96: Der Wolf – und das Ende der Hobbyjagd?

Shownotes

In dieser Folge vom Wolfspodcast trifft Sabine auf Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer – Tierarzt, Tierethiker und eine der prägenden Stimmen im deutschsprachigen Diskurs über Jagd, Ethik und Wissenschaft. Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine grundlegende Verschiebung: Mit der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz steht ein weiterhin streng geschütztes Tier plötzlich im Kontext jagdrechtlicher Zuständigkeiten. Begriffe wie „Bestandsmanagement“ oder „Hobbyjagd“ prägen seither verstärkt die politische und gesellschaftliche Debatte. Rudolf Winkelmayer stellt die Hobbyjagd als solche grundsätzlich infrage: Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und eines wachsenden Stellenwerts des Tierschutzes hält er es für durchaus möglich, dass die Hobbyjagd in den kommenden 10 bis 20 Jahren – ähnlich wie im Kanton Genf – weitgehend abgeschafft wird. Zugleich ordnet er die häufig behauptete Rolle der Jagd kritisch ein: Die Jagd reguliert Wildbestände nicht im ökologischen Sinne, und für viele Arten besteht aus wissenschaftlicher Sicht keine Notwendigkeit jagdlicher Regulierung. Stattdessen plädiert der ehemalige Jäger für eine, wie er sie nennt, „Ultima-Ratio-Jagd“ sowie für ein umfassendes Biodiversitätsmanagement. Im Zentrum steht dabei immer wieder der Wolf als hochsozialer Beutegreifer. Welche Folgen hat seine Bejagung für Rudelstrukturen, Ökosysteme und Konfliktdynamiken? Und was lässt sich wissenschaftlich belastbar sagen – jenseits von Annahmen, Narrativen und Mythen? Die Folge beleuchtet diese Fragen faktenbasiert und vielschichtig. Sie verbindet ökologische Erkenntnisse und ethische Überlegungen – und öffnet den Raum für eine grundlegende gesellschaftliche Perspektive: Die Natur und die in ihr lebenden Tiere gehören uns allen. Daraus ergibt sich ein legitimes Mitspracherecht der Gesellschaft im Umgang mit Wildtieren – gerade bei so kontroversen Themen wie der Jagd.

Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald

Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.).

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Redaktion: Sabine Sebald

Technik und Produktion: Thomas Ganswindt

Cover-Design und Foto: Matthias Kays

Sprecher: Steffen Schambach

Ein Interview von Tierschutz Austria mit Prof. Rudolf Winkelmayer: Tierschutz bei der Jagd?:

https://www.tierschutz-austria.at/interview-mit-tierethiker-prof-winkelmayer-tierschutz-bei-der-jagd/

Der Link zum Buch "Beitrag zur Jagdethik" von Rudolf Winkelmayer:

https://www.buch24.de/shopdirekt.cgi?id=14925604&p=3&t=&h=&sid=2

EU weite Untersuchung: Ländliche Bevölkerung verlangt strengere Regulierung der Jagd (ausgeführt von Savanta im November 2023, 10.000 Bewohner):

https://www.eurogroupforanimals.org/news/survey-tougher-regulation-hunting-demanded-rural-communities

  1. Berliner Tierschutzforum: Ernährung im Kontext von planetarer Gesundheit mit Dr. Lisa Pörtner:

https://www.youtube.com/watch?v=3wrh98obwU4

(Quelle: Ernährung, Klimawandel und Gesundheit (L. Pörtner, 2023)

In Österreich umfassen die agrarischen Direkt- und Ausgleichszahlungen durchschnittlich 71 % des bäuerlichen Einkommens:

https://www.derstandard.at/story/3000000189659/reden-wir-252ber-subventionen-f252r-die-bauern

Stellungnahme Prof. Josef H. Reichholf vor dem VfGH:

https://www.zwangsbejagung-ade.de/oesterreich/niederoesterreich/stellungnahme-prof-reichholf-vor-dem-vfgh.html

Prof. Dr. Reichholf: Jägerlatein und Wildbiologie:

https://www.zwangsbejagung-ade.de/argumentegegendiejagd/jagd-reguliert-nicht/

Warum Jagd? Folgen des Jagens für Menschen, Tiere, Pflanzen und Landschaften von Prof. Dr. Josef H. Reichholf:

https://tierethik.net/data/2013-02/TE20132_Reichholf.pdf

Hier sind Links zum jagdfreien Naturschutzgebiet bzw. Nationalpark Gran Paradiso:

https://www.pngp.it/de/wir-%C3%BCber-uns

https://www.lovevda.it/de/datenbank/8/parks-und-naturschutzgebiete/cogne/nationalpark-des-gran-paradiso/857

Transkript anzeigen

00:00:00: Die ganze Wolfs-Diskussion ist leider so schief gelaufen, so verpolitisiert und so missbraucht auch von verschiedenen Gruppen dass es schwer wird wieder auf ein vernünftiges Maß zu kommen.

00:00:14: Ich bin auch überzeugt das in einigen Jahren die Einsicht durchdringen wird was das falsch war.

00:00:19: im Augenblick scheint der Zug abgefahren zu sein aber ich bin überzeugt dass schon in ein paar Jahren erkannt wird.

00:00:29: Der Wolfspodcast.

00:00:31: Die Stimme unserer wilden Wölfe von und mit Sabine Sehwald.

00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe vom Wolfs-Podcast, ich freue mich, dass ihr dabei seid!

00:00:43: Mit der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz hat sich der Rahmen verschoben.

00:00:47: Plötzlich steht ein Tier das immer noch streng geschützt ist im Kontext von Jagdrecht und einer möglichen Regulierung.

00:00:54: Doch was bedeutet das konkret?

00:00:56: Und mal ganz allgemein gefragt... Welche Ziele verfolgt Jagd heute tatsächlich und wo kollidieren Tradition, Nutzung und Naturschutz?

00:01:05: In dieser Folge wollen wir genau hier ansetzen.

00:01:08: Differenziert, Fakten basiert – und ohne einfache Antworten!

00:01:13: Wir sprechen über ökologische Zusammenhänge, über rechtliche Rahmenbedingungen und über die Verantwortung, die mit Eingriff in Wildtierpopulationen einhergeht.

00:01:22: Mein Gast ist Prof.

00:01:24: Dr.

00:01:24: Rudolf Winkelmeier, die meisten von euch kennen ihn – erst Tierarzt, Tieretiker und eine der profiliertesten Stimmen im deutschsprachigen Raum wenn es um die Schnittstelle von Jagd-, Ethik- und Wissenschaft geht.

00:01:37: Gemeinsam schauen wir auf das was belegt ist, was oft behauptet wird und wo Mythen beginnen, die einer sachlichen Diskussion im Wege stehen!

00:01:46: Ich freue mich dass du da bist.

00:01:47: herzlich willkommen Rudolf Winkelmeyer.

00:01:50: Ja, guten Tag.

00:01:51: Ich freue mich auch sehr, dass wir über das Thema Jagd im weitesten Sinne heute sprechen können.

00:01:57: Denn ich halte dieses Thema nicht nur für spannend sondern auch für sehr wichtig.

00:02:02: und schließlich geht die Jagd uns alle etwas an.

00:02:05: Man würde es vor eine Wechsel nicht glauben aber dadurch oder aufgrund des Umsterndes, dass die Wildtiere ja ein sogenanntes Res Nullius sind also eine Sache, die uns allen gehören oder niemand gehört, solange sie leben und so lange sie im Land herumziehen hat auch die Zivilbevölkerung sozusagen berechtigtes Interesse was mit diesen Tieren passiert.

00:02:30: Und ich finde es nicht gut, wenn man die Deutungshoheit über die Wildtiere rein der Jägerschaft übernasst diesen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung.

00:02:40: Sondern das ist schon wichtig dass wir alle da mitreden.

00:02:43: sie gehören lässt uns allen und um für etwas Aufklärungen zu sorgen und den Menschen einfach so ein paar Dinge an die Hand zu geben damit Sie selber entscheiden können wie sie zur Jagd stehen.

00:02:54: und zur Bejagung der Wölfe sprechen wir heute im Podcast ausführlich darüber.

00:02:59: Lass uns mal beginnen mit deinem persönlichen Bezug zur Jagd.

00:03:03: Was ist deine persönliche Verbindung zu Jagd?

00:03:06: Ja, ich bin am Land aufgewachsen und mein Vater war Hobbyjäger.

00:03:10: Ich bin als Kind sehr gerne mit ihm zur Jagg gegangen.

00:03:13: Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater.

00:03:16: Das war allerdings, muss man sagen wie ich ein Kind war, erschreckend lange her in den neunzehnsechzigern Jahren.

00:03:23: Und da war die Jagd sicherlich noch etwas anders.

00:03:27: Sie war nämlich zu der Zeit, das ist ja verlängerte Nachkriegszeit.

00:03:31: Schauen noch eine wichtige Nahrungsressource, ein Erwerb von wertvollen Nahrungsmitteln, sprich Wildbrett oder Trophenkulturen.

00:03:40: und verschiedene Imponier-Sachen, die heute bei der Jagdgangsgang umgegeben sind.

00:03:46: Das war damals noch überhaupt nicht in Diskussion.

00:03:50: Ich möchte das nicht beschönigen aber die Jagd hatte einfach einen anderen Zugang da.

00:03:55: Und mir hat das gefallen!

00:03:57: Ich habe dann Veterinärmedizin studiert in Wien und bin nach dem Studium relativ rasch Amtsdienst geworden und praktischer Tierarzt.

00:04:08: Das heißt, als Amtsdienst habe ich dann die Tierste am Schlachthof kontrolliert um ihre Tätigkeit.

00:04:14: Gesetzeskonform ausüben.

00:04:16: Ich hab da sehr viel leider mit dem Tod von Schlachttieren zu tun gehabt was mich immer sehr berührt hat.

00:04:23: Ich habe als Kleintierpraktiker, als Fachdienst für Kleintiere, also für Runde und Katzen die traurige Aufgabe gehabt Tiere auch zu alternasieren in Situationen wo keine Besserung mehr zu erwarten war bzw.

00:04:40: wo das Leben, das restliche Leben nur mehr Leid darstellen würde.

00:04:45: dann ist die Euthanasie natürlich angebracht.

00:04:48: sie ist dennoch bei allen Vernunftgründen, die man ins Treffen führt.

00:04:52: Eine große emotionale Belastung und dann bin ich hobbyweise auch noch jagen gegangen.

00:04:58: das heißt ich habe den Tod von drei Seiten gesehen am Schlachthof in der Kleintierpraxis in der Ordination im Form der Euthanasie und beider Jagd.

