97: Wolfspolitik im freien Fall
Shownotes
In dieser Folge trifft Sabine wieder auf eine, die weiß, wie es läuft in Behörden und in der Politik: Regierungsoberamtsrätin, Diplomverwaltungswirtin & Insiderin Ines. Sie kennt nicht nur Paragrafen, sondern auch die politischen Mechanismen dahinter. Gemeinsam nehmen die beiden eine Reihe aktueller Fälle auseinander, die Fragen aufwerfen. Die Stationen: Hamburg, Olpe, Greifenstein in Nordhessen, die Grafschaft Bentheim, Füssen und das Oberallgäu. Außerdem im Fokus: das neue Bundesjagdgesetz. Was sich für Jägerinnen und Jäger tatsächlich ändert – und wo die Grenzen liegen. Und dann, kurz vor Veröffentlichung dieser Folge, eine Nachricht aus Berlin, die alles verändert: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stellt neue Empfehlungen für wolfsabweisende Zäune vor – mit potenziell weitreichenden Folgen für Weidetierhaltende und den Wolfsschutz insgesamt. Bedeutet das das Ende der bisherigen Herdenschutzförderung? Sabine und Ines gehen in die Verlängerung, schieben eine Spätschicht im Studio ein und ordnen ein, was diese Entwicklung wirklich bedeutet. Den Anfang macht Sachsen-Anhalt: Ein getöteter Wolf wird offenbar zur Trophäe gemacht. Kopf, Beine und Schwanz abgetrennt, der Rumpf erst auf Druck an das Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI) übergeben. Ein Einzelfall – oder ein beunruhigendes Signal für den Umgang mit einer streng geschützten Art? Auch Bayern liefert Gesprächsstoff: In Füssen taucht frühmorgens ein Wolf in der Fußgängerzone auf. Behörden und Medien reagieren mit den üblichen warnenden Tönen. Doch reicht eine solche Sichtung wirklich aus, um eine Entnahme zu rechtfertigen? Im Oberallgäu ist man bereits weiter: Dort liegt eine Abschussverfügung vor – beschlossen Ende April, veröffentlicht erst Wochen später. Sie gilt für einen Wolf in einem großflächigen Gebiet rund um den Kemptner Wald. Abschießen dürfen ihn alle Jagdausübungsberechtigten, sogar mit Nachtsichttechnik. Gleichzeitig wundern sich Anwohner: Offizielle Rissdaten fehlen, und Schafe sind kaum vorhanden. Sind die Voraussetzungen für diesen Eingriff überhaupt gegeben? In der Grafschaft Bentheim wurden gleich zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben – trotz offenbar lückenhaften Herdenschutzes. Parallel mahnt die Landesjägerschaft Niedersachsen plötzlich selbst zur Zurückhaltung und verweist auf den Schutz von Elterntieren. Ein Umdenken oder strategische Positionierung? Dazu kommen Rissserien in Hessen und NRW sowie neue Details aus Hamburg: Die Umweltbehörde legt den tatsächlichen Ablauf eines Vorfalls offen, bei dem eine Frau verletzt wurde – allerdings erst Wochen später und erst nach externem Druck. Warum diese Verzögerung? Und als ob das noch nicht reicht, hat Ines ganz zum Schluss noch eine weitere besorgniserregende Nachricht: Mit einer subtilen Umfrage unter Weidetierhaltenden soll die Integrität der Dokumentations‑ und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf in Frage gestellt werden. Der Abgesang auf die Wissenschaft hat begonnen - wir setzen Fakten dagegen!
Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald
Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.).
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Kontakt zur Redaktion:
Redaktion: Sabine Sebald
Technik und Produktion: Thomas Ganswindt
Cover-Design und Foto: Matthias Kays
Sprecher: Steffen Schambach
DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf:
Wolf in der Füssener Innenstadt:
Wolf in Füssen gesichtet: Muss das Tier sterben oder kann es bleiben?:
Allgäuer Behörden genehmigen Abschuss eines auffälligen Wolfs:
In der Grafschaft Bentheim gab es den wohl größten Wolfsangriff, der jemals in Niedersachsen nachgewiesen wurde:
https://www.pirsch.de/news/groesstem-wolfsangriff-aller-zeiten-abschussgenehmigung-erteilt-43194
Greifenstein in Nordhessen:
https://www.ffh.de/nachrichten/hessen/mittelhessen/467439-greifenstein-woelfe.html#google_vignette
Olpe: Landwirtschaftlicher Kreisverband beantragt Abschuss von Wolf GW1896m:
Bei den 4 Rissvorfällen in Wenden mit insgesamt 38 gerissene Schafe war kein Grundschutz vorhanden. Beim Riss am 4.5. hat GW1896m Grundschutz überwunden. Dabei wurde 1 Schaf getötet:
https://wolf.nrw/wolf/de/nutztierfaelle
Kreisverwaltung Olpe bestätigt: es lag kein Herdenschutz vor:
TV-Beitrag zum Thema:
https://www1.wdr.de/mediathek/video/nrw-video/wolf-schafe-olpe-102.html
Die ANCA Pressemitteilung: "Wo ist die Hüterin der Verträge geblieben?":
Hamburg:
BfN-Schriften 692 – Herdenschutz am Steilhang in der Praxis. Die Studie behandelt Herdenschutz an Steilhang-/Mittel- und Hochgebirgsstandorten auf Basis von Betriebsbesichtigungen und Praxisempfehlungen:
BfN-Schriften 680 – Herdenschutz am Deich in der Praxis. Die Studie fasst Erfahrungen von Weidetierhaltenden und Betriebsbesichtigungen zum Herdenschutz auf Deichen zusammen:
BfN-Skripten 530 – Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf DBBW gemeinsam mit dem BfN, Das Skript formuliert die fachlichen Anforderungen an Herdenschutzmaßnahmen und wurde mit Expertinnen und Experten des Herdenschutzes in den Ländern abgestimmt:
Fachliche Grundlagen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf liegen vor NuL-Ausgabe 05/2019, BfN. Der Beitrag erläutert die fachliche Grundlage von BfN/DBBW zu Herdenschutzmaßnahmen und verweist auf BfN-Skript 530:
Weidetierhaltung und Wolf – Herausforderungen und Empfehlungen NuL-Ausgabe 09/10-2017, BfN. Der Beitrag behandelt Mindestschutz, empfohlenen Schutz, elektrische Zäune, Herdenschutzhunde sowie die besondere Problematik von Deich- und Almbeweidung:
https://www.bfn.de/sites/default/files/BfN/artenschutz/Dokumente/weidetierhaltungundwolf.pdf
Herdenschutz am Deich und Steilhang in der Praxis. Der Projektsteckbrief beschreibt das Ressortforschungsvorhaben, aus dem die BfN-Schriften 680 und 692 hervorgegangen sind:
https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/herdenschutz-am-deich-und-steilhang-der-praxis
BfN-Schriften 201 – Leben mit Wölfen. Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. Das ist ein allgemeiner Wolfsmanagement-Leitfaden, nicht speziell Herdenschutz; wegen seines Managementbezugs kann er trotzdem als Hintergrundschrift relevant sein:
Urteile EuGH zu Herdenschutz: Urt. v. 11.07.2024 – C-601/22, WWF Österreich/Tirol. Der EuGH nennt dort zwar keinen technischen Zaunstandard wie „120 cm“, sondern setzt einen unionsrecht lichen Prüfungsstandard: Vor einer Wolfsentnahme müssen nicht-tödliche, vorbeugende Herden- schutzmaßnahmen konkret geprüft werden; ihre Kosten dürfen berücksichtigt werden, aber nicht ausschlaggebend sein. Die Curia-Pressemitteilung fasst dies ausdrücklich unter „Almschutzmaß nahmen“ zusammen und nennt als Beispiele Zäune, Hirtenhunde und Begleitung durch Hirten:
EU-Förderungen für den Schutz vor großen Beutegreifern:
Transkript anzeigen
00:00:00: Diese Podcast-Folge sprengt den Rahmen.
00:00:03: Sie ist super lang und wir haben sie in zwei Teilen aufgenommen.
00:00:06: Am Mittwoch, vor zwei Tagen habe ich mich mit Ihnen getroffen um den ersten Teil aufzunehmen.
00:00:10: Als die Folge dann gerade fertig war für die Veröffentlichung flatterte aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium die Meldung rein wie die Bundesregierung künftig mit dem Herdenschutz umgehen will.
00:00:20: also da gab es diese neuen Empfehlungen Herdenschutz.
00:00:24: Daraufhin haben Ines und ich uns nochmal gestern Abend zusammengesetzt, und haben den zweiten Teil aufgenommen.
00:00:29: Und als ich heute morgen den Download-Link zu dieser Broschüre vom Bundeslandwirtschaftsministerium gesucht habe, musste ich feststellen... Es gibt diese Broschüre nicht mehr online.
00:00:37: Sie wurde also offline genommen und meine Recherchen haben ergeben, warum.
00:00:41: Und zwar gab es zu viele Proteste dagegen.
00:00:44: Tatsächlich haben wir auch festgestellt, dass es dort viele technische Unschärfen gibt und viele Unwahrheiten, die da drin standen.
00:00:50: Vielleicht wird sie jetzt einfach überarbeitet?
00:00:52: Wir wissen es nicht!
00:00:53: Aber eins kann ich euch sagen in den nächsten neunzig Minuten bekommt ihr alle Hintergründe und alle Infos und alles was ihr wissen müsst rund um das Thema Wolfspolitik
00:01:01: in Deutschland.
00:01:03: Der Wolfspottcast.
00:01:06: Die Stimme unserer wilden Wölfe von und mit
00:01:10: Sabine Seibald.
00:01:12: Es ist Freitag und hier ist eine neue
00:01:14: Folge vom Wolfs
00:01:15: Podcast.
00:01:15: Hallo, herzlich willkommen!
00:01:16: Ich freue mich, dass ihr dabei seid an meiner Seite heute wieder Insiderin Ines.
00:01:21: viele von euch kennen sie.
00:01:22: Sie ist Regierungsoberamtsretin und Diplomverwaltungswirtin und arbeitet in einer Bundesbehörde und es seit dreißig Jahren im öffentlichen Dienst.
00:01:30: daher kennt sie Naturschutzrecht Behördenpraxis und die politischen Hinterzimmer und spricht auch heute wieder hier im podcast Klartext.
00:01:38: Und natürlich ist sie ehrenamtlich im Natur- und Artenschutz tätig!
00:01:42: Bühne frei für Ines, hallo und herzlich willkommen Ines.
00:01:46: Hallo Sabine auf ein neues Auf ein
00:01:49: neues.
00:01:49: Wir haben uns heute richtig viel vorgenommen.
00:01:51: wir werden heute viele Aktuelle Fälle besprechen, zu denen es einfach mal unfassbar viele Fragen gibt von euch aber auch von uns.
00:01:59: Und ich würde vorschlagen... Ich fasse das einfach mal ganz kurz zusammen damit ihr wisst was euch hier erwartet in dieser Folge heute.
00:02:05: Wir sprechen heute ein weiteres Mal über Hamburg und über den Wolf vom Jungfernstieg dann über den Kreis Olpe.
00:02:12: wir blicken nach Nordhessen In die Grafschaft Bentheim Nach Füssen und ins Oberallgäu.
00:02:17: natürlich wird es noch einmal um das Bundesjagdgesetz gehen Was Jäger jetzt genau dürfe mit Inkrafttreten des neuen BJG.
00:02:24: Und was eben nicht, wir müssen jetzt nur schauen, Ines dass wir den Überblick behalten und immer schön Häkchen dahinter machen damit wir nicht irgendwas vergessen oder übersehen.
00:02:33: Also wenn es ums Häkchchen machen geht mache ich einen Vorschlag.
00:02:37: Wir schaffen diese neuen diskriminierenden Sonderregelungen im Bundesjahrgesetz für den Wolf wieder ab Dann brauchen wir nur einen Häkchen zu
00:02:47: machen.
00:02:47: Dann ist die Sendung fertig, dann können wir nach Hause gehen?
00:02:53: Ja, das wäre schön aber das wird leider ein Traum bleiben.
00:02:55: heute müssen wir uns damit noch auseinandersetzen.
00:02:57: vielleicht sind wir ja irgendwann mal soweit dass es so ist.
