so weitergehen.
00:44:13: Dann ist ja auch kein Platz mehr für mehr Rudel.
00:44:14: Das begreifen viele nicht oder wollen es nicht begreifen?
00:44:18: Es gibt eine bestimmte Anzahl an Territorien und wenn die gesättigt sind...
00:44:22: Da
00:44:23: passt da nicht mehr rein!
00:44:24: Ja,
00:44:24: das sieht man mittlerweile ganz schön im Nordosten Deutschlands wo die Populationen mittlerweile tatsächlich gesettigt sind und da ist auch die Reproduktion unter Anstieg Mittlerweile ganz, ganz gering.
00:44:37: Das ist ja auch ein Wert der immer wieder verwendet wird die Wachstumsrate der Population von mehr als dreißig Prozent in der Besiedlungsphase.
00:44:47: Aber so gut die Gebiete, die geeigneten Habitate besetzt sind dann geht diese Zahl massiv zurück.
00:44:53: Wir haben diese Zahl ja nicht mal mehr in Hessen oder in anderen Bundesländern in NRW wo es kaum noch will vergibt.
00:44:59: Auch da haben wir diese Dreißig-Prozent gar nicht mehr.
00:45:02: Da greift der Mensch schon längst ein.
00:45:04: Ja, mir auch da weniger auf illegale Weise.
00:45:07: Genau so sieht das leider
00:45:08: aus.
00:45:08: Es kommt ja noch untopp
00:45:11: und top.
00:45:11: genau die menschliche Bejagung Die illegale bejagungen kommt noch un top zu all dem was wir jetzt hier und heute besprochen haben.
00:45:20: Ach Geralt!
00:45:21: Das sind harte Zeiten ihr habt aber allen dickes Fell oder?
00:45:24: Wir haben doch gerade erst angefangen.
00:45:27: Dann wünsche ich euch weiterhin viel Erfolg Und wir bleiben im Austausch und hören uns, wenn die Zeit reif ist wieder.
00:45:35: Ich mag gerne.
00:45:36: Mit hoffentlich dann endlich mal guten
00:45:37: Nachrichten!
00:45:39: Ja so hoffe ich auch.
00:45:42: Bis ganz bald lieber Geralt.
00:45:43: Ebenso
00:45:44: danke dir.
00:45:44: Ciao ciao.
00:45:45: Tschüss.
00:45:48: Das
00:45:49: war der Wolfspotcast
00:45:50: für heute.
00:45:51: Danke fürs Zuhören.
00:45:52: Für Fragen
00:45:53: oder Anmerkungen schickt uns eine Mail an infoatderwolfspotcas.de.
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