00:05:08: Das hat mich irgendwann dazu bewogen, darüber nachzudenken, vermehrt nachzudenken, strukturiert nachzudehnen.

00:05:16: Wie viel Tod ist akzeptabel?

00:05:18: Darf man soviel

00:05:20: töten?".

00:05:22: Ich habe dann die Antwort in der Philosophie gesucht, in der Tierethik und ... Ich bin letzten Endes dort nicht wirklich in dem Maße fündig geworden, was allerdings die Bereicherung mit dieser Beschäftigung war.

00:05:36: Dass ich mit der Tierrechtsbewegung oder mit der Philosophie der Tierrechtbewegungen in Kontakt gekommen bin und das hat mich wirklich sehr beeindruckt weil die Tier-Rechtsargumente wesentlich schlüssiger sind als

00:05:50: Tierschutzargumenten.".

00:05:52: Also du meinst die Tier rechts Argumente auch übertragbar auf den Jagd?

00:05:56: Selbstverständlich übertragbar auf die Jagd, auf alle Formen der Tötung.

00:06:01: Wenn ich das kurz erläutern darf was mich da so bewogen hat und was mich so sicher macht in meiner persönlichen Auffassung es ist das dass Tierschutz im Wesentlichen sich ja bemüht dass es den Tieren solange sie leben gut geht Dass sie möglichst wenig leiden Was natürlich realistisch betrachtet überall dort wo's kommerzielle Tierhaltung nicht erfüllt ist was das Problem des Tierschutzes für mich dann sehr rasch erkennbar wirklich ist, dass er den Tod akzeptiert.

00:06:33: Es gibt also immer bei jeder Form der Tierhaltung der landwirtschaftlich genutzten Tiere einen geplanten gewaltsamen frühzeitigen Tod und wenn der schmerzfrei ist, ist er gesellschaftlich akzeptierter.

00:06:49: Das wollte ich in der Form so nicht akzeptieren und nicht so stehen lassen für mich.

00:06:56: Die Antwort in der Tierrechtsbewegung ist natürlich eine andere, die über weite Strecken von der Philosophie hier natürlich gleich mit der Tierschutzbewegungen zu sagen, solange die Tiere leben sollen sie bestmöglich geschützt sein vor Schmerzenleiden, Qualen vor schwerer Angst

00:07:14: usw.,

00:07:15: aber über den Tod müssen wir

00:07:17: reden.".

00:07:18: Das kann nicht sein, weil der Tod ist schließlich eine Beraubung der restlichen Existenz.

00:07:23: Das ist ein frühzeitiges Herausnehmen.

00:07:26: Jean-Tier Wolff aus der Schweiz hat es auch ursprünglich so genannt, dass das Beraupungsargument ... Weil wir dadurch verhindern oder weil wir das Tier um potenziell zukünftige mögliche Erlebnisse bringen?

00:07:41: Das war für mich sehr, sehr schlüssig!

00:07:43: Ich bin dann sehr rasch zu der Auffassung gekommen Wenn wir durch diese Welt gehen, kommt keiner mit einer weißen Weste hinaus.

00:07:53: Wir haben alle unsere Probleme.

00:07:55: ein total schlüssiges Leben frei von jedem Leid, vor jeder Leid zur Verfügung wird es nicht geben.

00:08:05: Diese Chance haben wir nicht aber unsere Bemühungen sollte zumindest sein für so wenig Leid und für so wenige Tod als möglich verantwortlich zu sein.

00:08:16: Das war für mich wirklich konsistent und schlüssig.

00:08:19: Und da habe ich dann beschlossen, die Jagd aufzugeben.

00:08:22: Ich habe viel gejagt aber das hat sich mit diesen Überlegungen erübrigt und seither sehe ich die Jagde extrem kritisch.

00:08:31: Okay wenn wir beim Thema Jagd sind, dann kommen wir ganz schnell zu dem was die meisten Menschen unter Jagd verstehen Und das ist ja für gemeinhin die sogenannte Hobbyjagd, die taucht in der aktuellen Debatte immer wieder auf.

00:08:46: Ist das aus deiner Sicht eine sachliche Beschreibung oder fast schon ein politisch-aufgeladener Begriff?

00:08:52: Hintergrund – es gibt vierhundertsebzigtausend Jagdschein-Inhabende in Deutschland also potenzielle Hobbyjäger!

00:08:58: Ist das einen politisch abgenutzer Begriff oder ist das eine realistische Beschreibungs-Hobbyjagt?

00:09:05: Lass mich vielleicht da an diesem Punkt ein bisschen weiter ausholen.

00:09:08: Wenn wir für Jagd reden, dann heißt das in Deutschland und Österreich als ein Mittel-Europa eine Jagd nach dem Revierjagdsystem.

00:09:17: Da sollten vielleicht mal andiskutieren dass das nicht die einzige mögliche Form der Jagd ist weil viele Probleme der Jagdt wie ich sieorte kommen aus diesen RevierJagd System.

00:09:28: Das heisst bei uns Deutschland, in Österreich und verschiedenen anderen europäischen Ländern ist der Jagd an Grund- und Boden gebunden.

00:09:36: Die Tiere, die Jagdbandiere sind Resnullius auch die anderen Wildtiere sind Resnelius wie ich schon erwähnt.

00:09:43: sie gehören niemand respektive uns allen bis man durch legale Jagd sich angeeignet haben hat.

00:09:52: ein Jäger der in einem Revierjagd, wo er die Berechtigung hat und der gesetzeskonformen Jagd, also Jagdzeiten- und Schonzeiteneinhält kann sich dann durch das Erleben oder durch das Fangen dieser Tiere rechtmäßig anordnen.

00:10:10: Solange er das nicht macht, solange er im Hochstand sitzt und sie nie beobachtet, gehören Sie – nicht ihm!

00:10:17: Gehören Sie uns allen.

00:10:18: Dieses Revierjaktsystem bei uns bedingt und es steht auch in den Jagdgesetzen drinnen oder verlangt von diesen Jägern eine Hege.

00:10:28: Das heißt, er betreut sein Revier eigentlich wie eine Schafherde, wie einen landwirtschaftlichen Betrieb versucht maximalen Nutzen daraus zu holen.

00:10:38: Füttert sie vielleicht, legt Wildesungsflächen an um viel schießen zu können?

00:10:43: Das ist durchaus legal, aber das ist das Revierjagdsystem.

00:10:48: Er investiert auf viel und hat Hochstände, Fütterungseinrichtungen usw.

00:10:54: Weite Teile dieser Welt haben allerdings ein Lizenzjagdsystem – ganz klassisch zum Beispiel Kanada oder Alaska oder andere Teile Amerikas.

00:11:03: Das heißt, dort ist der gleiche Status.

00:11:06: Die Wildtiere gehören allem.

00:11:07: die Jagd ist nicht an Grund und Boden gebunden sondern es gibt auch eine Naturschutzbehörde, Wildhüter, die versuchen sozusagen sich einen Überblick über die Wildtierpopulationen zu halten.

00:11:23: Evidenz passiert das Ganze und in einer relativ kurzen Zeit werden dann Lizenzen, Abschlusslizensen für Elche verschiedene Tiere für Barbitis und so weiter freigegeben.

00:11:38: Der Jäger betreibt dort keine Hege, er hat kein Interesse sie zu füttern, er baut keinen Hochstand weil das könnte jeder andere genauso nutzen.

00:11:48: es gibt wesentlich weniger Diskussionen Differenzen Es gibt geringere Wildstände weniger sogenannten Wildschaden, weil diese Überhege des Interesses einer ÜberheGE wegfällt.

00:12:03: Davon hätte er ja nichts, weil sein Nachbar oder auch sonst jeder Staatsbürger sich für die Elchjagd zum Beispiel eine Lizenz kaufen kann und wer den entsprechenden Elch zuerst begegnet der hatte die Chance ihn zu erleben.

00:12:22: Also wir müssen mal sagen, das ist jetzt nicht Gott gegeben dieses Revierjagdsystem.

00:12:28: Das ist ein System, der jagt, dass aus meiner Sicht aber auch ein relativ schlechtes System der Jagd ist.

00:12:35: wenn wir schon von Jagd reden und von regulieren reden was diese Revier-Jagd oder dieses Revierserjagdsystem ohnehin in den meisten Fällen nicht leisten kann.

00:12:46: Die Zivilbevölkerung, die Leute nennen die Jagd vielfach Obel-Jagd oder Freizeitjagd.

00:12:53: Natürlich ist das ein politischer Begriff den Mögen, die Jäger selbst ja gar nicht.

00:12:58: Sie wollen sich als Naturschützer bezeichnen und systemrelevant.

00:13:03: Die wollen Jagd als Aufgabe, als Berufung und nicht das Hobby.

00:13:09: Das wollen sie nicht!

00:13:10: Das passt mit ihren Image nicht zusammen oder passt nicht mit ihrer Lobbyarbeit zusammen.

00:13:17: Tatsächlich ist es aber so dass die Jagd bei uns ein teures Hobby ist – ein sehr teures Hobbys sogar.

00:13:23: Man zeigt ja dafür, dass man Tiere töten darf.

00:13:26: Dazu kommt noch die Ausrüstung und so weiter.

00:13:29: Das Wesentliche ist der Jagdpacht, dass also für die Flächen auf denen es ein Jagdrecht gibt, der Grundbesitzer dieses Jagdtrechts selber ausüben kann oder jemand um gutes Geld weitergeben kann.

00:13:43: Und so gesehen ist das natürlich eine Hobbyjagd, für die man zahlt.

00:13:49: In Deutschland ist das so, dass etwa Nullkommar vier Prozent der Bevölkerung Jäger sind.

00:13:55: Das ist also ein verschwinden kleiner Teil.

00:13:57: Das sind Vierhunderts-Siebzigtausendjäger über einen Daumen.

00:14:00: nur etwa Tausend davon sind Berufsjäger und da muss man schon sehr genau unterscheiden.

00:14:06: Die Berufsjägers sind meistens qualifizierter, die machen teilweise wichtige oder überwiegend wichtige Tätigkeiten, Ökosystemdienstleistungen.

00:14:17: Darum glaube ich schon, dass man sehr genau unterscheiden muss zwischen Opi- und Freizeitjägern und Berufsjäger.

00:14:23: In Österreich ist die Situation etwas anders.

00:14:25: Wir haben mehr Jäger in Summe etwa einen Prozent der Bevölkerung, also rund hundertfünfunddreißig Tausend Jägers in Österreich.