00:03:00: Aber momentan haben wir noch einen Batzenarbeit der vor uns liegt und Ihnen sich würde vorschlagen den Anfang macht jetzt mal Sachsen-Anhalt.
00:03:08: Was ist da los?
00:03:10: was am hier vorbei gegangen ist völlig an mir vorbei gegangen
00:03:13: Also ausgerechnet Sachsen-Anhalt, was bisher immer geglenzt hat durch ein hervorragendes wissenschaftliches Wolfsmonitoring und Wolfsmanagement.
00:03:23: Ausgerechnet hier in diesem Bundesland ereignete sich der erste Skandal zumindest er jetzt bekannt wurde.
00:03:30: Es gab im Vorfeld schon Gerüchte dass es da zu weiteren Übergriffen gekommen ist von Wölfen auf Schafe an einem Elbdeich.
00:03:41: Der Freundeskreis Freilebender Wölfe hatte daraufhin eine Uig-Anfrage gestellt an alle zuständigen Behörden im Rundumschlag, weil es her ja nicht geklärt ist.
00:03:53: Es gab keine offizielle Zuständigkeitsverordnung, Zuständigkes Verlagerung Mitteilungen der Behörde.
00:04:00: Welche Behördien denn jetzt für was zuständig sind?
00:04:03: Daraufhin hatte der Freundes Kreisfreilebnder Wölfer dann mehrere Behörder in Sachsen-Anhalt angeschrieben Natürlich auch die untere Jagdbehörde des Landkreises Wittenberg.
00:04:17: Dann bekamen wir plötzlich die Mitteilung, es wurde ein Wolf des Golmarodels geschossen und die Behörden hatten natürlich nicht geantwortet auf die UIG-Anfrage.
00:04:32: dann sind wir ja Mitarbeiter kann man nicht sagen also die Mitglieder eines Kreisfreilebender Wölfern.
00:04:39: Die sind dann in die Ermittlung eingestiegen und haben weitere RUIG-Anfragen gestellt.
00:04:46: Eine Behörde teilte mit,
00:04:49: dass
00:04:50: der Jäger den Wolf erlegt hatte, die Übergabe, Zwecksreprobung und Begutachtung, die ja notwendig ist für das Monitoring, was das WZI durchführt – also das Wolfskompetenzzentrum –.
00:05:09: Der Jäger hatte die Herausgabe des erlegten Wolfes erst verweigert, dann hat die untere Jagdbehörde des Landkreises Wittenberg die herausgabe angeordnet.
00:05:21: Aber der Jäge hatte den Wolf
00:05:24: zerstückelt... Bitte?
00:05:27: ...hat den Kopf die Gliedmaßen und den Schwanz abgetrennt, hat sie vermutlich als Trophäe behalten dem geschenndeten Körper, also den Rumpf dann an das WZI übergeben.
00:05:43: Nach der Untersuchung stellte sich heraus, dass es nicht mal der Wolf war auf den die Jagd gerichtet war, also auf den sogenannten Schadwolf.
00:05:56: Es wurde also ein völlig unbeteiligter, völlig unauffälliger Wolf erschossen.
00:06:02: Das ist unglaublich.
00:06:03: Ja Was hier noch hinzukommt, der Freundeskreis Freilebender Wölfer hatte zusammen mit der UIG-Anfrage an die Behörden auch an die unteren Jagdbehörde des Landkreises Zwittenberg hingewiesen auf die Rechtswidrigkeit dieser Maßnahme.
00:06:20: Der hätte gar nicht abgeschossen werden dürfen, der Wolf?
00:06:22: Nein!
00:06:23: Also da kommen wir vielleicht noch zu wenn man nochmal auf das Bundesjagdgesetz eingehen.
00:06:28: Das ist wirklich schockierend Da kann man nichts weiter sagen.
00:06:32: Aus der Antwort geht hervor, dass eine Mitarbeiterin der unteren Jagdbehörde des Landkreises Wittenberg herzuruf sozusagen den zuständigen Jäger die Erlaubnis erteilt hat einen Wolf
00:06:47: zu schießen.
00:06:48: Also das heißt es gab Lack gar nicht schriftlich vor?
00:06:52: Das ist nicht bekannt.
00:06:54: ob diese Mitarbeiterin dem Jägern das schriftliche erlaubt hat oder mündlich Der Telefon, keine Ahnung.
00:07:03: Jedenfalls ein Fall ohne Genehmigung.
00:07:08: Was weiß man über den Jagd aus Übungsberechtigten der diesen Wolfsmord vorgenommen hat?
00:07:13: Ist das ein Jagdpächter oder ist es ein Hobbyjäger?
00:07:17: Keine Ahnung!
00:07:19: Nun ist es ja aber so, dass nach dem Paragraf vierzig Absatz zwei Satz eins Nummer eins B nach G. Jetzt werde ich mal ein bisschen...
00:07:28: Wow!
00:07:28: Was
00:07:29: gut gelernt?
00:07:29: Ja genau.
00:07:31: Ich habe mir so Karten gemacht die liegen hier immer für jede Folge weil ich brauche immer so Background-Infos und jetzt brauche ich die Karte Aneignung.
00:07:38: das sind so Karteikarten.
00:07:39: da steht Aneignung.
00:07:40: Nach diesem eben genannten Paragrafen verboten, Tiere besonders geschützter Arten in Besitz oder Gewahrsam zu nehmen.
00:07:48: Also der Jäger hat jetzt eigenmächtig diesen Wolf behalten was er nicht darf weil nach wie vor ist ja der Wolf eine strengen oder besonders geschwützte Art?
00:07:58: Beides beides!
00:08:00: Er ist
00:08:00: besonnen.
00:08:01: also es gibt im BNHG zwei Kategorien wenn man das so sagen möchte.
00:08:07: Es gibt einmal besonders geschürzte Arten und es gibt streng geschützte Arden Und das ist definiert über den Paragraphen sieben, Absatz zwei.
00:08:20: Das glaube ich.
00:08:20: Absatz zweit Nummer drei zehn A und Nummer vierzehn A genau
00:08:26: kann man also nachlesen wenn man sich dafür interessiert.
00:08:29: Genau da steht er so drin.
00:08:30: in dem was ich jetzt gerade hier habe steht drin dass der Jäger ein Tier einer solchen Art nicht im Besitz oder gewahrsam nehmen darf und auch nicht verarbeiten darf.
00:08:40: Nun ist hier ja alles schief gelaufen, im Prinzip wir fassen zusammen... Er hat die durch den Wolf abgeschossen und der wurde zerlegt und nur in Teilen den Behörden übergeben.
00:08:51: Und die Behörde haben damit gemacht?
00:08:52: Die haben gesagt ne Rumfrauchte uns das gut sein oder wie?
00:08:57: Genau!
00:08:59: Die haben sich dicht mal gewährt und darauf bestanden dass der Jäger den Wolf herausgibt.
00:09:08: Weil hier kommt ja noch hinzu, Deutschland ist weiterhin verpflichtet das Monitoring durchzuführen.
00:09:16: Und das kann man nur durchführen wenn ich jeden Wolf untersuche.
00:09:23: Es kommt nämlich auch auf die Gesundheitsdaten an Auf die Altersstruktur und so weiter.
00:09:30: Wichtig ist ja für die Untersuchung des Tieres den Zustand der Kopf Für die Bestimmung des Alters, das Gebiss, das Zustand des Gebisses und so weiter.
00:09:41: Das sind alles wichtige Daten für das wissenschaftliche Monitoring.
00:09:46: Und das hat der Jäger hier sabotiert.
00:09:49: Was?
00:09:49: Ganz kurz in meiner Fantasie was will er mit dem Kopf machen?
00:09:53: Es ist eine Trophäe eindeutig!
00:09:55: Und mit den Beinen?
00:09:57: Ja wahrscheinlich die Krallen denke ich mal...
00:10:00: Und den Schwanz hängt da dann an seiner Auto-Antenne.
00:10:02: So wie früher der Fuchschwanz kommt jetzt der Wolfschwanz daran
00:10:05: Genau, den hängt er sich an seine Mütze oder sonst wohin weil er wahrscheinlich einen zu klein hat.
00:10:11: Das ist möglich.
00:10:12: aber das Problem was ich jetzt habe... Ich komme damit überhaupt nicht klar!
00:10:18: Es ist
00:10:19: natürlich auch erschütternd ja dass die Behörden das mitmachen, dass sie sich das gefallen lassen.
00:10:26: also ich bin ja auch entsetzt über die Naturschutzbehörden in Sachsen-Anhalt.
00:10:30: Hier spreche ich jetzt ganz insbesondere das Landesamt für Umwelt an und das Landesverwaltungsamt.
00:10:39: Und auch den Umweltminister von Sachsen-Anhalt, Herr Prof.
00:10:44: Willingmann.
00:10:46: Das kann nicht sein dass die sowas hier durchgehen lassen!
00:10:50: Es ist schockierend.
00:10:52: der Wolf ist immer noch eine besonders so eine streng geschützte Art.
00:10:56: nach dem Bundesnaturschutzgesetz haben die Aufgabe und die Verpflichtung, für den Schutz der Arten zu sorgen.
00:11:06: Und vergehen dagegen auch nachzugehen.
00:11:10: Es kann nicht sein dass sie
00:11:11: sich so was bieten lassen!
00:11:13: Das
00:11:14: ist unglaublich!
00:11:15: Wie sieht es denn jetzt in der Region mit Rissen aus?
00:11:17: Jetzt wurde ja der falsche Wolf geschossen gibt's jetzt dort weiter Risse und lag da Händenschutz vor... Was weiß man darüber?
00:11:24: Das kommt ja auch noch hinzu.
00:11:26: Die Jagdwäuer gerichtet auf den rüden GW-Fürzig zwölf M. Dieser Wolf wurde sozusagen freigeklagt vom Freundeskreis Freilebender Wölfe, dazu gab es Anfang des Jahres ein Orteil das Oberverwaltungsgericht des Magdeburg und das hatte entschieden dass der Wolf nicht abgeschossen werden darf weil eben die die Möglichkeiten des Herdenschutzes nicht ausgeschöpft waren.
00:11:59: Das gibt es doch gar nicht!
00:12:00: Ja, das Oberverwaltersgericht Magdeburg und das fand ich damals absolut oberkohl.
00:12:06: Die hatte sogar noch eine Kaufempfehlung
00:12:10: mit Link
00:12:11: in das Orteil geschrieben wo sich der Schäfer denn für wirklich wenig Geld geeignete Zäune noch kaufen kann, damit er den Herdenschutz aufrüsten
00:12:22: kann.
00:12:22: Das haben die da reingeschrieben, die Richter?
00:12:24: Ja,
00:12:25: das war total klasse!
00:12:28: Rächtlicher Hintergrund ist im Prinzip ganz einfach und das hat sich – das muss ich jetzt auch nochmal betonen – überhaupt
00:12:34: nicht geändert.
00:12:36: Es ist nach wie vor so das Entnahmen oder Aus Ausnahme von geschützten Arten, Tötung von geschützen Arten nur unter strengen Voraussetzungen stattfinden dürfen.
00:12:48: Das ist Artikel sechzehn Absatz eins der FFH-Richtlinie und da steht drin dass die Tätung das allerletzte Mittel ist
00:12:58: und vorher
00:12:59: alle Alternativen auszuschöpfen sind.
00:13:02: also nur das Ultima Ratio das heißt umgelegt jetzt auf diesen Fall.
00:13:07: Wenn es noch Möglichkeiten gibt den Herrenschutz zu verbessern, dann sind diese auszuschöpfen bevor ich hier ein Tier einer geschützten Art abschieße.
00:13:17: Noch dazu wo es eine gefährdete Art ist.
00:13:21: Das entspricht auch nicht in Vorgaben der Orhus Konvention.
00:13:25: das Behörden dieser Entscheidungen zum Abschuss eines Wolfes Nicht veröffentlichten vorher damit eben Umweltverbände die Möglichkeit haben solche Maßnahmen rechtlichen Prüfung zuzuführen.
00:13:40: Das wurde alles geheim gemacht und dann noch auf Abruf sozusagen, ohne dass hier die artenschutzrechtlichen Prüffungen durchgeführt worden sind.
