87: Der Hornisgrinde-Wolf, Teil 2

Shownotes

Seit unserer letzten Folge ist klar: Der Hornisgrinde-Wolf bewegt mehr als nur die Schlagzeilen im Nordschwarzwald. Er sorgt für politischen und juristischen Streit, und er wirft viele Fragen auf, die weit über ihn selbst hinausgehen. Vor allem aber macht er sichtbar, wie eng Mensch und Wildnis inzwischen wieder aufeinandertreffen, ohne wirklich darauf vorbereitet worden zu sein. Max von der Taskforce: Artenschutz ist in den Schwarzwald gereist, um den Menschen vor Ort zu begegnen. Bewusst eher unter dem Radar, denn das Thema Wolf ist sensibel, emotional und aufgeheizt. Soviel steht aber schonmal fest: Dieser Einsatz war alles andere als oberflächlich. Max hat mit Menschen gesprochen, die mit ihren Hunden täglich in dem Gebiet vom Hornisgrinde-Wolf unterwegs sind. Mit Menschen, die diesem Wolf immer wieder begegnen, und mit solchen, die ihn noch nie gesehen haben, aber trotzdem eine klare Meinung haben. Und er hat Menschen kennengelernt, die ihn tief beeindrucken. Eine von ihnen ist Alex. Sie lebt am Rande des Territoriums und ist fest entschlossen, den Wolf nicht aufzugeben. In einem selbst recherchierten und zusammengestellten Strategiepapier hat sie konkrete Lösungsvorschläge gebündelt und an das Umweltministerium weitergeleitet. "Dieser Wolf hat eine Chance verdient und könnte Signalwirkung für das ganze Land haben", glaubt Alex und richtet einen leidenschaftlichen Appell an die verantwortlichen Politiker. Denn noch bleibt etwas Zeit: Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat einen so genannten Hängebeschluss erlassen. Demnach darf der Hornisgrinde-Wolf vorläufig bis zur Entscheidung des Gerichts, längstens bis zum 16.2.26 nicht abgeschossen werden. Eine Wolfspodcast-Folge voller unbequemer Fragen, bewegender Eindrücke und ganz viel Hoffnung.

Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald

Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.).

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Redaktion: Sabine Sebald

Technik und Produktion: Thomas Ganswindt

Cover-Design und Foto: Matthias Kays

Sprecher: Steffen Schambach

VGH zum Hornisgrinde-Wolf: Vorläufig kein Abschuss:

https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-vgh-zum-hornisgrinde-wolf-vorlaeufig-kein-abschuss-100.html

Wolfsabschuss erlaubt - Warum der Streit trotzdem weitergeht, Stand 5.2.26:

https://www.zeit.de/news/2026-02/05/gericht-wolf-im-nordschwarzwald-darf-geschossen-werden

8.3.24: Neuer sesshafter Wolf im Nordschwarzwald:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/neuer-sesshafter-wolf-im-nordschwarzwald-1

SWR-Bericht vom 29.1.26: „Hornisgrinde-Wolf soll abgeschossen werden“: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/wolf-von-hornisgrinde-soll-abgeschossen-werden-100.html

"Hornisgrinde Wolf“ - Zwischenentscheidung: Wolf darf vorerst nicht abgeschossen werden

https://verwaltungsgerichtshof-baden-wuerttemberg.justiz-bw.de/pb/,Lde/26262543

Hier das pdf zur Nina-Studie:

https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Deutschland/Studie-Angriffe-Woelfe-Menschen-2002-2020.pdf

Kommentare (1)

Udo Zimmermann

Der Wolf im Schwarzwald.....mir macht er schlaflose Nächte. Entnahme ja oder nein. Ich bin hin und her gerissen, verstehe beide Argumente, dagegen wie von der NI oder dem FfW, oder dafür wie von GzSdW oder sehr plausibel auch von Dietmar Birkhahn dargestellt. Ihn nicht zu entnehmen birgt hohes Risiko, wenn etwas passieren sollte, ist der Shitstorm riesig und drängt alle Wolfsbefürworter in die Ecke. Aber ihn entnehmen macht mir auch extreme Bauchschmerzen, man kann ihn nicht mit Kurti vergleichen, auch nicht mit Bram, weil er da doch um vieles noch harmloser ist. Und ich bin da ganz bei Alex, wenn dieser Wolf entnommen wird, dann gehen wir den Weg der Schweiz und Österreich, wo Wölfe in 200 Meter Entfernung eines Hauses als Risiko eingeschätzt und entnommen werden. Jeder Sichtung folgt dann künftig der Entnahmebeschluss. Und warum? Weil wir uns nicht beherrschen können und die Natur nicht mehr verstehen (wollen) .das zeigen die Schilderung von euch, wo Hundehalter ihre Hunde regelrecht zum Wolf bringen, der Fotoirrsinn ( womit ich die Lage im Schwarzwald nicht beurteilen kann, aber bin oft in Holland und erlebe dort wie Leute Robben und Seehunden auf den Leib rücken für Fotos, das Problem sind weniger die mit Fotoapparaten mit Tele als die Horde der Handyfotoknippser, und fas alles trotz guter Warnungen durch Schilder und Infotafeln,prägnanter als die unseren am Eingang in NSG oder gar NP, zuviel Text und unscheinbar) dennoch im Schwarzwald handelt es sich um einen NP. Wie dumm, ignorant, rücksichtslos, egoistisch muss man sein daseinen Hund frei laufen zu lassen. Ich erinnere an ein Walross, dass letztes Jahr in Norwegen erschossen wurde weil es sich in Hafen auf Yachten bequem machte und hunderte von Handyfotoknippsern ihm auf die Pelle rückten. Es wurde erschossen zum Schutz vor den Menschen....das muss man sich auf der Zunge 😝 zergehen lassen. Und dahin geht es beim Wolf und allen andrren auch. Wir breiten uns ungestraft aus und andere müssen büssen. Das muss aufhören. Liebe Grüße an Alex, bin da ganz auf ihrer Seite.......ja und seit heute ist es amtlich. Der Wolf im Nordschwarzwald darf endgültig entnommen werden. Im Nationalpark. Für mich skandalös und passt zur politischen Lage in BW und auf Bundesebene. Da erfolgt nächste Woche eine Anhörung im Ausschuss zum Wolf....wer da auftritt zeigt wo wir uns hinbewegen mit dieser Regierung....gute Nacht

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