00:14:35: Die Zeit stimmt insofern nicht ganz weil man in Österreich pro Bundesland eine sogenannte Jagdkarte braucht.

00:14:45: Das gilt nicht für das ganze Bundesgebiet und Leute, zum Beispiel so wie ich die an einer Bundesländergrenze wohne, ich hatte früher auch immer eine Jagdkarte.

00:14:54: Für Niederösterreich und fürs Burgenland.

00:14:57: Und wenn ich dann vielleicht noch eingeladen war in Kärnten habe ich ja auch noch für Kärntenejagdkartige gelöst.

00:15:02: Das heißt, da zähle ich schon für drei Jäger.

00:15:06: Daher stimmt die Zahl hundertfünfunddreißig ist hochgegriffen.

00:15:10: Das heißt, wir reden von etwas über ein Prozent der Bevölkerung vom Obligäger.

00:15:16: Und in Österreich haben wir etwa fünfhundert Berufsjäger.

00:15:20: Also rund Nullkommar vier Prozent der Jäger.

00:15:23: in Deutschland sind es Null-Kommer zwei Prozent derJäger sind Berufsjäger und das ist eine andere Kategorie.

00:15:29: die würden wir egal bei welcher Reform auch immer die werden wir immer brauchen weil wir ein gewisses Biodiversitätsmanagement, Populations-Management sicherlich zumindest mittelfristig brauchen.

00:15:46: Man hat bisweilen das Gefühl dass die Jagdverbände starke Lobbyverbände sind, die großen Einfluss haben?

00:15:54: Das stimmt so!

00:15:55: Das ist auch bei uns in Österreich so und es ergibt sich eben aus dem Revierjagdsystem.

00:16:00: Es wäre wenn wir schon über Jagdtreten natürlich ein Lizenzjagdsystem sofort wesentlich günstiger.

00:16:08: Weil natürlich im Revierjagdsystem unterwerden, die Grundbesitzer natürlich sofort aufschreien und das wird.

00:16:14: in der derzeitigen politischen Situation ist es völlig unmöglich oder illusorisch dass man sozusagen so vernünftig wäre das Reviers Jagdsystem in ein Lizenzjagdsystem zu ändern weil es ja einen Eingriff im Besitzrechte darstellt oder zumindest würden die das so darstellen.

00:16:33: Und weil eben in unserem Revierjagdsystem die Jagd an Grund- und Kotboden gebunden ist, haben Großgrundbesitzer, die per se wohlhaben sind oder einen gewissen Reichtum haben.

00:16:50: Das sagen, das hat sich so aus diesem Revierjagdsystem ergeben.

00:16:55: Und daher sind die Reichsten der Gesellschaft den größten Grundbesitzer natürlich die, die die Jagdtiktieren.

00:17:02: Das ergibt sich aus dem System und natürlich haben sie überproportional viel Einfluss auf das politische Geschehen.

00:17:10: Sie sind auch geschichte Lobbyisten – das ist legal, das darf man in unserer Gesellschaft Das darf man in einer liberalen Demokratie.

00:17:18: Aber unsere Aufgabe ist es, glaube ich schon der Zivilbevölkerung den Menschen irgendwie diese Zusammenhänge aufzuzeigen.

00:17:26: warum die Jagd zu unauffernangefochten ihre Vorstellungen durchdrücken kann das ist sie weil sie politisch eine riesige Macht darstellen und weil halt viele prominente Leute im Politik- und Wirtschaft gerne jagen natürlich geschickt sind, ihre Interessen.

00:17:48: in unserer Demokratie entsprechend durchzusetzen.

00:17:52: Lobbismus ist ja nicht verboten, wir sollten nur aufzeigen wie verschiedenes zustande kommt eben durchgeschickten Lobbismus.

00:18:00: und dass das was man so erzählt über Jagd als großer Naturschutz und Umweltschutz, dass alles nicht stimmt oder weitgehend nicht stimmt, es ist Greenwashing weil für mich passt Naturschutz und Töten von Tieren zu Zehntausende und hunderttausenden Jahre überhaupt nicht zusammen.

00:18:22: Wo passt denn das, dass Naturschützer töten?

00:18:26: Das geht ja überhaupt nicht!

00:18:27: Also wir können glaube ich an dieser Stelle schon mal zusammenfassend sagen es ist extrem wichtig, dass wir uns mit dem Thema Jagd in der Gesellschaft offen auseinandersetzen Und ich glaube da kommen gar nicht viel weiter wenn wir mit den Jägern ins Gespräch kommen wollen.

00:18:42: Das bringt glaube ich gar nichts.

00:18:43: Ich glaube dann müssen wir ganz anders ansetzen Das glaube ich auch.

00:18:47: Es gibt natürlich, das muss man schon sagen Jäger ist nicht der jäger.

00:18:52: es gibt sehr vernünftige jägers natürlich und ich unterstelle auch der Jagd nicht, dass sie irgendetwas illegal macht oder ungesetzlich macht.

00:19:01: Sie haben eben günstige Jagdgesetze die ihr tätig sein oder Europa sehr, sehr begünstigen.

00:19:08: Sie ham es wunderbar gerichtet wie sich jede andere Gruppe richten könnte in einer Demokratie.

00:19:14: Sie hams ja auf legalem Wege erreichtes muss natürlich so gesagt werden.

00:19:21: Aber was unsere Aufgabe ist, glaube ich oder auch letzten Endes die Aufgabe des Staates wäre zu sagen Leute kümmert euch darum denn die Zivilbevölkerung hat nicht nur ein berechtigtes Interesse sie hat auch das Recht über diese Wildtiere und den Umgang mit Wildtieren mitzureden weil die Deutungshoheit sollte eigentlich bei der Bevölkerung liegen und daher geht es um Aufklärung.

00:19:50: Die Bevölkerung, das wissen wir ist sehr, sehr Tierschutzaufwählen.

00:19:54: Natürlich gibt's die moralische Schizophrenie oder dass sie jetzt über Tierschutz reden und dem Tierschussverein spenden und dann essen Sie erst Nitzel zum Mittag und denken nicht dran, dass dafür ein einmal Schweinstell sterben musste.

00:20:08: diese kognitive Dissonanz oder Moralische Schizophrenie, die ist bekannt Das ist eine Frage unserer Sozialisierung, das ist schwer zu überwinden.

00:20:17: Aber es nicht unüberwindbar!

00:20:19: Aber wie auch immer... Es hat im Jahr und Jahr zwanzig eine große Umfrage gegeben Eine EU-weite Untersuchung.

00:20:26: Da wurden Zehntausend Bewohner ländlicher Gebiete gefragt Über die Jagd Und da haben siebenundsechzig Prozent davon gesagt, dass ihnen der Schutz der Biodiversität und der Tierschutz wichtiger ist als der Halt Erhalt von Jagdtraditionen.

00:20:44: Sieben von zehn Befragten, also siebzig Prozent, wollen das effektive nicht tödliche und humane Wildtiermanagement-Menthoden eingeführt

00:20:54: werden.".

00:20:56: Die Jagd hat ein gut funktionierendes Lobby-System, aber die Zivilbevölkerung denkt ganz anders und die gehört informiert.

00:21:07: So wie der Jagdlobbyismus bei den Politikern betreiben glaube ich sollten Tierschutz, Naturschutzorganisation einfach Aufklärung bei der Bevölkerung betreiben.

00:21:18: Es gibt einen eindeutigen Trend in Richtung mehr Tierschutz, mehr Verständnis für Tiere.

00:21:25: Das ist natürlich flankiert oder gestützt durch wissenschaftliche Erkenntnisse insbesondere aus der Evolutionsbiologie, Kognitionsbiologie und Verhaltensbiologie die uns heute schlüssig erklären dass alles Leben aus einem Leben kommt das alle Lebewesen nahe miteinander verwandt sind.

00:21:45: einfach hier von Mitlebewesen reden, die ähnliche Rechte haben.

00:21:51: Denn Tiere haben ganz eindeutig Interessen.

00:21:55: Sie haben ein Interesse zu leben.

00:21:57: Wir reden ja von empfindungsfähigen Tieren im Wesentlichen von den Wirbeltieren zumindest.

00:22:02: Tiere haben Interessen das Interesse zur Leben und das Interess nicht zu leiden.

00:22:07: Und von einem Gerechtigkeitsansatz her der schon auf Aristoteles zurückgeht sind ist gleiches Gleich und ungleiches Ungleich zu behandeln.

00:22:17: Das heißt, das Interesse eines empfindungsfähigen Tieres, des Interesses des Hundes, der Schweine zu leben... ist gleichzuwerten wie das Interesse des Menschen zu leben.

00:22:29: Tiere sind nicht unsere Ressource, wir haben sie dorthin verschoben!

00:22:34: Wir betrachten sie als Ressourse.

00:22:36: Sie sind aber nicht naturgegeben unserer Ressourcen und Tiere haben ein Interesse nicht zu leiden genauso wie Menschen einen Interesse haben.

00:22:45: Noch dazu hat ja Tierschutz auch Verfassungsrang.

00:22:48: es gibt also ein bedeutsames öffentliches Interesse dass diese Dinge alle einfließen bei der Bewertung von.

00:22:57: Es schaut im Augenblick natürlich so aus.

00:22:59: Das ist die politische Konstellation in Amerika, auch in Europa das Tierschutz ein bisschen ins Hintertreffen gelangt auf Umweltschutz und Naturschutz weil einfach aufgrund dieser unangenehmen und verrückten Situation wo man glaubt geglaubt haben dass wird nie wieder passieren.

00:23:17: dieser Überfall Russlands auf die Ukraine, jetzt diese unglückselige Krieg Amerikas gegen den Iran.

00:23:25: Wir kennen alle diese Situationen.

00:23:27: Das heißt natürlich steht Rüstung auf der Tagesordnung.

00:23:32: Natürlich muss die EU berechtigterweise die Frage stellen wie können wir uns selbst verteidigen wenn wir in einen Konflikt hinein gezogen werden?

00:23:41: Das kostet Geld das kostet Aufmerksamkeit.

00:23:44: Diese ganze momentane ökonomische Situation bedeutet auch, dass Europa über die Wettbewerbsfähigkeit nachdenken muss.

00:23:54: Wie können wir weiterhin unseren Wohlstand sichern?

00:23:57: Und diesen beiden großen Themen Verteidigungsfähigkeit und Wett Bewerbsfähigkeit ist im Augenblick alles unterworfen Umweltschutz, Naturschutz der Klimawandel.

00:24:10: Das Artensterben ist ein bisschen in den Hintergrund getreten.

00:24:15: Das sind aber für uns Überlebensfragen.