00:13:51: Es muss zum Beispiel... Und da spielt es überhaupt keine Rolle in welchem Gesetz das steht!
00:13:57: Es muss durchgeführt werden eine Prüf- um zu ermitteln, wie wirkt sich denn diese Tötung auf den Erhaltungszustand aus?
00:14:07: Ist er dadurch gefährdet oder ist die Erreichung des günstigen Erhaltungszustands dadurch ja gefährdet?
00:14:17: und solche Prüfungen haben nicht stattgefunden.
00:14:22: Man hat dann einfach ... das war wirklich ein Willkürakt trotz des Orteils des OVG Einfach willkürlich dann einen Wolf abgeschossen.
00:14:33: Also das Thema Aneignung haben wir ja schon einigen Folgen vorher besprochen, ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet dass es so schnell so akut wird.
00:14:40: Was gibt es zum Thema Aeneignungen noch zu sagen?
00:14:42: Es gibt einmal nach Paragraph forty BNHG das sogenannte Besitzverbot oder Besitzverbote und es gibt die Vermarktungsverbote.
00:14:54: Das sind zwei verschiedene Sachen
00:14:56: dass
00:14:59: es verboten ist, Tiere der geschützten Arten in Besitz oder gewahrsam zu nehmen.
00:15:06: In Besitz und Gewahrsam haben oder zu be- oder verarbeiten heißt hier in dem Fall zu stickeln.
00:15:16: Etwas anderes ist das Vermarktungsverbot.
00:15:19: Das beruht auf den Washingtoner Artenschutzabkommen und darauf dann die EU-Artenschutzverordnung.
00:15:28: Das sagt aus, dass es verboten ist mit Tieren oder Teilen von ihnen die erkennbar zu dem zugeschützten Tierengehörn verboten sind.
00:15:41: Deutschland hat mit dem BNHG, mit dem Besitzverbot eine Vorgabe der EU-Atemsturzverordnung umgesetzt,
00:15:51: um
00:15:52: dieses Verbot des Handelns und der kommerziellen Ausbeutung vorzubeugen, effektiv vorzudeugen hat man verboten solche geschützten Tiere überhaupt erst in Besitz nehmen zu können.
00:16:06: Ja?
00:16:07: Jetzt ist es so dass ein Verstoß gegen das Besitzverbot nur eine Ordnungsbetrigkeit ist nach dem Benatsch-G aber mit sehr hohem Bußgeld belegt werden kann.
00:16:18: Aber ein Verstoß gegen Das Vermarktungsgebot.
00:16:21: also hier Trophäenhandel und so weiter, das is ne Straftat.
00:16:27: Und jetzt kommen wir zu dem Aneignungsrecht.
00:16:30: Jäger behaupten ja immer, sie hätten das Aneigungsrecht wenn geschützte Tiere im Jagdrecht stehen.
00:16:38: und hier kommt das alte Thema wieder hoch Konkurrenz zwischen dem Artenschutzrecht und dem Jagdrecht.
00:16:46: Was gilt denn hier?
00:16:49: Es gibt auch schon Rechtsprechung dazu es gibt Orteile dazu was dann hier Vorrang hat.
00:16:54: also ganz einfach ausgedrückt Haben die artenschutzrechtlichen Verbote des Paragrafen-IV BNHG Vorrang oder das Anreignungsrecht des Jägers?
00:17:06: Was meinst
00:17:08: du?
00:17:09: Naja, ich denke mal BNHD.
00:17:11: Ja genau!
00:17:13: Weil wer sich dafür näher interessiert der beschäftige sich mal mit dem Paragraphen-XVIII Absatz II Satz II.
00:17:22: Das ist ein bisschen verschachtet ausgedrückt, aber im Grunde sagt diese Vorschrift aus.
00:17:29: Dass diejenige Vorschriften Vorrang hat, die die spezielleren wirksameren Regelungen zum Schutz und zur Pflege der betreffenden Arten
00:17:42: haben.
00:17:44: Und ich sage mal das Tod schießen!
00:17:47: oder das Zerstippeln einer geschützten Art.
00:17:50: Das ist ja wohl keine spezielle Regelung zum Schutz und zum Pflege, zur Fliege der Tiere.
00:17:57: Also haben hier die artenschutzrechtlichen Regelungen des BNHG hier geregelt den BNHD Vorrang
00:18:07: d.h.,
00:18:08: die Besitzverbote Und das Vermarktungsverbot greifen hier voll umfänglich und der Jäger kann sich hier nicht auf sein Aneignungsrecht berufen.
00:18:16: Wie
00:18:16: kriegen wir das jetzt in die Köpfe der Jägereien?
00:18:18: Die wollen das ja nicht verstehen, die freuen sich glaube ich auf nichts mehr als auf die eigenen Wölfe zu Hause im Wohnzimmer oder vom Kamin oder im Büro.
00:18:26: einen Wolfskopf an der Wand gibt es ja hier in Berlin.
00:18:31: So, wie kriegen wir das in die Köpfe rein?
00:18:33: Dass sie das einfach nicht dürfen und dass noch viel wichtiger ist.
00:18:36: Das werden wir mal so einen erwischen.
00:18:38: oder wenn wir zum Beispiel... Wir haben ja auch... Wir gehen ja investigativ vor, wenn wir z.B.
00:18:43: mitkriegen, dass jemand mit dem Kopf handelt.
00:18:46: Das traue ich mir drüber zu, dass wir da weiterkommen.
00:18:50: Ja, sowieso!
00:18:51: Aber was kriegen wir jetzt in den Kopf der Leute rein, dass die das nicht dürfen den Wölfen lassen, wenn sie sich schon töten dass die wenigstens ordnungsgemäße abliefern und nicht damit noch Schindluder treiben.
00:19:05: Wie kriegen wir das in die Köpfe rein?
00:19:07: Das
00:19:08: weiß ich nicht.
00:19:09: wie du irgendwas in Holzköpfe reinkriegst keine Ahnung.
00:19:14: Ich bin von der Menschheit sowieso so enttäuscht.
00:19:16: ich erwarte da nichts mehr.
00:19:18: aber dazu muss man sagen ja und hier muss ich auch nochmal die Naturschutz Verwaltungen in die Pflicht nehmen Ja, die dürfen sich sowas nicht bieten lassen.
00:19:28: Die müssen hier auf Herausgabe des Körpers bestehen weil Deutschland hat nach wie vor die Pflicht hier ein Monitoring durchzuführen.
00:19:37: und gerade bei Anhang Föpfarten ist ein wissenschaftliches Monitoring das A und O. Es muss wirklich ja ich will nicht sagen lückenlos weil es gibt es ja nicht so was aber dürfen keine Ungewissheiten bestehen über den Zustand der Population.
00:19:58: Das ist eine zwingende Voraussetzung nach Artikel vierzehnte FFH-Richtlinie um Arten nutzen zu können, also auch bejagen zu können.
00:20:09: Sobald kleinste Unsicherheiten über den Zustand der population bestehen haben die Staaten die Verpflichtung dafür Sorge zu tragen, dass die Population in einem günstigen Erhaltungszustand kommt und von jeglichen Jagdlichen oder Entnahmemassnahmen abzusehen.
00:20:30: Auch bei Unsicherheiten.
00:20:33: Das kann nicht sein!
00:20:34: Und wenn durch solche jagdlichen Maßnahmen oder durch solche Jäger hier die Arbeit der Naturschutzbehörden auch noch behindert wird Ja gut, damit habe ich mich jetzt nicht befasst.
00:20:45: Was das für ein Vergehen sein könnte?
00:20:47: Ich weiß es nicht!
00:20:49: Die eine Behörde behindert die andere keine Ahnung.
00:20:54: Sie können sich aus meiner Wege auch die Körper einhauen und bloß sie sollen ihre Arbeit machen.
00:21:00: Aber sich hier wegducken und gar nichts machen, das geht überhaupt nicht.
00:21:05: Nein natürlich geht's
00:21:06: gar nicht.
00:21:07: Es ist auch so... Weil von den Verboten nach §四 können ja Ausnahmen genehmigt werden.
00:21:15: Also zum Beispiel auch die Ausnahmegenehmigung, sich Teile oder das Tier einer geschützten Art aneignen zu dürfen.
00:21:24: Das ist aber eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung, die von einer Naturschutzbehörde auszustellen ist.
00:21:33: und damit Ich trete den Naturschutzbehörden in Sachsen-Anhalt hier in den Arsch.
00:21:39: Die
00:21:39: sollen sich so was verdammt noch mal nicht gefallen lassen?
00:21:43: Natürlich nicht!
00:21:44: Das ist unfassbar, weil wir als Bürgerinnen und Bürger haben ja auch ein Wort mitzureden, was mit den Tieren da draußen im Wald passiert.
00:21:50: Genau so ist es, weil Wildtiere gehören niemandem.
00:21:55: Niemand hat das Recht hiermit nach Flinte durch dem Wald zu gehen oder durch die Wiesen zu streifen und Tiere totzuschießen.
00:22:03: Was sich Jäger hier herausnehmen, das ist unfassbar.
00:22:08: Das ist asoziales
00:22:09: Verhalten
00:22:12: zu Lasten der
00:22:13: Gemeinschaft.".
00:22:15: Und das ist nicht mehr, dass es gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel.
00:22:18: Jetzt müssen wir ganz kurz die Frage noch klären weil sie wird kommen.
00:22:21: da werden sich viele Leute drüber aufregen über diesen Fall in Sachsen-Anhalt.
00:22:25: gibt's dann eine Möglichkeit gegen zu klagen Strafanzeige zu stellen gegen whoever meinetwegen Behörde oder Jäger unbekannt?
00:22:31: aber gibt's da eine Möglichkeit?
00:22:32: Oder sind uns auch da die Hände gebunden?
00:22:34: Natürlich jeder kann eine Straffanzeigestelle.
00:22:37: gut Ja
00:22:38: Dann würde ich sagen fühlt euch bemüßigt
00:22:41: ran.
00:22:41: Genau also wie gesagt Die untere Jagdbehörde des Landkreises Wittenberg hat das verbockt.
00:22:47: Trotz Belehrung, dass das alles rechtswidrig ist.
00:22:50: und die berufen sich ja bei ihren Schandtaten auf das neue Bundesjagdgesetz hier auf den Paragrafen Zweihnzwanzig D Absatz drei.
00:23:02: Genau da dürfen dann Wölfe ohne Genehmigung abgeschossen werden sogar das ganze Rudel wenn die Schäden nicht aufhören.
00:23:13: Also einfach so willkürlich, ohne Prüfung.
00:23:18: So eine Art Gefahrenabwehr oder sowas war das doch nicht.
00:23:21: genau darauf berufen die sich und sagen denn ja das ist doch rechtmäßig.
00:23:25: nein es ist nicht weil.
00:23:28: artikel zwanzig Absatz drei Grundgesetz
00:23:32: bindet
00:23:32: die Exekutive an Recht und Gesetz und dazu gehört nach der Rechtsprechung des OGH auch dass höherrangige der Union, das heißt hier die FFH-Richtlinie und die Ottele des OGH.
00:23:50: Und wenn eine Amtsperson wissentlich gegen dieses höherrangigerecht verstößt dann kommt auch noch der Tatbestand der Vorsetzlichkeit mit dem Spiel.
00:24:01: Das heißt hat ein Amzträger vorsätzlich die Tötung einer streng geschützten Art angewiesen hat er sich mit strafbar gemacht.
00:24:12: Das heißt, in dem Fall könnt ihr nicht nur den Jäger anzeigen sondern auch die zuständigen Amtspersonen.
00:24:19: Wie haben Sie sich mit strafbar gemacht?
00:24:21: Gut!
00:24:23: Ja dann legt los.
00:24:24: Ihr wisst was zu tun ist.
00:24:26: Ines hat das jetzt gut beschrieben.
00:24:28: andere Möglichkeiten haben wir nicht und wir Ines und ich können nicht alles machen.
00:24:32: Wir haben verschiedene anderen Strafanzeigen laufen Und da brauchen wir jetzt wirklich dringend Unterstützung.
00:24:37: aber Ich weiß dass unter euch ganz viele sind, die wenn sie so was hören sofort sagen ich mache damit.
00:24:43: Ich stelle eine Strafanzeige.
