85: Der NABU und der Wolf

Shownotes

Die Debatte um den Wolf erreicht aktuell ihren Höhepunkt: Das Gesetzesvorhaben zum Wolf im Jagdrecht wird von der Bundesregierung unter Hochdruck voran getrieben. Und genau da meldet sich NABU-Verbandspräsident Jörg-Andreas Krüger im Wolfspodcast zu Wort. Für Sabine ein hochbedeutsamer Moment und endlich die Gelegenheit, ihm wichtige, längst überfällige Fragen zu stellen. Lange wurde Deutschlands größtem Naturschutzverband vorgeworfen, sich aus dem Konflikt um die Wölfe herauszuziehen. Was ist dran an dem Vorwurf? In dieser Folge spricht Krüger über Verantwortung, Haltung und die Zukunft des Artenschutzes. Dabei geht es um die Anfänge des NABU-Wolfsengagements und das für viele völlig unverständliche Ende des Wolfsbotschafter-Programms. Inwieweit hat der Jäger Jörg-Andreas Krüger einen persönlichen Interessenskonflikt? Und welche Strategie hat der NABU gegen die massiven Desinformationskampagnen der Jagd- und Lobby-Verbände? Inwieweit bereitet sich der NABU auf die womöglich dramatischen Auswirkungen des Bundesjagdgesetzes vor? Die Kernfrage bleibt jedoch: Wie viel Haltung braucht der Naturschutz gerade jetzt in Zeiten, wo die NGOs durch die Politik unter massiv Druck gesetzt werden? Ein offenes und sehr aufschlussreiches Gespräch mit klaren Antworten und einem Versprechen.

Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald

Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.).

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Redaktion: Sabine Sebald

Technik und Produktion: Thomas Ganswindt

Cover-Design und Foto: Matthias Kays

Sprecher: Steffen Schambach

Hier kommt ihr direkt zum NABU:

https://www.nabu.de/

NABU-Pressemitteilung: Wolfsdebatte – Position von Jörg-Andreas Krüger zu Lösungen (2023):

https://www.nabu.de/news/2023/09/33893.html

Infos zu Wolfsbotschafter*innen (Ende 2023 wurde das Programm eingestellt):

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/nabu-aktivitaeten/index.html

Bitte unterschreibt und teilt diese beiden Petitionen:

https://www.change.org/p/w%C3%B6lfe-geh%C3%B6ren-nicht-in-das-jagdrecht

https://weact.campact.de/petitions/herdenschutz-statt-wolfsjagd-stoppt-die-novelle-des-bundesjagdgesetzes?share=bde71219-a223-43bd-bc90-01adb6957871&source=mailto_link&utm_medium=recommendation&utm_source=mailto_link

Offizielle Quellen zum Bundesjagdgesetz:

Bundesregierung: Kabinett beschließt Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz (Dez. 2025) – Details zum Gesetzesvorhaben:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kabinett-wolf-bundesjagdgesetz-2399894

Bundestag: Wölfe sollen künftig bejagt werden können (Jan. 2026) – Aktuelle Beratung des Entwurfs:

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw03-de-bundesjagdgesetz-1134372

Weitere Hintergründe:

Bundesumweltministerium: Wolf im Bundesjagdgesetz – Paket zum Weideschutz (Nov. 2025):

https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/wolf-im-bundesjagdgesetz-umfassendes-paket-zum-schutz-von-weidetieren

BfN-Schriften Herdenschutz:

https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-692-herdenschutz-am-steilhang-der-praxis

https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/herdenschutz-am-deich-und-steilhang-der-praxis

Kommentare (2)

Udo Zimmermann

Na, da bin ich ja sehr gespannt, ob der NABU als Bundesverband da mit Klagen vor Gerichten aktiv wird, oder es den Landesverbänden weiterhin überlässt, so wie er sich über diesbzgl Passivität in letzter Zeit "herausgeredet" hat. Wir werden ihn an sein Versprechen erinnern. Auch seine Begründung zum Ende des Wolfsbotschafter - Programms und Abspecken von "Willkommen Wolf" ist für mich nicht nachvollziehbar und unverändert ein schwerer Fehler. Trotzdem Hut Ab, dass er sich dem Gespräch gestellt hat und weiter stellen will....das gibt etwas Hoffnung, aber nicht dahingehend dass die Übernahme ins Jagdrecht oder die fatale Änderung des Bundesnaturschutzgesetz noch aufzuhalten ist. Es gibt, mein Eindruck, zu wenige Parlamentarier in der SPD, die das kritisch sehen und in Frage stellen. Und leider sind auch einige Pro Wolf eingestellte in der SPD, die sich in der letzten Legislaturperiode noch positiv in Reden und Ausschüssen für den Wolf einsetzten, gar nicht mehr in der Fraktion. Und leider ist Hr Krüger auf die vorsätzliche Lügerei und Trickserei beim Herbeizaubern des günstigen Erhaltungszustands, worauf Du, Sabine, ihn ja auch angesprochen hast, nicht eingegangen....schade. Diese Lüge und Trickserei nagt an mir. Weil es zu wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist. Aber wie das ändern? Welche Medien würden das bringen? Politmagazine wie Monitor, Panorama, Reschke..... mich erinnert das an ein Gutachten über die Braunkohle im Tagebau Garzweiler, bei mir in der Nähe, und der Frage ob diese Kohlevorkommen gebraucht werden und 5 Dörfer dafür verschwinden müssten. Das Gutachten sagte Nein....und das Gutachten verschwand inAltmeiers Schubladen. ......mich nervt diese Trickserei

Martin Höffelmann

Hallo, der Jäger und sein Latein. Typische Grünrock-Ideologie. "Um Bodenbrüter zu schützen müssen Prädatoren gemanagt werden." Jedes Jahr werden 450 000 Füchse, 240 000 Waschbären, 60 000 Marder, 85 000 Dachse und 28 000 Marderhunde getötet. (Jagdstrecke DJV) Ohne Sinn und Zweck, vielleicht aus Spaß oder wegen der Trophäe. Wissenschaftlich und Wildtierökologisch längst widerlegt. Der wahre Grund: Es muss in allen Revieren immer genügend und leicht erlegbare Beute geben. Da stören Prädatoren natürlich und schmälern den Jagderfolg. Frage: Sind die Bodenbrüter in Luxemburg oder Genf jetzt ausgestorben? Hier ein Link zu jagdfreien Zonen/Gebieten. https://profuchsdeutschland.de/Infos/Interessantes/Fuchsjagdfreie-Gebiete-in-Europa/

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