00:24:18: Aber ich verstehe das natürlich, dass wir im Augenblick andere Sorgen haben.

00:24:22: Das heißt aber nicht, dass in der Bevölkerung nicht weiterhin das Tierschutzverständnis grundsätzlich steigt und dass sie jagt sicherlich in den nächsten zwei, drei Jahrzehnten ganz massiv damit konfrontiert wird ob nicht sozusagen die Mehrheit der Bevölkerung schon für eine Abschaffung der Jagd, da Obe- und Freizeitjagd wie sie derzeit herrscht zur Diskussion steht.

00:24:45: Und die Jagd spürt dass die Jagdt weiß das, dass es ihr sehr sehr rasch an den Kragen gehen kann.

00:24:52: Es braucht sich nur die Weltsituation ein bisschen beruhigen, sozusagen der Zustand unseres Planeten wieder in den Vordergrund rücken Und wieder ganz klar werden, dass mit dieser Ausbeitung die wir im Augenblick betreiben, wie uns unsere eigene Existenzmöglichkeit abgraben und ein Bereich davon ist natürlich diese Jagd.

00:25:12: Diese Diskussion kann sehr schnell umschwenden – das wird auch umschwenken!

00:25:18: Ich könnte mir gut vorstellen... dass die Hobby- und Freizeitjagd in den nächsten zehn, zwanzig Jahren wenn sie nicht wirklich Reformen von sich aus durchführen unter viele unnötige Bereiche verzichtet auf die könnten wir vielleicht später noch eingehen.

00:25:36: einfach ihre Existenzberechtigung verliert.

00:25:38: Ja und wir müssen ganz deutlich sagen, dass diese ganzen Dinge von den Lobbyverbänden, von den Jagdverbändinnen ja vorangetrieben werden und eben halt auch die mangelnde Bereitschaft über die Jagd mal sachlich nachzudenken und sie auch mal streng wissenschaftlich zu betrachten.

00:25:52: Du hast das ja eben zurecht schon gesagt viele Jägerinnen und Jägers haben diesen Wandel im Kopf schon längst vollzogen und sind up to date und sind auch bereit für eine Diskussion über die jagt.

00:26:03: aber das sind die Verbände das merken wir auch immer.

00:26:07: Wenn wir den sachlichen Diskurs suchen mit Verbänden, werden wir als die Ideologin hingestellt und sie meinen, Sie machen dort alles richtig.

00:26:15: Aber lass uns mal jetzt zum Kern der Jagd kommen!

00:26:18: In der öffentlichen Diskussion wird ja häufig der Eindruck vermittelt, Jagd sei ein zentrales Instrument des Wildtiermanagements unverzichtbar?

00:26:27: Wie ordnest du die tatsächliche Rolle der Jagdt wissenschaftlich

00:26:31: ein?".

00:26:31: Wir haben alle Evidenz daraus, dass natürlich weite Teile der Jagd völlig unnötig sind.

00:26:39: Wenn wir von Jagd reden, dann reden wir zum Beispiel über mindestens fünfzig verschiedene Tierarten die jagdbar sind.

00:26:49: Das hängt vor Bundesland zu Bundesland ist das ein bisschen unterschiedlich aber im Wesentlichen ist es gleich.

00:26:55: Wir finden da Wildenden, Wildgänze Haar-Feldhasen Kaninchen, Füchse, Dachse, Marder.

00:27:06: Eine Riesenpalette vom Wildarten!

00:27:10: Teilweise gefährdet wie z.B.

00:27:12: Birkwild, Auerwild und Murmeltiere – das alles fällt unter Jagd!

00:27:17: Und da ist völlig klar, Evidenz passiert völlig klar.

00:27:21: Diese Tierarten muss niemand bejagen.

00:27:25: Das ist reines Hobby.

00:27:26: die regulieren sich völlig selber in der Kulturland auch in der Kulturlandschaft.

00:27:32: Wir dürfen nicht vergessen dass sich über Jahrmillionen alle Populationen selbst reguliert haben.

00:27:38: und dann richten sich natürlich nach Ressourcen.

00:27:43: Es geht um Brutmöglichkeiten, Nahrungsmöglichkeit, Konkurrenzdruck... als ein paar Eckpfeiler der Populationstynamik.

00:27:53: Und wenn der Lebensraum enger wird, wenn das Futterangebot geringer ist, dass Nahrungsangebot geregner ist dann gibt es weniger Nachkommen.

00:28:03: Das regulierende Tiere.

00:28:04: selbst dann werden weniger weibliche Tiere überhaupt schwanger respektive Drechtig.

00:28:11: Beziehungsweise die Jungtiere haben weniger Überlebenschancen.

00:28:15: Das hat immer funktioniert und das funktioniert auch in der Kulturlandschaft für die Allermeisten, die er hat.

00:28:21: Es gibt selbstverständlich auch ein paar Wildtierarten Die vom Klimawandel von wärmer werden Und von dem Futterangebot dass die Kulturlandschaft bietet profitieren.

00:28:35: Da können wir auf jeden Fall einmal nennen das Rehwild.

00:28:38: Das Rehwald ist ein Kulturfolger, es profitiert von den unzähligen Randzonen in den Anbaugebieten.

00:28:46: Es ist sehr anpassungsfähig und findet also unglaublich viel Nahrung in der Kulturlandschaft, viel mehr Nahrungen als das Rehe in einem Urwald finden würde.

00:28:56: In ähnliche Kategorie fällt auch das Rotwild im Wesentlichen und das Schwarzwild, also die Wildschweine.

00:29:04: Diese drei Wildarten auf jeden Fall profitieren sehr in der Kulturlandschaft während andere wie Fasahne, Feldhasen

00:29:14: usw.,

00:29:15: Verlierer in der Kulturlandschaft sind.

00:29:17: Und die müssen allein deswegen, weil sie da schon zahlenmäßig stark zurückgehen überhaupt sofort geschont werden.

00:29:24: kein Mensch braucht die Jagen.

00:29:26: Also einigen wir uns einmal auf das eine Jagd, wie man sie in Zukunft noch irgendwie vorstellen könnte müsste sich darauf beschränken dass diese Tiere bejagen die in der Kulturlandschaft zumindest kurz und mittelfristig im Interessensausgleich mit der Land- und Vorstwirtschaft reguliert werden müssen.

00:29:52: Das sind also im Wesentlichen die drei genannten Arten, Schwarzwild, Rotwild und Rehwild.

00:29:57: Alle anderen Wildtierarten kann irgendwo auch vielleicht noch einmal ein Sicker-Wild, ein Darm-Wilk, die ja an und für sich nicht Autokton sind bei uns oder ein paar andere Tierarten dazukommen aber im Weserlichen wär's das!

00:30:10: Alle anderen genannte Tierarten da könnte man sofort auf den Jagd verzichten weil es wird nur jagen zum Spaß.

00:30:18: Die Jagd der Zukunft müsste natürlich berücksichtigen, was ist das öffentliche Interesse?

00:30:26: Was will die Zivilgesellschaft.

00:30:28: Was brauchen wir in der Essenshaus gleich in der Kulturlandschaft?

00:30:33: und sie müsste sich als... Biodiversitätsmanagement verstehen, die Artenvielfalt unterstützen und so schonend als möglich eingreifen.

00:30:44: Ich nenne das immer Ultima Ratiojagd.

00:30:47: Das heißt dass nur das bejagt wird was unbedingt reguliert oder bejaht werden muss.

00:30:53: Das ist sehr wenig und alles andere lass mal friedlich existieren.

00:30:59: wir machen allerdings Eine begleitende Kontrolle.

00:31:03: Wir überwachen diese Populationen, wir machen ein ordentliches Monitoring weil das muss immer die Basis aller Entscheidungen, muss nicht irgendeine Bestandszahl Schätzung sein sondern ein Monitoring.

00:31:16: wie verhält sich das im Lebensraum?

00:31:18: Wie können wir einen Lebensraum für gefährdete Tierarten begünstigen und so weiter?

00:31:23: also das würden wir brauchen.

00:31:25: es gibt Die Musterbeispiele dafür, seit Jahrzehnten ist die Jagd zum Beispiel im Karton Genf in der Schweiz verbotern.

00:31:34: Das funktioniert prächtig!

00:31:35: Die Leute sind sehr zufrieden.

00:31:38: Es gibt eine gute Beobachtbarkeit von Wildtüren weil wir müssen ja auch sagen als Zivilbevölker die meisten Menschen sehen ja wild ihre Gerne sie wollen es gerne beobachten aber die Jagde erzeugt eine unglaubliche Landschaft der Angst.

00:31:51: die Tiere flüchten auf große Entfernung und letztendlich sind wir der Möglichkeit beraugt Wildtiere aus einer angemessenen Entfernung zu beobachten.

00:32:02: Wir kennen dann... Auf der anderen Seite den Nationalbaageffekt, dort wo die Tiere nicht bejaagt werden, wo sie die Menschen gewohnt sind.

00:32:12: Da können wir eben auf zwanzig, dreißig Meter wunderbar die Tiere fotografieren und so weiter.

00:32:19: Allein da schon wäre großes Interesse.

00:32:21: Ein Beispiel möchte ich auch noch sagen das große Naturschutzgebiet Gran Paradiso gibt es, da wird seit über hundert Jahren überhaupt nicht gejagt und nix eskaliert.

00:32:33: Da gibts Rotwild, Rehwild Gämsen, Füchse, Dachse, Marder... Die ganze Palette an Wildtieren gibt es dort und alle regulieren sich selber wie Kein Biologe würde was anderes erwarten, dass sich diese dem Lebensraum anpassen.

00:32:53: Es gibt ja riesen Diskussionen momentan über die Jagd auf Waschbären und das Gleiche gilt auch für die Füchse.

00:32:59: Da heißt es immer, es gibt zu viele Füchsle, die gefährden das komplette Niederbild und deswegen müssen wir sie ganz kräftig bejagend.

00:33:05: tatsächlich werden Jahrhunderttausende Füße in Deutschland jedes Jahr geschossen.

00:33:09: gilt das alles dann für Füchse und Wasperren auch?

00:33:12: Also würden die sich auch selber regulieren.

00:33:14: Ist es ein großer Irrtum, dass wir hier... Man muss ja so sagen einen riesen Gemetzel anrichten in den Wäldern?

00:33:20: Ja, also zunächst einmal das hat schon der Professor Reicholf aus München immer gesagt.

00:33:25: Die Jagd reguliert ihr nicht!

00:33:27: Sie kann nicht regulieren – sie sind diese Aufgabe ganz groß gescheitert.