00:24:45: Wichtig ist auch, dass diese Informationen an die Behörden herangetragen werden und das alles was Sie jetzt machen stellt potenziell eine Straftat dar.
00:24:55: Wenn dann ein Bürger Kenntnis davon erhält, dass ein Wolf abgeschossen worden ist dann Strafanzeigestellen.
00:25:04: Auf
00:25:04: einen Punkt möchte ich auch noch hinweisen, das ist auch noch ganz wichtig.
00:25:08: Deutschland hat zwar in einigen Teilen recht gutes funktionierendes Volksmonitoring aber es entspricht immer noch nicht den Anforderungen wie es sein müsste um verlässliche Aussagen geben zu können über den Zustand vor allen Dingen der lokalen Population.
00:25:30: Bleiben wir mal bei dem aktuellen Fall in Sachsen-Anhalt.
00:25:33: Da ist aktuell nicht bekannt, wie die Rudelstruktur ist.
00:25:38: Man weiß nicht, ist da eine Fähre, die gerade Welpen zur Welt gebracht hat?
00:25:45: Sind dort Jährlinge, die eventuell bei der Aufzucht der Welpen helfen können?
00:25:51: Wer ist der Vater?
00:25:52: Wer is' die Mutter?
00:25:53: Also man weiß nichts aktuell!
00:25:56: Und jetzt kommt noch etwas anderes hinzu Wenn ich, also rein rechtlich ist es so.
00:26:03: Nach den Orteilen des OGH und nach der FFH-Richtlinie wenn ich keine belastbaren Daten über den Zustand der Population habe.
00:26:12: das gilt ja jetzt nicht nur für die große ich sage mal jetzt hier für die zentraleuropäische Population sondern das geht auch für die lokalen Population.
00:26:23: Belastbaren zuverlässigen Daten haben über den Zustand der Population, haben jegliche Eingriffe zu unterbleiben.
00:26:31: Der Wolf ist immer noch eine geschützte Art.
00:26:34: Jetzt kommt uns hier Zu dieser Zeit auch noch das Jagd recht zugute.
00:26:39: Wall nach Paragraph Zweiundzwanzig Absatz Vier Bundesjagdgesetz Ist jetzt die sogenannte Setz- und Aufzuchtzeit.
00:26:48: Und jetzt gilt der Schutz der Elterntiere.
00:26:52: Und das ist beim Wolf nicht nur für die säugende Fähre, sondern auch für den Vaterwolf.
00:26:58: Weil die säughende Fähe in der ersten Zeit in der Höhle verbleibt, nicht rauskommt und sie ist in dieser Zeit auf dem Vaterwolf angewiesen, der sie mit Nahrung versorgt und der sie beschützt.
00:27:13: Wenn Jährlinge da sind, tun Sie das Gleiche!
00:27:18: Wir
00:27:18: sind jetzt genau in der Zeit, wo die mit der Aufzucht beschäftigt sind und wo kein einziger Wolf theoretisch geschossen werden darf.
00:27:25: Und warum
00:27:26: das so ist?
00:27:27: Das ist ganz wichtig!
00:27:28: Weil es faktisch unmöglich ist einen adulten Wolf von einem Jährling zu unterscheiden.
00:27:36: Man kann nicht mal eine Fähre von einem Rüden unterscheidet und schon gar nicht nachts auch nicht mit Nachtsichtgeräten usw.
00:27:44: Das heißt man schießt blind einen Wolf ab und man begeht als Jäger, also begibt sich in Gefahr als Jägern eine Straftat zu begehen weil er nicht sicher sein kann dass er tatsächlich kein Elterntier abschießt.
00:28:01: Trotzdem sprechen wir in dieser Folge über nichts anderes, also über geplante Abschüsse von Wölfen.
00:28:05: Es ist so absurd!
00:28:07: Ich kann das gar nicht oft genug sagen wie sehr mich das befremdet?
00:28:10: Wie sehr diese ganze Diskussion sich jetzt in eine Richtung entwickelt die eigentlich untragbar ist und wo wir ganz dringend aktiv werden müssen.
00:28:17: aber lass uns mal jetzt zum nächsten Fall kommen den wir besprechen wollten.
00:28:20: da geht es auch um einen beantragten Abschuss und zwar hat diese Geschichte stattgefunden in Füssen im Allgäu Das ist in Bayern.
00:28:28: Weißt du was da los war?
00:28:29: hast du das mitbekommen?
00:28:31: Ja, das war dieser Fall eines Wolfes der sich in die Stadt verirrt hatte.
00:28:38: Das erinnert
00:28:38: mich so an den Hamburger Fall.
00:28:42: Wobei das hier sehr unspektakulär war muss man sagen.
00:28:45: Und trotzdem hat wohl der Landrat eine Abschussgenehmigung beantragt.
00:28:50: also voll in Panik nur wenn man da einen Wildtier sieht was auch noch völlig harmlos ist und offensichtlich auch sehr verängstigt.
00:29:00: Also ich kann sowas nicht nachvollziehen.
00:29:02: Die Menschen
00:29:03: haben sich so entfremdet von der Natur,
00:29:06: die
00:29:07: reagieren wie... Also ich weiß nicht.
00:29:10: Es kommt ja noch hinzu in Füssen, das war ja in den frühen Morgenstunden.
00:29:14: Das heißt es war jetzt nicht an so einem normalen Markttag oder einen normalen Tag wo Touristen da spazieren gehen.
00:29:20: Das waren im frühe Morgenstunde, dass ist genau die Zeit der Wölfe öfter mal in menschlichen Siedlungen gesehen werden.
00:29:26: In der Regel sieht man das nicht bekommt man das ja nicht mit weil dann schläft man ja noch.
00:29:30: und nun hat sich hier zugetragen dass ein paar Leute das mitbekommen und auch fotografiert haben und sofort sind die Medien angesprungen Und es wurde eine Gefahrenlage heraufbeschworen.
00:29:43: Es ging schon darum, der Tourismus ist in Gefahr und so weiter.
00:29:47: Medien haben da wirklich maximale Horror-Szenarien beschrieben... Und daraufhin haben dann die Behörden einfach mal oder beziehungsweise Landrat, hat dann eine Abschlussverfügung beantragt und unseres Wissens nach.
00:29:59: Ich weiß jetzt nicht was sie im Hintergrund machen aber hat er die nicht bekommen?
00:30:03: Es gibt also für Füßen hier zumindest schriftlich keine Allgemein Verfügung oder keine Ausnahmegenehmigung.
00:30:09: zu Entnahme eines Wolfs finde ich schonmal sehr gut weil stell dir mal vor wenn wir jetzt anfangen jeden Wolf der sich menschlichen Siedlungen nähert abzuschießen dann haben wir ja bald hier Schweizer Verhältnisse.
00:30:20: Das kann es nicht sein.
00:30:21: Und
00:30:22: das geht einfach nicht.
00:30:25: Es macht einen wirklich sprachlos, wie gesagt aber das ist ja da offensichtlich nochmal gut gegangen.
00:30:29: Da laufen glaube ich auch ein paar UiG-Anfragen.
00:30:32: Wir können's noch nicht mit Sicherheit sagen dass das gutgeht Aber zumindest sieht es so aus Dass eben halt auch gesagt wurde von den Verantwortlichen Die formalen Voraussetzungen liegen hier halt einfach mal nicht vor.
00:30:41: Den Wolf können wir nicht entnehmen, aber in anderer Fall ist heute dazu gekommen.
00:30:45: Das spielt auch in Bayern und der ist ein bisschen beunruhigender.
00:30:48: Da hat nämlich das Landratsamt Oberallgäu eine Abschlussverfügung erlassen, und zwar schon am dreißigsten vierten.
00:30:56: Die wurde aber erst heute, wir haben heute den zwanzigsten Fünften öffentlich gemacht.
00:31:00: also liegt mal gut irgendwie, liegt drei Wochen zurück.
00:31:04: Und zwar betrifft es... Ein einzigen Wolf, der abgeschossen werden darf.
00:31:08: Jetzt kommt's Achtung!
00:31:10: Demnach dürfen alle Jagd aus Übungsberechtigten im nordöstlichen Oberallgäu sowie im angrenzenden Ostallgäus diesen Wolf erlegen.
00:31:19: Die Abschusszone betrifft den Bereich rund um den Kämtner Wald Kraftisried Wildpolsried und Betzigau im Umkreis von zehn Kilometern.
00:31:29: Das meldet das Nachrichtenportal Blaulicht-Report Südschwaben.
00:31:33: Der Einsatz von Nachtsichtgeräten ist erlaubt, der Wolf darf also auch nachts gejagt werden.
00:31:39: Ja und warum?
00:31:40: Ist das so?
00:31:40: Warum gibt es diese Abschlussverfügung, der Wolf steht im Verdacht für zahlreiche Risse von Schafen und Ziegen verantwortlich zu sein.
00:31:49: Er steht im Verdacht ja.
00:31:51: Jetzt habe ich da heute mal ein bisschen recherchiert weil das ist eine Geschichte.
00:31:54: Da haben mich ganz viele darauf angesprochen.
00:31:57: Ich hab ganz viel Post dazu bekommen, Mails und Sprachnachrichten von euch Und ganz, ganz viele Leute total befremdet und ich kann nur sagen alles was mir jetzt zur Verfügung steht an Infos darunter unter anderem auch von einer Person von dort, lässt darauf hindeuten dass da der nächste Skandal ins Haus steht.
00:32:15: In dieser Sprachnachricht heißt es nämlich sagt diese Person sie kennt in dem Bereich nur Kuweiden die sind das ganze Jahr da draußen.
00:32:23: aber scharfe und Ziegen hat die Personen von dieser Spracht Nachricht noch nie gesehen.
00:32:28: Es gibt einen Hof.
00:32:29: Da stehen so ein paar Schafe direkt vor dem Hof Aber mehr soll es da nicht geben.
00:32:33: plus Nächster Hammer beim LFO, beim Landesamt für Umwelt sind keine Daten für Risse um den öffentlich gemachten Risszeitraum vom achtzehnten vierten sechsundzwanzig hinterlegt.
00:32:45: Selbst Anwohner wundern sich und werden sauer.
00:32:49: dort gibt es wahrscheinlich noch nicht mal ein Wolf wenn überhaupt einen durchziehenden Durchzügler oder so auf jeden Fall ein Einzelwolf wahrscheinlich.
00:32:57: Es gibt keine Daten.
00:33:01: Es gibt dort auch keine Schafe und Ziegen.
00:33:03: Und alle fragen sich jetzt vor Ort und werden auch sauer, was wollt ihr?
00:33:07: Wieso soll hier ein Wolf entnommen werden?
00:33:10: Wie klingt das für dich wenn du das hörst?
00:33:12: Ja nach Willkür!
00:33:14: Wir wissen ja dass Bayern hat zuerst gefordert vom Bund den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes zu erklären Und von Bayern kommt auch die Forderung sogenannte Weidezonen einzurichten, in dem angeblich kein Herdenschutz durchgeführt werden kann.
00:33:35: Was sie jetzt hier machen ist einfach jeden Wolf auf Sicht abschießen nur weil der sich da mal gezeigt hat ohne Nachweise oder alles...
00:33:44: Mit Lügen!
00:33:45: Hier wären ja Lügen draufgetrischt.
00:33:48: Da wird willkürlich ein Wolf zum sogenannten Problemwolf erklärt, nur weil er gesehen worden ist.
00:33:56: Und dann wird eine Abschlussverfügung erlassen und jeder Wolf, der zufällig rumrennt, wird einfach abgeknallt.
00:34:04: Du musst dir vorstellen, alle Jagdausübungsberechtigten dürfen sich an der Jagd auf diesen Wolf beteiligen.
00:34:09: Stellt ihr mal vor was da abgehen wird?
00:34:10: Das wird wie ein Hexenjagd werden!
00:34:13: Stellt
00:34:14: es uns bitte mal vor!
00:34:15: Genau!
00:34:16: Da findet sicherlich auch einen Wettstreit statt.
00:34:19: Derjenige, der den Wolf erschießt hat seine Trossäle.
00:34:24: Also alles das, was man seitens der Bundesregierung auch behauptet hat.
00:34:29: Ja, Trophäenjagd bleibt verboten und so weiter.