00:33:31: Wenn man sich die Abschusszahlen anschaut seit dem Zweiten Weltkrieg, die sind ja immer nur gestiegen.

00:33:37: Die Abschusszeilen bei Rehwild, bei Rotwald und Schwarzwild wird ja immer mehr.

00:33:41: Bei sensiblen Tierarten, die die Jäger gerne jagen würden wie Hasen versahne Rähbühner da sinken sie, weil da sind Verlierer in der Kulturlandschaft leiden sehr unter der intensiven Landwirtschaft.

00:33:52: Aber bei diesen Populationen, die sozusagen Kulturfolger sind hat Professor Reichholf ja über unzählige Untersuchungen bewiesen dass die Jagd an der Aufgabe die Tiere zu regulieren ja total scheitert.

00:34:07: das stimmt ja überhaupt nicht.

00:34:09: und natürlich regulieren sie auch die Fuchspopulation nicht Sie schießen sie nur zum Waschbären.

00:34:14: jetzt ganz konkret da ist halt ein verrate Beispiel für genannten invasiven Alten.

00:34:21: Ich bin sehr unglücklich über diese Bezeichnung, sie ist eine abwertende Bezeichnung wo man in der Biologie ja heutzutage davon ausgeht dass es keine Schädlinge und keine Nützlinge gibt.

00:34:31: kurz ausgeholt, als invasiv können Arten bezeichnet werden vor dem man andingt die andere heimische Arten verdrängen und die in jüngerer Zeit erst aufgetreten sind.

00:34:44: Das magische Datum ist, die Entdeckung Amerikas, alles was vor dieser Zeit da war gehört zu uns, alles das später kommt kann als invasive Art bezeichnete werden.

00:34:57: zur Populationsdynamik oder zur Situation des Waschbären in Deutschland, soweit ich sie kenne.

00:35:04: Der kommt flächendeckend vor als eine völlige Illusion ihn wieder loszuwerden.

00:35:09: Das sind poseerliche nette Tierchen die sich auch selber regulieren und geschickt sind, die ihre Nische gefunden hat.

00:35:17: wenn wir aber heute von Biodiversität reden dann muss man und muss sagen verschiedene Arten, wenn wir ein großes Artensterben haben.

00:35:27: Und wir haben eines der größten Arten sterben die je dokumentiert wurden.

00:35:32: das heißt wir werden möglicherweise über die eine oder andere Art die die Biodiversität bereichert noch sehr froh sein und zufrieden sein.

00:35:41: da war schwer selbst ist nicht regulierbar, genauso wie der Fuchs nicht reguliert war.

00:35:47: Man müsste etwa achtzig Prozent der Population flächendeckend.

00:35:53: töten, damit es einen zumindest kurzfristigen Effekt gibt.

00:35:57: Der stellt sich durch seine Multiparität also dadurch durch seine Fähigkeit mehrere Junge zu kriegen sofort auf einen Rückgang der Population ein.

00:36:07: wenn er allerdings in einem Lebensraum lebt wo dann eh schon genug da sind wo die meisten Nischen besetzt sein dann reduziert er auch seine Fortpflanzungsrate und es gibt einige valide Studien darüber, dass die Bejagung des Waschbären oder des Fuchses auf die Population keinen Einfluss hat.

00:36:29: Die ehemalige Tierschutzbeauftragte von Berlin, die Kathrin Herrmann, hat damals einen gutachten Auftrag gegeben wo über hundert wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Fuchs zusammengefasst wurden und die Kernaussage war außer... auf Inseln oder regional ganz begrenzt, wo es um ein Artenschutzprojekt geht.

00:36:53: Hat die Fuchsbejagd und überhaupt keine Sinsikant punktuell dort Sinn machen, wo's wirklich um das Ausstärk meiner bedrohten Art geht?

00:37:04: und wo halt das verzweifelte Maßnahme dann auch noch die Regulierung der Beutegreifer herangezogen wird.

00:37:12: Das ist aber meistens eine schlechte Methode, die bessere Methode ist eine verbessere und biotop-Situation für die gefährdete Tier.

00:37:21: Also da steht wissenschaftlich außer Diskussion wenn man ernsthaft darüber redet dass Waschbär und Fuchs flächendeckend nicht regulierbar sind und dass das auch völlig sinnlos ist.

00:37:35: Das brauchen wir auch nicht, wir müssen ihnen ein Lebensrecht

00:37:39: zugestehen.".

00:37:40: überlassen wir sie.

00:37:41: Es gibt ja auch Luxemburg zum Beispiel, dass sich jetzt seit zehn Jahren oder schon länger die Fuchsbejahrung völlig eingestellt hat und nix ist passiert.

00:37:52: gar nichts ist passiert genauso wie im Grand Paradiso oder im Kanton Game Flicks paratiert mit den Füchsen.

00:37:58: Die nehmen nicht überhand.

00:37:59: also wir müssen eben halt wir sind aufgefordert die Lebensräume das Niederwilz einfach zu verbessern damit die dann eine bessere Chance haben zu überleben.

00:38:09: Zum Thema Niederwild, das muss man schon dazu sagen.

00:38:12: Das ist mir ein großes Anliegen!

00:38:14: Das wird als Nieder-Wildjäge bezeichnet und da ist ein ganz wichtiger Punkt aus Sicht der Jägerschaft die Predatorenkontrolle.

00:38:23: Die würden ja am liebsten auch Greifvögel schießen, die sind heute geschont, Gott sei Dank geschont.

00:38:28: aber Fuchstags Marder

00:38:29: usw.,

00:38:30: das schießen sie oder töten sich teilweise sehr grausam in Fallen in großer Zahl Nur, das muss man sagen nicht um die Tierart zu retten.

00:38:39: Nicht damit wir mehr davon haben sondern um im Herbst eine bejagbare Dichte zu haben weil es halt so lustig und schön ist für eine Gesellschaft aus der Sicht der Jäger wenn man ein paar Hasen oder ein paar Fasane schießen kann.

00:38:53: also wir haben die Situation dass die Jägern massiv den Fuchs verfolgen in Niederwildgebieten einfach um im herbst mehr Abschuss will zu sein.

00:39:03: Also das sind Konkurrenz der Fuchs Als Konkurrent, das geht ja aus direktischer Sicht überhaupt nicht.

00:39:08: Einen zu töten damit ich selber dann in Herbst die anderen töten kann und uns gesagt... was die Jagd auch in den Populationen anstellt.

00:39:18: Wir haben ja eine Reihe von Tieren, z.B.

00:39:20: Gänse, Grau-Gänse – die leben in Einähe!

00:39:23: Jetzt schießt man da einen Partner weg.

00:39:25: Das geht jetzt nicht nur um das getötete Ganz oder auf der anderen Seite, sondern um viele Gänsel, die nur angepleidet und angeschossen werden.

00:39:33: Es geht um das Zerstören von

00:39:35: Sozialstrukturen.".

00:39:36: Beim Wolf oder auch beim Wildschwein, das sind hochsoziale Tiere.

00:39:41: Das ist nicht nur dass ein Tier tot ist sondern dieser ganze Gruppenverband ist erheblich gestört.

00:39:47: die Tiere leiden drunter wenn man die Sozialstruktur sehr schießt.

00:39:52: Es ist ja nun auf diese lange Liste der bejagbaren Arten in Deutschland gerade eine hinzugekommen und es ist der Wolf.

00:39:58: Wenn du an den Wolf denkst und daran denkst dass er womöglich im Deutschland bald flächendeckend bejaagt wird Was ja nicht klar ist, das muss jetzt auf Länderebene noch entschieden und angepasst werden aber theoretisch bejagt wird.

00:40:10: Welches Gefühl hast du da?

00:40:12: Ich habe da ein ganz schlechtes Gefühl weil der Wolfi ein Musterbeispiel ist wie man Naturschutzrichtlinien aufweicht.

00:40:21: Das war eine geschützte Art wurde heruntergestuft auf Betreiben von Lobbyisten in der EU was die meisten Wolfexperten für wirklich fatal und einen großen Fehler halten.

00:40:35: Es ist leider ein trauriges Beispiel, wo ein großer Artenschutzerfolg oder Naturschutz-Erfolg von den Lobbyisten sofort ausgehöhlt wird und dann versucht wird eine billige einfache Lösung zu haben.

00:40:50: und diesen Lobbysten gelingt es da so?

00:40:52: Oder ist das gelungen, den Schutzstatus des Wolls herabzusetzen?

00:40:56: Obwohl ... seine Existenz nicht gesichert ist und der braucht auch eine gewisse Populationsgröße.

00:41:03: Da gibt es andere Experten, die das besser wissen.

00:41:07: aber das ist wirklich alles höchst bedenklich vor allem... Bedenklich für mich ist das, das macht man ja dann in anderen Naturschutzbereichen auch.

00:41:20: Wir sollten glücklich sein, dass unsere Natur dermaßen intakt ist, dass der Wolf hier wieder eine Chance oder eine Existenzberechtigung hat.

00:41:29: Auch der höchste Schutzstatus des Wolfes ermöglicht wirklich gefährliche Einzelexemplare, Problemtiere – das muss aber genau definiert sein!

00:41:40: tatsächlich auch zu töten, verharmlost ausgedrückt zu entnehmen.

00:41:45: Aber jetzt macht man die ganz einfache politisch ... Populäre bei Schafhaltern, bei Landwirten sehr populäre Methode nicht bei den Kritischen.

00:41:56: Es gibt auch sozusagen im großen Ganzen und ganzen denkende Schafhalter und Tierhalter die sehen das ja kritisch.

00:42:05: aber es wird von Landwirtschaftskreisen teilweise applaudiert dass der Wolf geschossen ist.

00:42:10: Das regelt gar nichts man müsste ihn wieder ausrücken.

00:42:14: Ich als Tierarzt und vom grundsätzlichen Tierschutzverständnis muss natürlich sagen, wir haben überall in den Tierschutzgeschehen Gesetzen stehen dass der Tierhalter für das Wohlbefinden seiner Tiere verantwortlich ist.

00:42:29: Und wenn ich Tiere draußen auf der Weide halte was ja gut ist günstig ist dann muss ich dafür sorgen, dass sie nicht zu Schaden kommen.

00:42:38: Und da gibt es ja einen Toten und die werden auch von der EU gefördert.

00:42:42: Man braucht halt eine Behirtung, man braucht eine Schutzzaun oder Herdenschutzhunde.

00:42:47: Das geht natürlich für viele Robbehalter nicht, weil die so kleine Herden haben, wenn er zehn, fünfzehn Schafe hat wird sich diese ganze Investition nicht lohnen.

00:42:58: Dazu muss man aber sagen Es werden zum Beispiel in Österreich halt irgendwo hundert Schafe im Jahr vom Wolf gerissen und dreihunderttausend Schafeprogramm aber zur Schlachbank gebracht.

00:43:12: Und wenn ich davon ausgehe oder wenn ich weiß, dass zum Beispiel für Österreich, für Deutschland wird es nicht viel anders sein, aber für Österreich weiß ich konkret das... Das Durchschnittseinkommen eines Landwirtes, heute zu seventy-one Prozent aus Geldern der öffentlichen Hand stammt.

00:43:33: Dann muss sich so eine hoch subventionierte Haltung wie die Robbehaltung von Schafen auch einmal kritisch hinterfragen.

00:43:42: Wenn wir das große Ganze sehen wollen, wenn wir dann die Zukunft denken und an die nächste Generation denken den Erhalt der Biodiversität und dann dem Klimawandel.

00:43:53: Und wenn wir die Ernährungswände vor Augen haben, alles zwingende Maßnahmen, die stehen, diese Aufgaben zu bewältigen ist für uns Zwingen.

00:44:02: Sonst verlieren wir als Zivilisation unsere Existenzmöglichkeit.

00:44:08: Dann muss ich sagen vom generellen Tierschutzverständnis her, wo es jeder Tierhalter optimal für die Sicherheit seiner Tiere sorgen und ich muss als Gesellschaft, da sind wir wieder bei der Zivilgesellschaft einmal hinterfragen.

00:44:24: Wir müssen unseren Fleischkonsum prastisch reduzieren!

00:44:29: Wir müssen die Anbauflächen für Futtermittel, für Tiere prastig reduzieren.

00:44:35: Jetzt in den Artenverlust und Biodiversitätsverluste.

00:44:39: nur ein paar ganz knappe Zahlen.

00:44:42: Wir verwenden achtzig Prozent der weltweit landwirtschaftlich nutzbaren Flächen für Futtermittelanbau, wir verwenden nur zwanzig Prozent für die menschliche Ernährung.

00:44:53: Wir müssen sagen die Biologen dringend mindestens ein Drittel der terroristischen Flächen unter Schutz stellen auch ein Drittel der Maritimenflächen unterstützt, um die Biodiversität einigermaßen aufrechtzuerhalten.

00:45:07: Das heißt wir müssen ohnehin weg von dieser Haltung landwirtschaftlich genutzter Tiere.

00:45:13: Der Durchschnittskonsument in Deutschland und Österreich ist in der Woche eine Kilogramm Fleisch.

00:45:20: Die Weltgesundheitsorganisation hat zuletzt empfohlen Zwei hundertfünfzig Gramm Fleisch, da reden wir nur vom Gesundheitsaspekt.

00:45:29: Das heißt, wir essen mehr als vier mal so viel Fleisch, was uns gut tut gar nicht zu reden von Klima!

00:45:37: Denn es ist bekannt dass die klimarelevanten Gase... Die Schadgase.

00:45:42: durch die Fleischproduktion werden mehr klimarelevante Schadgas verursacht als durch den gesamten Verkehr.

00:45:50: Wenn wir hier nicht große gesellschaftlichen Wandel schaffen schaffen wir auch unsere weiterexistenz nicht.

00:45:57: Das heißt, ich möchte sogar diese Wolfsfrage damit verbinden und muss sagen was können wir in zwanzig dreißig Jahren ohnehin noch machen?

00:46:07: Wir werden...wir müssen die Zahl der landwirtschaftlichen Nutztiere für den Fleischproduktion dramatisch reduzieren sonst haben wir einfach Keine Überlebenschaus in unseren Breiten.

00:46:21: Zumindest es werden.

00:46:22: irgendeine Lebensform wird schon geben, aber zumindest in dieser Form wie wir heute in der westlichen Welt unseren Lebenstandard haben.

00:46:31: das wird nicht mehr möglich sein und darum möchte ich das im Großen und Ganzen sehen.

00:46:36: wenn wir übern Wolf reden müssen wir auch reden dass diese Schafhaltung zum Beispiel die zur Diskussion steht eine hoch subventionierte Haltung ist sie sich nicht rechnet die wie jede Haltung von Wiederkeiern unheimlich problematisch wegen der Produktion vom klimaschädigenden Gasen ist.

00:46:55: Und schauen wir das doch und diskutieren wir das in breiten Kreise mit den entsprechenden Fachleuten, und reduzieren wir es nicht nur auf die paar Schafe, die jetzt der Wolf gerissen hat.

00:47:06: Der Wolf hat angeblich – da gibt's also bessere Experten, die das genauer wissen – für das Ökosystem eine riesige Bedeutung.

00:47:15: Er hat für Waldbau eine Bedeutung, weil diese Wildwiederkeier die im Wald zurzeit in Deutschland und Österreich in einer Überzahl vorkommen reduziert.

00:47:26: Und weil er auch Einfluss hat auf die mittlere Predatorin, der Wolf schaut sich nicht einen Fuchs zu reißen und hält damit die Fuchspopulation in gewissen Ausmaß unter Kontrolle.

00:47:39: Er hat also viele positive Aspekte aber ich möchte dass hier das große Ganze diskutiert werden wird und dass das net emotional jetzt auf ein paar getötete Schafe reduziert wird.

00:47:51: Das tut uns allen leid!

00:47:52: Ich möchte dass kein Schaf leidet auf einem Schlachthof geht.

00:47:57: Und ich will diese Scheinheiligkeit nicht, dass man sagt, man muss die Schafe schützen und es ist unerträglich für einen Schafhalter, wenn er die Totenschafe sieht.

00:48:06: Da müsste es finde genauso unerträglich sein, wann der Dilemma jetzt alle am Schlachthoff

00:48:11: bringt.".

00:48:11: Zumal beim Wolf wissen wir ja das in seinem Beutelspektrum unter ein Prozent Weidetiere sind.

00:48:17: Das ist auch diese Zahl Die ja viel zu wenig bekannt gemacht wird, wann immer ich sie erzähle im Freundeskreis oder so.

00:48:23: Dann staunen die Leute was?

00:48:25: Gefühlt irgendwie fünfzig Prozent wenn man so hört was für eine Welle gemacht wird über jeden einzelnen Schafriss.

00:48:32: Für den es ja immer auch ne Erklärung gibt weil kein Herdenschutz vorhanden war aber es sind wirklich unter ein Prozent.

00:48:38: das heißt die restliche Brutte besteht aus dem was der Wolf in der freien Natur findet dort wo er seiner Arbeit im Ökosystem nachgeht.

00:48:45: Das ist ja eine ganz wichtige Sache.

00:48:47: Wenn man mit Jägern jetzt ins Gespräch kommt und lasst uns noch mal zurückkehren zu der Regulierung von Wildbeständen, wenn man mit jägern darüber spricht dann machen die an diesem Punkt der Debatte meistens zu.

00:49:01: Und berufen sich auf ihre eigenen Studien also auf Studien die alles was sie tun stützen.

00:49:08: Ich habe bisher noch nicht herausgefunden, welche Studien damit gemeint sind.

00:49:12: Welche Studien sind das und welche Wissenschaftler stehen dafür gerade was die Jäger im Wald machen oder meinen tun zu müssen?

00:49:20: Also ich kenne da auch keine validen Studien, die Jagd für unbedingt notwendig achten.

00:49:25: Ich kenne allerdings eine Reihe von Studierenden und ich hab schon Professor Reichholf zitiert die zeigen oder beweisen, dass die meisten Wildtiere nicht bejagt werden müssen und das dort bei den Kulturfolgern wie wir schon mehrmals heute gesagt haben Rotwild, Rehwild Schwarzwild.

00:49:43: Die Jagd ja gescheitert ist.

00:49:45: Österreich hat die höchsten Schalen-Wildbestände europaweit Deutschland die zweithöchsten schallen Wildbestände trotz intensiver Bejagung der letzten Jahrzehnte.

00:49:57: Warum?

00:49:58: Weil die Jagd viel Abschuss will, im Prinzip will die Jagdt viel schießen.

00:50:04: Wir haben schon gesagt, die Hobby- und Freizeitjagd ist ein teures Hobby in Deutschland und Österreich.

00:50:11: Und der Wert sozusagen, der Marktwert eines Jagdgebietes das ich jetzt machte richtet sich nach der Begehrlichkeit noch der Wildtierart Aber vor allem nach der Stückzahl.

00:50:24: Natürlich ist ein Gebiet, wo ich große Hirsche habe.

00:50:29: Da ist die Jagdbacht teurer wie wenn es nur Rehwild gibt.

00:50:33: Es ist natürlich einen Unterschied ob ich jetzt auf dieser Fläche, die ich backte, zehn Rehe schießen darf im Jahr oder zwanzig schießen.

00:50:43: Die Zahl der Wildschweine ist ohnehin nicht limitiert.

00:50:46: die darf ich ja ohne zahlende Grenzen schießen, so viel mehr also unterkommen.

00:50:52: Aber es ist ein Unterschied, obwohl der Schwarzwild seitens der Jäger natürlich nicht gerne gesehen wird, seitens de Wand würde noch viel weniger seitens den Jägern insofern weil sie Schaden verursachen, Wildschaden im landwirtschaftlichen Kulturen und das kann dem Jägers teuer kommen.

00:51:10: Auf der anderen Seite müssen wir zugeben ein Jagdgebiet in dem auch Wildschweine vorkommen, die das ganze Jahr über in der Regel bejagt werden dürfen ist viel teurer als eines wo keine Wildschwene vorkommt.

00:51:23: Das heißt seit Jahrzehnten ist die Jagd daran interessiert viel Abschusswillen zu haben.

00:51:29: Das ist eine Tatsache, aber es gibt jetzt meiner Meinung oder meines Kenntnisstandes nach keine validen Studien wo man jetzt sagt die Jagd hätte dort wirklich gut reguliert.

00:51:43: Oder wir brauchen die Jagdtum zu regulieren.

00:51:45: Wir müssen nur einmal den Mut haben zu diskutieren stellen was um verbieten für alle Fütterungen außer in irgendwelchen Notsituationen.

00:51:56: Red man nicht über Ablenkfütterung, über Wintergata und so weiter, lauter dieser Grücken um viel wilder zu haben?

00:52:03: Reden wir darüber, ob das Revierjagdsystem wirklich für uns im Mitteleuropa aus ökologischer Sicht sinnvoll ist, aus ökonomischer Sicht, dass der Gewinnseite für den Grundbesitzer ist es sinnvoll.