00:34:31: blablabla es ist alles nur ein Feigenglad.
00:34:34: Dieses ganze Bundesjagg-Gesetz ist darauf ausgerichtet dass Jäger hier endlich legal ihre Wolfstrophäe
00:34:44: finden.
00:34:44: Ja ja da geht's darum, dass die freie
00:34:46: Bahn haben wollen.
00:34:46: Es geht nur darum!
00:34:50: Und der Fall in Sachsen-Anhalt er zeigt es nun auf Ja,
00:34:55: auf schockierender Art und Weise.
00:34:58: Also ich finde jetzt diesen Fall besorgniserregend vor allem weil der Wolf ja mutmaßlich noch am Leben ist wobei mich das wundert, ne?
00:35:05: Weil
00:35:06: es wird wahrscheinlich ein Durchwand unter Wolf sein.
00:35:09: und dann kennen wir auch die Problematik dass die Alpinepopulationen und die zentraleuropäische Populationen die kommen einfach nicht zueinander, da besteht kein ausreichender Genfluss Durch die Population, weil eben massiv auch schon von Österreich und Bayern.
00:35:27: Da wird massif werden... ...wird jeder Wolf der da gesehen wird, der wird abgerknallt.
00:35:34: Weil die wollen verhindern dass sich die population miteinander verbinden dass sich die Bestände erholen können, das wird massiv und aktiv verhindert.
00:35:44: Ja, schon immer so gemacht.
00:35:46: Das ist jetzt nicht neu?
00:35:47: Das müssen wir dazu sagen...
00:35:48: Also Bayern ist wirklich das allerletzte!
00:35:51: Also ganz kurz für die Menschen in der Region, die wir gerade genannt haben wohnen ich weiß wie ihr euch fühlt mir geht es genauso.
00:35:58: Ich bin gut hundert Kilometer entfernt aber ich fühle das gleiche.
00:36:02: Ich fühle eine Ohnmacht.
00:36:03: Es ist extrem besorgniserregend was da unten läuft.
00:36:07: Das ist jetzt ein Fall, den wir kennen.
00:36:09: Es wird noch viele weitere geben und von daher heißt es hier eben halt auch dem Einhalt zu gebieten.
00:36:15: inwieweit kann man das jetzt noch stoppen?
00:36:17: Also ich weiß dass jetzt Uigernfragen raus sind.
00:36:20: Einige Bürger haben sich schon mobilisiert und werden sich dem Ganzen auch noch annehmen.
00:36:24: Da hat's auch den nächsten Spaziergängen gegeben in der Region.
00:36:27: Richtig genau so was also den Behörden zeigen.
00:36:30: Wir machen diese Willkür nicht
00:36:31: mit
00:36:32: da.
00:36:32: wir sind ja immer noch Ich hoffe es doch.
00:36:35: Immer noch in einem Rechtsstaat und Behörden, die sich so offensichtlich rechtswidrig verhalten und EU-Recht missachten.
00:36:46: Das finde ich auch extrem europafeindlich!
00:36:49: Was sind das für Behörde?
00:36:51: Was ist das für Bedienstete oder
00:36:53: Minister?
00:36:55: Es ist unfassbar!
00:36:56: Und das dürfen wir uns als Bürger nicht gefallen lassen...
00:37:00: Richtig.
00:37:00: Also nicht nur UIG-Anfragen stellen, sondern den Behörden auf den Sack gehen, dass die sowas zu unterlassen haben und das auch einfordern.
00:37:12: dass die Bürger damit nicht einverstanden sind, was hier
00:37:15: abgeht.
00:37:15: Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch mal ganz kurz erwähnen, das mich heute auch eine Nachricht von einem Jäger aus der Region erreicht hat.
00:37:22: Der maximal befremdet ist – also es ist nichts, wo das alle Jägers da….
00:37:27: Das ist gut zu hören!
00:37:28: Das macht natürlich Hoffnung, wobei einer ist viel zu wenig, jetzt müssen perspektivisch viel mehr Jägar werden, die sich öffentlich positionieren und die Dinge beim Namen nennen und sich distanzieren von denen, die so etwas machen.
00:37:41: gerade passiert.
00:37:42: Das ist unanständig und rechtswidrig, ich bin wirklich... Ich bin jetzt auch.
00:37:46: bei diesem Fall ist mir heute die Hutschnur hochgegangen!
00:37:49: Ich bin stinksauer.
00:37:51: also Landratsrat Oberallgäu es ist eine Frechheit hier in der Abschlussverfügung zu erlassen die drei Wochen unter Verschluss zu halten sie jetzt rauszugeben und dann kommen noch so Details dabei raus dass da eben halt auch Nachtsichtgeräte im Spiel sind und das es gar keine Ziegen gibt, dass es vielleicht gar kein Wolf mehr gibt wir wissen es nicht kann nur sagen macht mobil da unten, organisiert euch.
00:38:13: Viele Menschen sind sauer.
00:38:14: ich habe viele Nachrichten bekommen von ganz normalen Menschen die dort leben die einfach die Schnauze voll haben.
00:38:20: denn eins müssen wir ja ganz kurz sagen die Kriterien Für die Abschüsse sind genauso geblieben.
00:38:25: Da hat sich nichts geändert und da gehen wir nachher noch mal drauf ein, sie müssen erfüllt sein bevor ein Wolf seinen Leben lässt.
00:38:32: und es gibt Gründe warum Wölfe perspektivisch ihr Leben werden lassen müssen aber garantiert nicht dort im Ostallgull auch nicht in Sachsen-Anhalt und überhaupt momentan auch nicht entfüßen und nirgendwo.
00:38:42: Trotzdem das alles klar ist dass sich nichts verändert hat wurden in der Grafschaft Bentheim übrigens auch zwei Würfe zum Abschluss freigegeben.
00:38:51: Wir sind jetzt auch schon gleich beim nächsten Punkt Nach dem sogenannten größten Riss aller Zeiten mit siebenundfünfzig Totenschafen und über hundert Verletzten innerhalb von zwei Nächten.
00:39:00: Da müssen
00:39:00: wir auch noch mal drüber reden, wieso zwei Nichte?
00:39:03: Ja das Ganze fand statt im Wiedmarsch.
00:39:05: Amor und unsere Recherchen vor Ort haben Mängel im Herdenschutz zu Tage gebracht.
00:39:10: da ist jetzt alles nötige veranlasst auch mit Uigianfragen.
00:39:14: aber auch diese Geschichte ist maximal schockierend und problematisch, weil da wird sich auch wieder über Recht und Gesetz hinweggesetzt.
00:39:22: Du bist ja auch bei der Geschichte drin.
00:39:24: als erstes frage ich mich Ines wie kann es sein dass innerhalb von zwei Nächten Schafe getötet werden spätestens nach dem ersten Riss?
00:39:32: mache doch Vorkehrungen das da kein zweiter passiert?
00:39:34: oder bin ich naiv?
00:39:36: Wenn dem Schäfer das nicht aufgefallen ist das bedeutet ja dass er wenigstens zwei Nichte nicht nach seinen Tieren geschaut hat.
00:39:46: Es ist also eine Vernachlässigung seiner Fürsorgepflicht.
00:39:50: Er hat ja die Pflicht, für den Schutz der Tiere zu sorgen.
00:39:54: Das hat er wahrscheinlich nicht gemacht, wenn ihm das erst zwei Tage später auffällt, dass da tote Schafe liegen
00:40:01: kann.
00:40:03: Also damit verstößt er auch gegen seine Pflichten als Tierhalter?
00:40:08: Wir sollten mal ganz kurz vielleicht die Hintergründe erzählen, weil dieser Fall der ist sehr komplex und wir haben da wirklich sehr viel Zeit investiert um diese ganzen Dinge zu recherchieren.
00:40:16: Also da handelt es sich um eine sehr große Fläche, die da bewirtschaftet wird mit Schafen.
00:40:21: Und zwar ein Tausend Fünfhundert Hektar im Dalum-Wiedmarsch Amour.
00:40:25: Da gibt es tatsächlich eine Zaunlänge von ca.
00:40:27: thirty-fünfundreißig Kilometern, die dort festinstalliert sind.
00:40:32: Für diese Zäune sind insgesamt eins Komma zwei Millionen Fördergelder geflossen Und laut Rys-Tabelle gab es in der ganzen Region Nordhorn seit Jahrzehnten nur vierzig geschädigte Weidetiere.
00:40:45: Es gibt dort wenige Wölfe und die Zäune, bei diesem größten Rys aller Zeiten sind richtig runtergerockt.
00:40:53: Das heißt da wurden mal eins Komma zwei Millionen investiert.
00:40:56: Die Zäume wurden dann aber nicht entstand gehalten so dass da jetzt wirklich mal eklatante Fehler im Zaunsystem sind, die es den Wölfen ermöglicht haben rein zu gehen.
00:41:07: Es gibt umfangreiches Video und Fotomaterial, welches mir vorliegt – ich habe das mit eigenen Augen gesehen!
00:41:13: Ganz wichtig noch zu sagen eine Woche nach diesem größten Riss aller Zeiten standen dort auf dieser Weide weiterhin scharfe hinter diesem mangelhaften Herdenschutz.
00:41:25: Und obwohl der Landrat sich öffentlich dazu geäußert hatte die Schafe seien unter dessen aufgestallt wie man so schön sagt also sicher im Stall entspricht es nicht der Wahrheit.
00:41:34: dass ist Blanke Lüge.
00:41:36: Der hat das im Fernsehen gesagt, der Landrat die Schafe sind sicher, die haben wir im Stall.
00:41:40: Das war eine Lügel.
00:41:41: auch das wurde von uns persönlich vor Ort in Augenschein genommen und wir haben diese Lügue aufgedeckt.
00:41:49: Die Schafzüchter in der Nachbarschaft wollen anonym bleiben.
00:41:52: mit denen haben wir gesprochen die sagen dass die Familie die dort seit Januar diesen Betrieb übernommen hat das lief da vorher ganz gut aber ein anderer Schäfer.
00:42:02: und jetzt hat eine Familie das übernomen dass dort die Zustände katastrophal sind.
00:42:07: Die Familie ist überfordert mit dem Betrieb, sie haben Kinder an der Ponizucht und die Mutter arbeitet in Vollzeit in einer örtlichen Behörde.
00:42:15: Sie überlegen auch schon den Betrieb aufzugeben, die Zäune sind massiv beschädigt, die liegen teilweise am Boden!
00:42:21: Es sind schon scharfe Abhanden gekommen, die einfach mal da rüber gelaufen sind und nun weggelaufen sind.
00:42:26: Ja,
00:42:27: aber tagt sich keiner,
00:42:28: ne?
00:42:28: Nein nein doch, die Nachbarschaft drückt sich über die Familie auf Weil es dort nämlich in der Region sonst gut läuft mit dem Herdenschutz und jetzt plötzlich nicht mehr.
00:42:37: Und darüber regen sich viele auf, das ist Ergebnis unserer Recherchen vor Ort.
00:42:41: Das sollte uns allen zu denken geben,
00:42:42: d.h.,
00:42:43: da ist eine Familie die Sticht hervor, die sie überfordert.
00:42:45: Das kann man sein!
00:42:48: Man darf sagen ich kann nicht mehr, ich habe das anders eingeschätzt, das wird mir zu viel.
00:42:51: thirty Kilometer Zauern jeden Tag Abfahren geht nicht.
00:42:54: aber dann muss man die Reißleine ziehen und darf nicht seine Tiere opfern und im weiteren Verlauf Die Wölfe ja auch.
00:43:02: Ich meine, da sind jetzt mal einfach zwei Wölfen zum Abschuss freigegeben.
00:43:07: Weißt du wie der Stand ist?
00:43:08: Leben die noch?
00:43:09: Die ganze Geschichte ist ja schon zwei, drei Wochen alt!
00:43:11: Da gibt es bisher keine neueren Informationen.
00:43:17: aber ich vermute also offiziell zumindest dass man sich hier etwas zurückhaltender verhalten wird.
00:43:27: wegen der Mitteilung des Präsident der Landesjäger schafft Niedersachsen.
00:43:33: Genau, da kam ja ein Brief an die Jagdausübungsberechtigten zum Thema Eltern-Tierschutz Wolf.
00:43:42: Die Äußerungen, wie der Präsident des Landesjagdverbandes Nieder Sachsen dort geäußert hat, haben mich überrascht also nicht inhaltlich aber dass es von ihm kamen das hat mich dann schon überrasacht.
00:43:56: im Grunde genommen sagt er Rät jetzt keine Wölfe abzuschießen, weil schon Zeit für Elterntiere jetzt gilt und der Abschluss eines Elterntieres
00:44:12: ist
00:44:12: nach §.
00:44:13: XXII Absatz IV Bundesjagdgesetz eine Straftat.
00:44:18: und dann erläutert er warum ein Jäger sich in die Gefahr begibt?
00:44:23: Eine Straftate zu begehen, wenn er jetzt einen Wolf schießt.
00:44:28: Es ist nämlich zu dieser Jahreszeit unmöglich Währlinge von adulten Wölfen zu unterscheiden eine Fähre von einem Rüden verunterscheiden und
00:44:40: Wenn
00:44:42: der Zustand des Rudels nicht bekannt ist man nicht weiß Hat da eine Reproduktion stattgefunden?
00:44:50: Sind dort Jährlinge, ist dort ein Vaterwolf vorhanden und so weiter.
00:44:56: Dann besteht die Gefahr wenn ich jetzt einen Wolf abschieße dass ich einen Eltern-Tier tot schieße Und das ist eine Straftat.
00:45:05: Darauf hat er hingewiesen.
00:45:08: Das finde ich für ihn bemerkenswert.
00:45:11: Ja
00:45:12: genau also er sagt im Prinzip Männer Finger gerade halten, sonst ist der Jagdschein weg und bei dem Thema Jagdschein weg da kriegen dann doch die meisten Riegel.
00:45:28: Ja, natürlich.
00:45:29: Es ist noch etwas bemerkenswert an dieser Pressemitteilung und zwar steht da dieser Claim drin – Tierschutz ist unteilbar!
00:45:37: Das ist ein schöner Claim aber den kannte ich nämlich tatsächlich, das stammt nämlich ursprünglich aus einer Pressemetteilung der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht also DHGT vom achtzehnten zwölften zwei tausend fünfundzwanzig dort auch im Kontext des neuen Bundesjagdgesetzes Tiers Schutz ist unteilbar Und das hat Damantanker einfach mal übernommen.
00:46:00: Auch das finde ich bemerkenswert!
00:46:02: Vielleicht findet da jetzt eine kleine Annäherung statt, ja die Jäger bewegen sich auf die Tierschutzrechts-Juristen zu.
00:46:10: kann ja sein hoffnungsstürb zuletzt.
00:46:14: Ja, vielleicht erkennen Sie jetzt dass es doch gar nicht so einfach ist mit geschützten Arten umzugehen.
00:46:21: Meinst du?
00:46:22: Ja, kann ja sein.
00:46:24: Also sie tragen jetzt natürlich eine große Verantwortung und haben jetzt im besonderen Maße sich dafür zurechtfertigen was sie mit dem von dem überwiegenden Teil der Bevölkerung getragen wird.
00:46:36: Der Wolf ist eine beliebte Art.
00:46:39: Ein Dreiviertel der Bürger möchten dass er weiter geschützt bleibt.
00:46:44: wenn Jäger jetzt anfangen Wölfe abzuschießen oder Welpen abzuschiessen wie sollen Sie das rechtfertigen?
00:46:51: Welcher vernünftige Bürger möchte denn sowas?
00:46:54: Das grundlos Wölfe und dann auch noch Welten gekillt werden.
00:46:59: Also wer so was gut findet, der ist in meinen Augen krank.
00:47:04: also ich denke So wie sich die Jäger jetzt verhalten im Umgang mit dem Wolf das wird entweder ihr Niedergang sein oder Sie lassen sich endlich mal darauf ein Verantwortungsvoller In Anführungsstrichen liebevoller mit den Wildtieren umzugehen.
00:47:24: Also wir können schon feststellen bei den Fällen, die wir heute eben bis jetzt schon besprochen haben dass da einiges aus dem Ruder läuft aber das ist eben halt innerhalb der Jägerschaft speziell innerhalb der Lobbyverbände doch durchaus Eine kleine zackhafte Stimme der Vernunft gibt, die da laut wird.
00:47:43: Da man tanke mit dieser Pressemitteilung an den Jagdausübungsberechtigten.
00:47:48: Mal gucken was dann noch so kommt aber das ist ja schon mal ein guter erster Schritt.
00:47:51: auf jeden Fall bleibt im Prinzip alles so beim Alten wie es vorher war.
00:47:56: Es gibt die gleichen Abläufe und die gleichen Formalen Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen.
00:48:03: also wir halten fest Gefühlt läuft momentan vieles aus dem Ruder, auch wenn es ein paar vernünftige Ansätze vielleicht gibt.
00:48:09: Aber eigentlich ist das so dass wir Anlass zu ganz ganz großer Sorge haben.
00:48:14: Und da ist dann natürlich die Frage, wo ist die EU-Kommission wenn man sie braucht.
00:48:19: Hierzu verlinklichen den Shownotes eine Presseerklärung, die von dem österreichischen Naturschutzverband ANKA herausgegeben wurde und da geht es genau um das Thema und auch den Hinweis dass seit zwei tausend vier die Zahl der Vertragsverletzungsverfahren der EU Kommission an die einzelnen Länder zurückgegangen ist.
00:48:39: Das schreibt Anker in dieser Pressemitteilung, demnach ist dann wahrscheinlich die EU-Kommission mittlerweile fast nur noch ein zahnloser Papiertiger.
00:48:47: aber ganz so schlimm ist es nicht.
00:48:48: auf jeden Fall solltet ihr euch diese Pressemitteilungen angucken.
00:48:51: da stehen paar interessante Fakten drin denn die große Hoffnung bei dieser ganzen Geschichte ist ja eigentlich die EU Kommission und wir haben ja wir setzen ja selber auch sehr viel Hoffnung darauf dass das die letztendlichen Riegel vor viele Dinge schieben, die hier momentan passieren in diesem Bereich.
00:49:07: Aber wie gesagt lest euch das durch dann seht ihr dass da eben halt auch da die Entwicklung so ist, dass es eher zurückgeht und dass sie momentan gar nicht so aktiv sind, wie wir uns wünschen oder wie wir das ja eigentlich brauchen?
00:49:19: Wie sind das Beuchte genau?
00:49:21: und das hängt damit zusammen, dass sich die EU-Kommissionen leider mehr und näher aus ihrer Neutralen Position als sogenannte Hüterin der Verträge zurückgezogen hat, weil sie immer mehr politisch mitmischen möchte und das macht sie natürlich abhängig vom Lobby-Istendruck usw.
00:49:45: Und Frau Ursula von der Leyen hält sich ja als wahrscheinlich Königin von Europa.
00:49:51: also führt sie sich jedenfalls auf auf der Welt.
00:49:54: aber ihre Aufgabe als Kommissionspräsidentin die dafür zu sorgen, dass die EU-Staaten EU Recht einhalten und das dann auch einzufordern.
00:50:07: Das ist jetzt das Problem.
00:50:10: Wenn sie bei dem prägigen politischen Machtgeschacher mitmacht, dann macht sie sich natürlich auch erpressbar.
00:50:19: Da können wir halt nur hoffen, dass irgendwann sich die politische Lage mal wieder verbessert.
00:50:25: für den Natur- und Artenschutz.
00:50:28: Nichtsdestotrotz hat es trotzdem letztens ein Ortteil gegeben, dass ÖGH da hatte die Kommission Portugal verklagt wegen des Verstoßes gegen die Habitat-Richtlinie.
00:50:42: Es passiert schon immer noch und auch gegen Österreich ist jetzt was passiert.
00:50:47: Auch Österreich steht kurz vor einer OGH Klage also kurz davor vom OGH angeklagt zu werden auf Betreiben der Kommission.
00:50:55: Da geht es auch um, ich glaube Schutzgebiete, FFH-Schutzgebiete.
00:51:00: Also so ganz ist das nicht, aber es ist
00:51:04: trotzdem
00:51:06: so dass aufgrund der Trägheit der EU Kommission jahrelangen Verschleppung von Vertragsverletzungsverfahren und Nichtreagieren die Mitgliedstaaten den Eindruck bekommen Wir verstoßen halt gegen die EU-Recht.
00:51:23: Macht doch nix, das passiert doch sowieso nichts.
00:51:26: und dann stellt sich so eine gewisse Gewohnheit ein dass man machen kann was man will willkürlich wie zum Beispiel jetzt auch hier dieses Bundesjagdgesetz.
00:51:37: Ja
00:51:38: wir machen es einfach Es ist rechtswidrig aber interessiert doch nicht, es passiert doch nicht.
00:51:42: Wie
00:51:43: sollten wir so etwas auch mal machen?
00:51:44: Einfach Dinge machen
00:51:46: oder?
00:51:46: Wir sind viel zu anständig Oh Mann!
00:51:51: Ja, dann lass uns mal weitergehen im Programm.
00:51:52: Wir sind jetzt bei Hessen und wir wollten ja noch die Riss-Serie rund um Greifenstein uns vornehmen.
00:51:58: heute ein bisschen.
00:52:00: Da ist ja auch riesige Unsicherheit und jede Menge Schlagzeilen hat es unter anderem Mitte April bei einer Drei-tägigen Risserie in einem Outdoor-Zentrum im Lantal viele verletzte Schafe gegeben und Mitte Mai soll es angeblich einen Wolfsangriff auf Pferde.
00:52:21: was wir darüber wissen.
00:52:22: Die Pferde sind in Panik geraten, acht bis zehn Pferden sind dort ausgebrochen.
00:52:26: ein Pferd wurde eingeschlefert, ein weiteres Kaminitierklinik.
00:52:30: es gab mehrere verletzte Pferdes.
00:52:32: die hatten Knochenverletzungen am Vorderlauf zum Beispiel leichte oberflächliche Hautverletzung und ganz wichtig keine wolfstypischen Verletzung.
00:52:42: Die Einschätzung vom Wolfszentrum ist Es ist unwahrscheinlich dass die Pferda durch Wölfe getötet wurden.
00:52:47: Diese Informationen habe ich bekommen, das heißt all diejenigen, die sich da jetzt so richtig schönen Zeug gelegt haben in Hessen auch von den Medien und gesagt haben Die Wölfe haben jetzt eine weitere Grenze überschritten.
00:53:00: Jetzt werden Pferde angegriffen müssen Sich jetzt künftig bitte etwas mehr im Griff haben weil In diesem Fall war das definitiv
00:53:09: nicht
00:53:09: der fall.
00:53:10: Ja Da haben die wölfe keine pferde getötete schon gar nicht mehrere.
00:53:13: Das wäre auch keine ahnung Untypisch, ja.
00:53:18: Warum sollen Wölfe mehrere Pferdetöten?
00:53:21: Ich frage mich jetzt auch, warum kommt jetzt gerade zu dieser Zeit andauern solche Meldungen wie diese da in Hessen zum Beispiel oder Bayern... Ja es gibt so eine
00:53:35: Räufung oder es gibt eine wirkliche Räufunke.
00:53:39: Mir kommt das vor als wäre das alles inszeniert.
00:53:43: Ja, zumindest ist es politisch sicherlich willkommen jetzt noch so ein bisschen Druck zu machen und zu sagen seht ihr wir haben ein massives Problem nur was sie eben halt vergessen.
00:53:51: Es sind ja mittlerweile überall Leute unterwegs die wissen worum es geht um sich da auch die Sachen vor Ort anschauen und in neunundneinzig Prozent der Welle war halt einfach mal kein Härtenschutz.
00:54:02: von wie ist das eigentlich?
00:54:04: Grundschutz reicht doch nicht für einen Abschuss oder?
00:54:06: Nein
00:54:07: genau
00:54:08: also.
00:54:08: das wird natürlich jetzt von den Behörden gerne so dargestellt, in dem Bundesjagdgesetz steht ja drin.
00:54:16: Trotz zumutbarer ergriffener Herdenschutzmaßnahmen immerhin schreiben sie die geeignet sind Tiere vor Angriffen durch den Wolf zu schützen.