00:52:17: Keine Frage!

00:52:18: Und ich will auch niemand was... Voraus seinen Besitzstand wegnehmen.

00:52:23: Aber wenn es sozusagen um die Natur geht, um Dinge, die uns allen gehören, dann müssen wir mal darüber reden.

00:52:31: Weil in Ländern wo Lizenzjagdsysteme sind haben wir wesentlich weniger von dieser Waldwildproblematik.

00:52:39: Diese Waldwiltproblematika haben wir noch gar nicht angesprochen.

00:52:42: Es ist einfach so dass in den letzten zehn, zwanzig Jahren der Wald, insbesondere der österreichische Wald ein desastroses Bild bietet und die Experten sagen zwei Drittel unserer Wälder können sich ohne Zaun gar nicht verjüngen.

00:52:57: Das ist ja auch volkwirtschaftlich von einer Riesenbedeutung.

00:53:02: Und das ist für uns alle eine Riesenbedeutung, wir brauchen klimafitte Wälder in Zukunft.

00:53:08: Wir müssen uns verabschieden von diesen fichten Monokulturen die halt findige Leute damals haben sich viel richtig geachtet vor unter Jahren als das Idealziel in der Forstwirtschaft im verschiedenen Gebieten gesehen haben.

00:53:22: auf diversifizierte Wälder und die Furstwirtschaft weiß das genau, macht auch Riesenanstrengungen in die Richtung.

00:53:29: Da gibt es ja Experten, die das genau wissen.

00:53:32: aber die scheitern mitunter dran bei dieser Umwandlung weil der Wildstand so hoch ist Und weil das weggefressen ist, wobei ich sagen muss aus meiner ökologisch-biologischen Sicht ist natürlich das was Wildtiere essen und fressen nicht immer per se ein Wildschaden.

00:53:49: Es sind zunächst einmal Nahrung für die Tiere.

00:53:52: aber wenn ich irgendwo eine Ohnwildstand habe oder zu viele Tiere habe die halt dann auch nicht das Türegras vom Boden fressen, sondern die Knospen weil sie saftiger sind.

00:54:04: Dann ist es verständlich dass für den Wald ein großes Problem wird.

00:54:09: Das ist alles aus einer Meta-Ebene zu sehen.

00:54:13: wir dürfen uns nicht in klein klein der Diskussion mit einzelnen Jägern verlieren.

00:54:19: das bringt überhaupt nichts.

00:54:21: Wir müssen einfach groß denken den nächsten Jahrzehnten eine Riesenaufgabe haben, um eine gute Zukunft für nächste Generationen zu sichern.

00:54:33: Was die Jäger ja so im Kern immer zusammenhält ist ja die Traditionspflege.

00:54:40: Sie leben praktisch in einer eigenen Welt.

00:54:42: Die haben da eigene Sprache, haben eigene Kleidung, eigene Geschäfte, indem sie einkaufen.

00:54:47: Einige sagen es sei eine Parallelwelt, die da draußen aktiv ist.

00:54:53: Ein Problem, dass die so in so einem in sich geschlossenen Mikrocosmos leben?

00:54:58: Das ist natürlich so.

00:55:00: Und Tradition ist per se nicht schlecht aber sie ist auch persönlich gut.

00:55:04: Sie muss sich ja immer den wandelnden Bedingungen anpassen.

00:55:08: was ich sehe in der Jägerschaft ist schon sozusagen eine Piergruppe.

00:55:14: das ist eine in sich geschloßene Gruppe die sich gegenseitig unterstützt die sich weiterhilft bis hin zur Berufskarriere und so weiter.

00:55:25: Das ist alles legitim, das darf so sein aber wir kennen das bei verschiedenen Gruppen ja so dass es für manche Menschen unglaublich wichtig ist dazu zu gehören und sie leiden ganz ganz schreckig wenn sie dann nicht mehr dazugehören wenn sie ausgeschlossen werden als solchen Gruppen.

00:55:42: da sind also psychologische Dynamiken und Momente die nicht so unterschätzen.

00:55:47: Diese Traditionspflege geht natürlich teilweise auch ins lächerliche Fall.

00:55:52: Sie ist dann sachlich nicht zu halten, wenn es mit Pseudo-Argumenten einhergeht eben dieser Wichtigkeit und wenn's dann mit dem Argument daherkommt dass sie ja eigentlich die größten Naturschützer sind, dann wirds schön langsam unerträglich weil das ja sachlich oder nicht bemägt werden kann.

00:56:13: Sie sollen ihre Tradition pflegen von mir aus, da ist nichts dagegen einzuwenden aber daraus irgendwelche Rechte abzuleiten dagegen verwirre ich mich auf jeden

00:56:24: Fall.".

00:56:25: Wir müssen ganz kurz noch einen Thema ansprechen was mir ganz ganz wichtig ist und zwar ist das die Ausbildung von Jägern.

00:56:31: Das heißt ja bei uns in Deutschland das Grüne Abitur.

00:56:33: Ich weiß nicht, ob das für euch in Österreich auch so genannt wird?

00:56:35: Das gilt als ganz hochqualifizierte Ausbildung und die Jäger, die das Grün-Abitur bestanden haben, gelten gemeinhin wirklich als echter Expertin und die haben ja auch freie Fahrt.

00:56:47: Die dürfen vom Waffen tragen, die dürfen daraus machen was sie wollen also was mit ihrem Ehrenkodex in Verbindung steht.

00:56:54: Reicht diese Ausbildung für Menschen, die so intensiv über Leben und Tod entscheiden dürfen?

00:57:00: meiner Meinung nach rechte Ausbildung bereiten nicht.

00:57:03: Natürlich wird einiges Wissen vermittelt, wobei man sagen muss das Wissen über Hunde zum Beispiel Jagdhunde oder über Waffen.

00:57:12: Oder über Sicherheit oder erste Hilfe.

00:57:14: Das ist schon durchaus okay.

00:57:16: Dann wenn es geht um Biologie dann wird's schon heiger und Jagdtraditionen.

00:57:22: Da müssen wir den Wahrheitsgehalt wirklich auch immer wieder überprüfen.

00:57:28: da steht schon einiges drinnen was man streng kritisieren könnte und was objektiv nicht aufrecht zu erhalten ist.

00:57:36: Hier bin ich eine frühere Jagdprüfungsbehelfel, das heißt einmal ein Kapitel geschrieben über Jagd- und Tierschutz.

00:57:44: Und das ist viele Jahre lang auch in diesem Ausbildungsbuch drinnen gestanden.

00:57:48: dann durch meinen abwenden von der Jagd oder kritischen Hinterfragen der Jagdt hat man mich als Autor dort nicht mehr sehr geschätzt, hat es durch irgendetwas anderes ersetzt.

00:57:58: und wenn ich heute das Kapiteltier Schutz da im Jagd prüfung um Gottes Willen, das ist fachlich völlig falsch.

00:58:08: Jetzt muss ich sagen die Jäger sind mit ihren Lobismus sehr geschickt und bezeichnen das als grünes Abitur.

00:58:17: diese Bezeichnung kennen wir auch in Österreich wird zwar bei uns weniger verwendet Alles gefällt Ihnen.

00:58:23: Und das ist ja maßlos übertrieben, das ist jetzt ein Kurs von ein paar Wochen und es macht der Malermeister und der Tischler und der Fliesenleger unter Herr Rechtsanwalt Und daher Händler so und so.

00:58:38: Das heißt, das ist eine unglaublich heterogene Gruppe von unterschiedlichen Menschen die ganz unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.

00:58:48: Und trotzdem können Sie in kurzer Zeit das erlernen!

00:58:55: Es gibt einzelne Jäger, die sind absolute Experten.

00:58:59: Aber sie haben im Hintergrund ein Biologiestudium, ein Forststudium, eine Landwirtschaftsstudium oder ein Veterinär-Studium.

00:59:06: Irgendein naturwissenschaftliches Grundstudium und da rauf lässt sich natürlich dann ganz gut aufbauen.

00:59:12: aber der Durchschnittjäger ist bei Weiten kein Expert, das ist ja völlig lächerlich!

00:59:17: Ich setze mich doch nicht jahrelang zu einem Veterinäre-Studiums hin und dann vielleicht auf einer Stufe gestellt werden zu werden mit den Jäger, der da in ein paar Wochen Kurs sich ein Paar Dinge angeeignet hat, die einen Qualität immer wieder zu hinterfragen.

00:59:33: Das ist das Gesicht der Lobbyismus!

00:59:36: Es gibt unter den Jägern ausgesprochene Experten... Absolut!

00:59:39: ... es gibt auch sozusagen, ich sage jetzt mal einfache Leute, der muss gar nicht akademisch gebildet sein großes Interesse, unglaublich viel Wissen angeeignet hat.

00:59:50: Das alles gibt es des Respektierungs als ist aber nicht enorm.

00:59:54: Der Durchschnittshäger ist natürlich in diesen Fragen die wir hier diskutieren und die wir als Gesellschaft diskutieren müssen überhaupt kein Experte, nicht einmal ein Ansprechpartner.

01:00:06: das muss man so sagen.

01:00:08: Und vor allem beim Thema Wolf sehe ich da Probleme auf uns zukommen.

01:00:10: Der Wolf hat ja bisher nicht stattgefunden in der Ausbildung, auch nicht in der Prüfung zum Jagdschein und jetzt stehen die Jäger vor der Situation dass sie ab ersten Siebten zum Beispiel auch über Leben und Tod von Wolves Welpen entscheiden dürfen.

01:00:25: das heißt sie müssen dann also gut es wird jetzt in dieser Jahreszeit einfach sein das sind einfach noch kleine Hunde so kleine kleine Tiere Babys quasi.

01:00:32: die wird man unterscheiden können wenn's denn darum geht diese sogenannten Abschuss verfügungen aus zu führen.

01:00:38: Wenn es um individuelle Tiere geht, dann werden Jäger aus unserer Sicht ganz schnell an ihre Grenzen kommen.

01:00:44: Die Jägar selber hier in Brandenburg haben sich ja hervorgetan mit einer Aussage die letzte oder vor zwei Wochen durch die Presse ging.

01:00:49: Die haben wir im Podcast auch schon besprochen nämlich dass die Brandenburger Jäge aufgrund ihrer Erfahrung mit Wölfen In der Lage sind, die Tiere individuell anzusprechen und immer die Richtigen zu treffen.

01:01:01: Wir halten das für Gerücht aber wie schätzt du das ein?

01:01:03: Sind Jäger überhaupt in der Lage?