00:54:26: also ich würde das so interpretieren dass es tatsächlich heißt Wolfs abweisender Herrenschutz und Wolfsabweisende herdenschutz wissen wir alle.
00:54:37: Das ist der Herdenschutz, wie er durch langjährige Studien Praxiserfahrungen und so weiter vom BfN empfohlen wird.
00:54:47: Da gibt es mehrere Schriften dazu vom BFN, wie die verschiedenen Weidetiere am besten Wolfsabweisen zu schützen sind.
00:54:56: Und was jetzt hier durch die Behörden aufgemacht wird, dass sie sich nur auf diesen zumutbaren Herdenschutz berufen.
00:55:03: und was ist zumutbar?
00:55:07: Das ist ein unbestimmter Rechtsbegriff.
00:55:10: Den kannst du dann so oder so auslegen ja und dann behauptet Niedersachsen zum Beispiel neunzig Zentimeter Ja da fahre ich immer von zumutbarem Mindestschutz oder mindestschutzklausibel Grundschutz.
00:55:25: oder die Eiern da
00:55:27: immer rum
00:55:27: und machen etwas anderes, nur um diesen Wolfsabweisenden Standard umgehen zu können.
00:55:34: Ja?
00:55:34: Und ich sage es nochmal!
00:55:36: Nur die Überwindung von Wolfs abweisendem Herdenschutz rechtfertig zum Abschluss
00:55:41: nach
00:55:42: EU-Richt.
00:55:43: Da ist es scheißegal was hier in diesem von hinten bis vorne rechtswidrigen Bundesjagdgesetz drinsteht.
00:55:50: und zumutbare Herdeschutz das... Du musst das definieren, was ist denn damit gemeint?
00:55:56: Da muss eine einheitliche Vorgabe her.
00:55:59: Ja
00:55:59: wie gesagt und seit Jahren auch mehrfach durch Gerichtsorteile bestätigt alle Gerichte haben immer wieder auf den vom BfN empfohlenen Herdenschutz verwiesen.
00:56:12: Nur
00:56:15: die Überwindung solch eines Herdenschutzes rechtfertig zum Abschluss einer streng geschützten Tieres
00:56:22: Hier ist mir auch wieder ins Auge gefallen, eine dreitägige Risserie im Landtag.
00:56:28: Du musst dir vorstellen doch das haben die mitgekriegt aber die haben einfach keine... Die haben dann nichts in die Wege geleitet.
00:56:34: um das abzustellen.
00:56:35: so ganz kurz wer hat sich den Härtenschutz vor Ort angeschaut?
00:56:38: genau dort nämlich?
00:56:40: Das war die Taskforce.
00:56:41: Artenschutz.
00:56:42: und welchem Ergebnis?
00:56:43: es lag im Outdoor-Zentrum und bei allen anderen Koppeln worüber kein Grundschutz noch nicht mal Grundschutze vor.
00:56:51: Die Taskforce hat dann Strafanzeigen erstattet.
00:56:53: Sie hat eine akute Gefahrenlage angezeigt bei der Polizei und beim Veterinäramt, sie hat mehrere E-Mails mit Fristen rausgeschickt ans Veterinäreamt, sie hatte Uig an Fragen gestellt.
00:57:05: die laufen alle noch.
00:57:06: und ja natürlich das Veterinärenamt hat sich bis heute noch nicht gemeldet.
00:57:11: Können wir also festhalten?
00:57:13: Greifenstein mit Rissen ohne Folgen für die Weidetierhalter aber dafür für die Wölfe?
00:57:18: Ines kann man das so hart sehen!
00:57:20: Das hat den Hessensystem.
00:57:22: Hessen propagiert das ja auch, dass sie sich wolfsfrei schießen lassen wollen.
00:57:27: Ich habe Dokumente die genau belegen und beweisen.
00:57:31: Das sind Abstimmungsprotokolle von Videokonferenzen wie sich der Umweltsstaatssekretär und der Umweltminister von Hessen bezüglich der Festsetzung des Erhaltungszustandes des Wolf ist Ja, da kann man so sagen in die Presche geschmissen haben oder gelegt haben.
00:57:52: Den Bund aufgefordert haben den Erhaltungszustand des Wolfes als günstig nach Brüssel zu melden wie gesagt als Land mit einer Handvoll Wölfe nur, wo jeder
00:58:02: Wolf
00:58:03: genau.
00:58:03: und wie gesagt die Bestände gehen zurück weil da
00:58:06: aktiv
00:58:08: die Wiederansiedlung des Wolfs behindert wird.
00:58:11: es wird geschossen was das Zeug hält Die Protokolle dazu, was dieser Typ da der Ingmar-Jungen und sein Staatssekretär getrieben haben.
00:58:20: Es ist unfassbar!
00:58:22: Da hat die Jagd wirklich auch eine starke Lobby und kann mehr oder weniger selber entscheiden, was sie tun.
00:58:28: Ja wir müssen ganz kurz zu diesem Fall noch sagen hier gibt es keine Abschlussverfügung.
00:58:33: nach meinen Informationen stand heute, zwanzigster Mai hat es geheißen, dass die Formalenvoraussetzungen nicht erfüllt sind für einen Abschuss des Wolfes.
00:58:42: Das muss man immer zugute halten, dass da auch noch ein paar Stimmen der Vernunft sind in Hessen weil machen wir uns nichts vor wenn noch nicht mal Grundschutz fahrend ist dann wirds auch wirklich eng für eine Begründung für den Abschuss.
00:58:53: Ja oder
00:58:54: aber dann auch mal Zeit das sich dann auch einmal die Naturschutzverbände dort mit dem Jungen anlegen.
00:59:01: ne?
00:59:01: Weil ich weiß Der etzt nicht nur gegen den Wolf, der macht es auch anderen Arten dort schwer.
00:59:08: Und hat da letztes dafür gesorgt dass ein Jagdgesetz verabschiedet wird?
00:59:14: Es ist unfassbar!
00:59:15: Also dieser Typ, der gehört entmachtet, der muss weg.
00:59:18: Da wird's echt mal Zeit das sich zum Beispiel der Nabohessen oder der BUND Hessen da echt mal mit diesen Typen anlegen.
00:59:26: Das geht nicht was er da ablässt
00:59:29: Ganz, ganz schlimm und ich bin gespannt wie es da weitergeht.
00:59:33: Ob es das vielleicht doch noch durch die Hintertür eine Abschlussverfügung gibt?
00:59:36: Das wissen wir ja nicht!
00:59:37: Wir haben ja schon ein paar Mal erlebt dass das dann auf Zurufe war oder wir das drei Wochen später erfahren haben.
00:59:42: Auf jeden Fall dort sind Leute vor Ort Die haben alles unter Kontrolle muss ich glaube ich gar nicht extra erwähnen.
00:59:48: Auch hier, ne?
00:59:49: Strafanzeigen.
00:59:51: Es ist alles rechtswidrig.
00:59:53: Hat die Tagfors ja gemacht, ne genau.
00:59:56: Also von daher das läuft mal gucken was daraus wird.
00:59:58: auch das bleibt spannend.
01:00:00: NRW da geht auch die Post ab wie wir wissen seit dem Fall Olpe.
01:00:06: Hier soll ja Milan sein Unwesen treiben.
01:00:09: der stammt ursprünglich aus dem oder des aus dem Leuscheid Rudel oder GW-
01:00:16: Die Nummer weiß ich jetzt nicht.
01:00:18: Anders mit achtzehn war es ja.
01:00:20: Ja,
01:00:20: achtzehnt sechsten
01:00:22: neunzig.
01:00:23: Es klingt wie ein Fußballclub!
01:00:26: Richtig.
01:00:27: Nein der heißt nur Milan und für den gab es schon mal eine Abschlussverfügung und zwar in Rheinland-Pfalz.
01:00:33: da hat hat die Umweltministerin seinen Abschuss bereits angeordnet gehabt und jetzt...
01:00:38: Ah ja, denn hatte der Freundeskreis glaube ich auch frei gesagt.
01:00:41: Genau!
01:00:41: Und jetzt hat der Landwirtschaftliche Kreisverband Olpe einen Abschuss beantragt.
01:00:47: ein Blick in die offizielle Rissstatistik zeigt bei vier Rissen in Wänden mit insgesamt thirty- acht Totenschafen war Achtung ihr ahnt was kommt kein Grundschutz vorhanden.
01:00:59: Bei dem Riss am vierten Vierten wurde Grundschuz überwunden, dabei kam ein Schaf ums Leben und die Kreisverwaltung Olpe weist das und sagt in einer Pressemitteilung eine Tötung des Rüden ist deshalb nicht so ohne Weiteres
01:01:12: möglich.".
01:01:13: Und hier kommt noch hinzu dass der Schafhalter mal gesagt hat, dass er sich Weigere mit Strom zu schützen.
01:01:18: also das wäre jetzt auch schlimm gewesen wenn die da tatsächlich dann eine Abschluss verfügungen einfach gemacht hätten weil Passt ja gar nichts.
01:01:26: Da ist ja wirklich auch alles im Argen, ne?
01:01:29: Ines wie kommen die Leute oder die Landwirte da trotzdem auf die Idee dass der Wolf getötet werden muss?
01:01:34: Wie warum kommt ihr auf diese Idee?
01:01:36: vielleicht haben wir noch nie was von Herdenschutz gehört.
01:01:39: Sie sollten sich wirklich mal mit dem Thema Härtenschutz befassen und
01:01:43: ich denke sie wollen nicht.
01:01:44: Die wissen das schon Aber welchen Einfluss haben die denn theoretisch auf solche Entscheidungen?
01:01:49: können jetzt künftig die landwürde sagen Ich will dass der wolf getötete wird dann Können Sie das machen oder veranlassen?
01:01:56: Welchen Einfluss haben Landwirte jetzt praktisch in der Behördenstruktur?
01:02:00: Dass die Mauern Macht haben, das wissen wir ja.
01:02:02: Die ist ja die stärkste Lobby.
01:02:06: Also du glaubst dass sie wenn die schon so richtig da mit Argumenten und einer Wucht oder einem Trecker vorfahren... Ja natürlich!
01:02:13: Das haben wir doch gesehen, die kriegen doch alles durch, weil die Politiker keinen Rückgrat haben.
01:02:19: Ich weiß gar nicht, wie wir das jemals wieder schaffen wollen vor die Welle zu kommen.
01:02:22: Ich habe das Gefühl, wir hächten momentan hinterher.
01:02:25: Vom Jahr war es noch so, dass alles ordnungsgemäß lief.
01:02:28: Man konnte dann immer schön ... Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt waren, konnte man Klage einreichen und jetzt sind wir ... Wir schwimmen hinterher!
01:02:37: Mir wächst es über den Kopf.
01:02:39: Ich verliere auch langsam einen Überblick.
01:02:41: Wir haben ja nur Skandale hier.
01:02:43: Dass es nur Skandal gibt?
01:02:45: Das war ja vor einem Jahr auch nicht anders.
01:02:48: Aber jetzt gibt es viel mehr.
01:02:50: Nee, das kommt ja glaube ich nur so vor.
01:02:56: Ich denke was jetzt zu Tage tritt ist dass jetzt langsam immer mehr Weidetierhalter die bisher Herdenschutz verweigert haben in Dammert ist so langsam dass die Aufnahme ins Jagdrecht auch nichts bringen wird.
01:03:12: also es hilft ihnen gar nicht die es bisher immer noch nicht wahr haben wollten, also das Herdenschutz mit der Flinte funktioniert.
01:03:20: Die kriegen das jetzt aufgezeigt, dass es tatsächlich nicht funktioniert.
01:03:24: und wenn ich nochmal auf die Mitteilung des Präsidenten des Landesjagdkörpern des Niedersachsen zurück komme habe ist den Eindruck, dass sich die Jäger jetzt auch zurückziehen und sagen wir lassen uns doch nicht zu euren Verstreckern machen hier weil ihr kein Herdenschutz machen wollt
01:03:44: Schlau wäre es.
01:03:45: Ja, genau!
01:03:47: Ich kann mich auch noch an die Aussage erinnern, die mal die Politikerin Frau Dahlbord getroffen hat, die ja einmal Umweltministerin in Sachsen-Anhalt war eine Grüne.