01:01:05: Die große Verantwortung, die mit der Wolfsjagd verbunden ist, der nachzukommen also... ...die große Masse der Jägers!

01:01:12: Wir reden nicht von den ethisch korrekten coolen Jägern, die alles wissen.

01:01:15: Glaubst Du das dass sie das hin kriegen

01:01:17: werden?!

01:01:17: Nein, das ist natürlich völlig überzogen.

01:01:20: Da stimmt so auf gar keinen Fall.

01:01:23: Wölfe sind sehr ähnlich.

01:01:24: dann darf man ja nicht vergessen die sind in Bewegung und das ist auf große Entfernung.

01:01:29: Das ist oft in der Dämmerung.

01:01:31: da ist ein sicheres sogenanntes Ansprechen des Tieres als Individuum überhaupt nicht möglich.

01:01:37: und dem Leinjäger jetzt der nicht wirklich eine Wolfexperte ist überhaupt nichts zuzumuten dass das alles völlig übergezogen, das stimmt einfach.

01:01:47: Das ist die ganze Wolfsiakt leider so eine riesige Problematik.

01:01:54: Der Wolf hätte auf keinen Fall ins Jagd gesetzt kommen sollen, denn er hat in Mitteleuropa noch keine günstigen Erhaltenszustand und wir sind weit davon entfernt.

01:02:04: Die Wolfsexperten sagen einhellig dass Wölfe wenn sie in Ruhe gelassen werden Rudel bilden dass diese Rudel dann sehr, sehr geringe Fortpflanzungstendenzlömer zeigen.

01:02:18: Dass sie auch nicht wandern und das in einem Rudel von den älteren Tieren tradiert wird, dass landwirtschaftlich genutzte Tiere tabu sind.

01:02:29: Das ist dann in der Nähe der Menschen

01:02:31: usw.,

01:02:32: da sind intakte Wolfsrudels so sagen die Wolfexperten – sehr gut darinnen, auch diese Gefahr zu vermeiden!

01:02:39: Das machen Jungwölfe auf der Wand Angeblich, also die ganze Wolfs Diskussion ist leider so schiefgelaufen.

01:02:48: So verpolitisiert und so missbraucht auch von verschiedenen Gruppen dass es schwer wird wieder auf ein vernünftiges Maß zu kommen.

01:02:59: aber der einzelne Jäger ist natürlich kein Wolfexperte schon gar nicht im Wiedererkennen eines Einzelindividuums.

01:03:07: Das wollte ich für völlige ausgeschlossen, dass er da in der Lage ist.

01:03:11: Ich habe den Bar einmal gesehen, der war jetzt fünfzig Meter von einem Wohngebäude entfernt und war dann drei Tage später im Wald.

01:03:19: sieht, das er dann sagt es ist eindeutig der Wolf.

01:03:24: Also da kommen große Probleme auf uns zu, große Herausforderungen und wir müssen irgendwie doch noch versuchen am Ball zu bleiben.

01:03:30: Und diese ganze Geschichte irgendwie nicht aus der Hand zu geben, dass wir da einfach auch ein bisschen Einfluss und Bewahren bei dieser Debatte mitzusprechen, dass das nicht alleine in die Herd der Jagdlobby geht?

01:03:43: Das ist so unglücklich gelaufen!

01:03:45: Ich bin auch überzeugt, dass in einigen Jahren die Einsicht durchdringend wird, was das falsch war.

01:03:51: Lassen wir doch die Wolfe Experten reden Lassen wir die wirklichen, oder nehmen wir die Menschen in die Diskussion herein?

01:04:01: Die echte Wolfexperten sind.

01:04:04: Da haben wir ja genug davon und dann lasst man ruhig und sachlich das Thema noch einmal durchdiskutieren.

01:04:11: im Augenblick.

01:04:13: Scheint der Zug abgefahren zu sein aber ich bin überzeugt dass schon in ein paar Jahren erkannt wird, dass es da völlig falsche Weg war.

01:04:20: Wenn du jetzt in die Zukunft schaust, in ein paar Jahren wohin könnte sich die Jagd entwickeln?

01:04:27: Es gibt natürlich aus meiner Sicht zwei Szenarien.

01:04:31: Die Jagd mauert und will nichts verändern bleibt ärzkonservativ und versucht mit entsprechendem Lobbyismus politischen Lobbyismus die Situation einfach für sich zu richten und jede Änderung abzuwähnen.

01:04:49: Das scheint mir durchaus erfolgsversprechend zumindest für eine gewisse Zeit.

01:04:54: Dann können Sie aber die Jagd riskiert dabei, dass der Krug zum Brunnen geht so lange bis er bricht?

01:05:02: Das könnte dann in zehn, zwanzig Jahren sein bei einer Volksabstimmung das die Jagdt zu wie im Kanton Genf einfach abgeschafft wird und dass wir das von Biodiversitätsmanagern vom professionellen Biodiverzitäts-Managern durchführen lassen.

01:05:17: oder die Jagd hätte die Möglichkeit, die Chance sehe ich im Augenblick aus gering eine echte Sachdiskussion auf Experten-Ebene zu führen.

01:05:27: Die ganzen Beteiligten hereinzunehmen in die Diskussion, weil sie sind betroffen von dem Wild und einfach zeitgemäße Gedanken durchzuspielen, die Diskussionen durchzuspielt.

01:05:42: Welche Situation haben wir in der Wissenschaft?

01:05:46: in der Tierethik.

01:05:48: Es zählt heute das individuelle Ehlertier, wir haben einen Individuall-Tierschutz und eine signifikante Ablehnung des weitverbreiteten nordamerikanischen Modells wo wir Wildtiere als Ressource sehen.

01:06:07: die wird durch nachhaltiges Wildtiermanagement bestmöglich kommerziell nutzen, Nachhaltigkeit dieser schöne Schlagwort.

01:06:15: Das heißt aber nur dass ich über lange Strecke immer wieder gleich viel schießen kann.

01:06:20: Das sagt noch nichts über Tierschutz aus, noch nix über Naturschutz oder Artenschutz.

01:06:25: Dieses Modell wird mittlerweile von Fachleuten abgelehnt.

01:06:28: das ist aber das gängige Modell.

01:06:30: es wird ersetzt durch einen sogenannten mitfühlenden Naturschutz der die Vermeidung von Leid und Tod zum Ziel hat.

01:06:40: Das ist ein zeitgemäßer Ansatz der Biologie, der Tierethik.

01:06:45: Der mitfühlende Naturschutz kennt im Prinzip vier Prinzipien Verursache keinen Schaden.

01:06:52: Es zählt das Individuum Die Inklusivität – also nehmen wir alle Lebensformen mit ins Boot herein Und arbeiten wir an einer friedlichen Koexistenz.

01:07:04: Der fachliche Hintergrund ist das rationale, aufgeklärte Weltbild wissenschaftlich evidenzbasiert.

01:07:11: Ein Biodiversitätsmanagement unter Einbeziehung aller einschlägigen Experten.

01:07:17: Da kehren Biologen, da kehren aber auch Städteplaner, Landschaftsökulogen, Veterinärmediziner und so weiter alle dazu.

01:07:26: Wir sollten von einer Erhaltungs- und Naturschutzbiologie zu einer reinen Tierschutzbiologie kommen.

01:07:34: und wie gesagt, wir sollten uns darauf einigen, dass reguliert werden.

01:07:40: Nur diejenigen wilden Populationen, die in der Kulturlandschaft zwingend reguliert müssen.

01:07:48: und dann müssen wir auch über alternative Populationskontrollmechanismen reden, zum Beispiel Immunokontrazeption immer vor dem Hintergrund das zu regulieren dass jeweils geländeste Mittel anzuwenden ist.

01:08:02: Wenn jemand das so utopisch erscheint dann antworte ich gerne mit Oscar Wild der gesagt hat Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien und daran sollten wir arbeiten.

01:08:16: Das alles, was du geschrieben hast, klingt nach ganz viel Arbeit.

01:08:19: Nach ganz viel Einkehr, dass man auch sagt, man hinterfragt sich und seinen Tun.

01:08:25: Man kommt ins Gespräch und findet gemeinsame neue Alternativen.

01:08:28: Aber das Ganze birgt die riesengroße Chance, dass wir mit unserem Ökosystem in unserer Natur draußen noch mal die Kurve kriegen.

01:08:38: Und das, was wir gerade schreddern im großen Stil in ganz Europa und womöglich in der ganzen Welt, die Chance bekommen, durch so einen Plan wieder vieles gut zu machen und den Weg zu gehen in eine neue und eine gut lebbare.

01:08:54: Es geht ja nicht nur ums Überleben es geht auch um die Qualität Zukunft der Menschheit.

01:08:59: Deshalb bin ich an dieser Stelle so dankbar dass du dir heute die Zeit genommen hast Lieber Rudolf für dieses unglaublich wichtige Gespräch.

01:09:08: Wir haben heute den Rahmen des üblichen im Wolfspotcast ein bisschen verlassen ganz bewusst neue Themen angesprochen, neue Themenbereiche geöffnet.

01:09:19: Ich habe Eingangs erzählt warum wir das tun müssen weil für mich jetzt die Qualität der Arbeit der Lobbyverbände, der Jagdverbände eine neue Dimension erreicht hat mit der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz und deswegen müssen wir ins Gespräch kommen.

01:09:36: Wir müssen ins Gespräche kommen über über den Wolf im Jagdrecht und überall das, was da draußen passiert von dem die Menschen leider vielfach gar keine Ahnung haben.

01:09:48: Und das wird jetzt in diesem Podcast öfter passieren.

01:09:51: ich werde es mir auf die Fahnen schreiben.

01:09:53: Ich möchte für Aufklärung sorgen!

01:09:54: Ich möchte dies sachlich tun und auf dem Boden der Wissenschaft umso toller dass du das heute gemacht hast Dass du dich heute zur Verfügung gestellt hast diese Tür mit mir zusammen hier zu öffnen im podcast.

01:10:06: Das bedeutet mir sehr viel und ich fühle mich sehr geehrt Über dieses Gespräch und über die Dimensionen, und die Visionen, die du hier heute bei uns dagelassen hast.

01:10:16: Lieber Rudolf vielen, vielen Dank!

01:10:18: Ich danke für die Möglichkeit, über dieses wichtige Thema eine Diskussion zu öffnen, die uns einfach weiterbringt.

01:10:25: Ich würde sagen in diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

01:10:28: Tschüss!

01:10:30: Das war der Wolfspotcast für heute.

01:10:33: Danke fürs Zuhören!

01:10:34: Für Fragen oder Anmerkungen schickt uns eine Mail an info at derwolfspotast.de.

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