01:03:55: Die hat dazu mal gesagt wenn das passiert dass der Wolfins Jagdrecht aufgenommen wird, der Schutzstaat das gesenkt hat und so weiter geht sie davon aus dass die Konflikte zunehmen werden.
01:04:06: ich glaube Sie wird recht
01:04:08: behalten.
01:04:08: Claudia Dahlbert war auch schon zu Gast in diesem Podcast.
01:04:10: Also kann man auch nachhören und sie steht ja mit ihrer Arbeit als Umweltministerin des Landes Sachsen an.
01:04:16: halt für richtungsweisende Politik, kann man sagen?
01:04:19: Weil Sie hat in Ihrer Zeit der Amtsführung da wirklich es geschafft etwas zu etablieren was es so anderswo in Deutschland nicht gibt.
01:04:28: Und das steht aber leider jetzt alles auf dem Spiel.
01:04:31: Genau!
01:04:32: Es funktioniert Es funktioniert in Sachsen-Anhalt wirklich wunderbar, prima.
01:04:39: Aber was jetzt hier gemacht wird, es macht alles kaputt und wie gesagt hilft den Beidetierhalter nicht.
01:04:48: Ich bin überzeugt davon das wussten die Politiker hinter diesem Bundesjagdgesetz stecken die das durchgedrückt haben weil es ihnen ja nur darum ging Wolfstrophäen verkaufen zu können.
01:04:59: ich habe auch Bösenverdacht, dass hier unsere Wölfe verschärbelt worden sind an Trophäenjäger.
01:05:06: Du meinst der Kopf von dem Sachsen-Anhalt Wolf?
01:05:09: Zum Beispiel ja.
01:05:11: Dann lass uns jetzt ganz kurz noch ein Blick nach Hamburg werfen.
01:05:14: da ist ja... Der Wolf vom Jungfernstieg immer noch Thema in den Medien, immer mal wieder Thema in die Medien.
01:05:22: Da stand ja noch die Frage im Raum wie der Ablauf der Ereignisse an diesem berühmten dreißigsten März wirklich war.
01:05:29: Medial ist das Ding Ja, kann man sagen an die Wand gefahren und eigentlich nicht mehr zu retten.
01:05:34: Nun hat aber Anker Antwort erhalten eine Antwort, die zu denken gibt.
01:05:38: Anka das ist the Austrian Nature Conservation Alliance also kurz ein österreichischer Naturschutzverband.
01:05:47: Die haben darum gebeten dass sie über den genauen Ablauf dieses besagten abends in Kenntnis gesetzt werden also informiert werden weil wir sehen In den Medien ist immer noch von Beisattacke, von Wolfs Attacke die Rede.
01:06:01: Der böse Wolf vom Jungfernstieg und dann hatten wir ja auch in diesem Podcast schon so Haufen.
01:06:05: Die haben eine Antwort bekommen!
01:06:06: Und diese Antwort stellt jetzt alles plötzlich in einem ganz anderen Lichter.
01:06:11: Ich lese das mal vor okay?
01:06:13: Am Montagabend, dreißigste Dritte rannte der Wolf mutmaßlich in Panik in die Fußgängerzone neue große Bergstraße und geriet dort in den Bereich einer Einkaufspassage.
01:06:24: Beim Versuch diese wieder zu verlassen sprang und lief er mehrfach gegen die aus Glas bestehende Fassade und die sich automatisch öffnen beziehungsweise wieder schließenden Glastüren.
01:06:36: Im Zuge dessen näherte sich eine Frau, die sich in der Einkaufspassage auffielt zielstrebig dem Tier um ihm aus der automatischen Schiebetür zu helfen.
01:06:46: Nachdem die Frau sich dem Wolf bis auf einen Meter genähert hatte stieß dieser sie um und entfernte sich unmittelbar danach von ihr, wobei es ihm schlussendlich gelang aus der Passage in Richtung Norden herauszurennen.
01:07:01: Bei dem Zusammenstoß, der als defensive Fluchtreaktion einzuordnen ist verletzte das Tier die Betroffene im Gesicht, wo bei sich bis dato nicht eindeutig rekonstruieren ließ ob dies mit den Krallen oder den Zähnen geschah.
01:07:18: Können wir das jetzt bitte mal sacken lassen?
01:07:20: Ines?
01:07:23: Also wenn ich mit meinem Hund kämple oder wir toben und so weiter, oder wir liegen abends zusammen auf der Couch.
01:07:31: Und da kommt es dann zum Gerangel... Dann ist er auch schon mal öfter über mich drüber
01:07:35: gerannt.
01:07:35: Ja natürlich!
01:07:37: Was ist da passiert?
01:07:39: Da hat er mir auch schon mal mit seinen Krallen eine gewetzt.
01:07:45: Das wird ja hier auch ganz deutlich geschrieben, also wir lesen unter dem Strich das kann man in einem Satz abkürzen es war keine Attacke Es war ein Unfall, es waren dumme Sachen die zusammengekommen sind Die dazu geführt haben dass die Frau Verletzt wurde, da steht etwas von Defensiv.
01:08:04: Da stehen so ein paar Vokabeln drin die auch doch dem letzten Medienschaffenden in der Stadt Hamburg jetzt mal zu denken geben sollten und da einmal eine Richtigstellung zu bringen.
01:08:14: was ich mich allerdings Frage ist und das finde ich dann wieder bedenklich diese Hintergründe dieser sogenannten Beiß-Attacke liegen in der Schublade der Bukkea Und dort liegen sie bis heute.
01:08:24: Ich habe ja auch ne Uigernfrage gestellt.
01:08:26: Ich hoffe ja dass ich das ausgehändigt bekomme Das Polizeiprotokoll.
01:08:29: Warum verkünden die genau das jetzt nicht offiziell, um endlich mal diese Diskussion in den Medien abzuflachen und da Sachlichkeit reinzubringen?
01:08:40: Ich verstehe
01:08:41: es nicht.
01:08:42: Die Fakten liegen auf dem Tisch!
01:08:44: Ja, aber das ist nicht so... Das generiert keine Klickzahl.
01:08:48: Aber das ist doch der Bukkeer egal?
01:08:50: Die muss doch für Sachlichkeit sagen!
01:08:51: Jetzt haben wir hier Erkenntnisse, die müssen wir jetzt bitte mal mitteilen und meinetwegen sogar, ich fände es auch sogar angemessen, meine Pressekonferenz dazu zu machen.
01:08:59: Hallo, hier steht im Raum, hier wird weltweit geteilt dass hier in Hamburg eine Grenze überschritten wurde weil ein Wolf eine Frau angegriffen hat und das stimmt Und ich finde, da gibt es auch eine Verantwortung seitens der Umweltbehörde zu sagen wir haben das hier vorliegen.
01:09:19: Wir müssen das bekannt machen!
01:09:21: Ja und da kommen wir wieder zu dem altbekannten Problem dass sich die Naturschutzbehörden nicht von Anfang an nicht um den Wolf gekümmert haben.
01:09:32: Von Anfang an war ihnen das Thema Wolf nur lästig.
01:09:36: Sie wollten das Thema am besten gar nicht ansprechen, sie haben sich nicht darum gekümmert dass ein strenge Schutzsystem etabliert wird für den Wolf so wie es nach der FFH-Richtlinie vorgesehen ist.
01:09:48: Sie haben zugelassen dass nach und nach der Schutz des Wolfes ausgehöhlt worden ist und das krönt jetzt auch noch in der Zustimmung des Bundesumweltministers zu diesem Bundesjagdgesetz, was nichts anderes ist als die wieder Ausrottung, die programmierte Wiederausrottungen des Wolfes.
01:10:07: Ja das ist wie gesagt nur eins in der langen, langen Reihe Das Versagens der Naturschutzbehörden in Sachen Wolfschutz.
01:10:17: Also ganz genau so ist es.
01:10:19: besser kann man's glaube ich nicht zusammen fassen.
01:10:22: Das geht schon seit langem so.
01:10:24: Das ist ein Erosionsprozess und da stehen wir jetzt gerade an einem ganz wichtigen Punkt nämlich Bei der Frage geht es jetzt weiter bergab oder kriegen wir noch mal die Kurve?
01:10:34: Ich bin auf jeden Fall anchor dankbar, dass Sie das in Angriff genommen haben und dass sie da diese Anfrage gestellt haben.
01:10:40: Denn jetzt wissen wir was da wirklich gelaufen ist Und ich würde euch jetzt einfach bitten Das zu teilen Bekannt zu machen Wirklich über die Grenzen hinaus allen Leuten mitzuteilen Was in Hamburg an diesem Abend des dreißigsten März wirklich los war.
01:10:56: Dafür wäre ein Wolf fast ums Leben gekommen.
01:10:59: Wir dürfen nicht vergessen, ne?
01:11:02: Der war da in dieser Wildtier-Auffangstation, tagelang.
01:11:07: Wurde Gefangen
01:11:09: gehalten?
01:11:09: Ja, nur weil da Leute meinten es gefährlich.
01:11:12: Bis jetzt äußern sich CDU-Politiker in Hamburg despektierlich über die Situation, indem sie sagen dass hier Behördenversagen vorliegt, weil eine Gefährdung der Bevölkerung bewusst in Kauf genommen wird durch die Wiederfreilassung des Wolfes!
01:11:27: Wie krank
01:11:28: ist das
01:11:28: bitte?!
01:11:30: Wie
01:11:31: fremd, wie realitätsfern ist das bitte?
01:11:34: So was zu sagen.
01:11:35: Eine Gefährdung besteht überhaupt nicht.
01:11:36: soweit ich weiß hat sich der Wolf nie wieder irgendwo blicken lassen und so weit ich weiß haben die Telemetriedaten ergeben dass er sich noch nicht mehr menschlichen Siedlungen nähert.
01:11:45: wer will es ihm verübeln?
01:11:46: Ich würde das auch nicht tun nach dem was er da erlebt hat.
01:11:48: ja also
01:11:50: der
01:11:50: Arme Kerl.
01:11:51: aber wir müssen ganz kurz zum Abschluss dieser Folge noch weil jetzt ich weiß es werden die Gemüter hochkochen viele werden jetzt wirklich in den Zustand kommen tun wollen und wir haben ja am Anfang schon gesagt.
01:12:04: Anzeigen kann man immer und dem Behörden auf den Sack gehen, kann man auch immer indem man den Mail schreibt.
01:12:10: Wie gesagt den Medien auf die Finger schauen das haben wir in der Einfolge mit Kerstin ja auch besprochen wie man da vorgeht wie man eben halt auch diese Schiefe Berichterstattung oder aus Verbreiten von Desinformationen rügen lassen kann.
01:12:23: aber es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten.
01:12:26: diese berühmten Uigern fragen Das sind Informationen nach dem Umwelt Informationsgesetz die man sich da erteilen lassen kann.
01:12:33: recht drauf, oder?
01:12:34: Genau.
01:12:35: Das wollte ich auch nochmal darauf hinweisen.
01:12:39: hatte letztens eine Jagdbehörde hier geantwortet?
01:12:42: ein Auskunftsrecht besteht weder nach dem Bundesjagdgesetz noch nach dem Landesjagg-Gesetz.
01:12:48: das ist richtig.
01:12:49: deshalb verstoßen diese Gesetze auch gegen die Orhuskonvention.
01:12:54: aber nach dem Umweltinformationsgesetz übergeordnete die Umwelt Informationsrichtlinie der EU besteht ein Auskunftsrecht, ich fasse das mal kurz und einfach zusammen über Umweltbestandteile.
01:13:11: Und dazu gehören auch geschützte Arten.
01:13:15: Wenn eine Jagdbehörde etwas macht mit geschützten Arten ist sie nach dem Umweltingformationsgesetz dazu verpflichtet Informationen herauszugeben und Sie isst auch dazu Vorher rechtzeitig bekannt zu geben, dann sollen sich alle Jagdbehörden jetzt mal das Umwelt-Informationsgesetz besorgen oder dass ihres jeweiligen Bundesländes anschauen.
01:13:44: Ja liebe Jagdbehörden wenn ihr den Wolf unbedingt haben wolltet, dann müsst ihr jetzt auch die entsprechenden Gesetze dazu beachten.
01:13:52: könnt ihr nicht machen was ihr wollt.
01:13:56: Die haben sich den Wolf
01:14:01: mit Macht gerissen,
01:14:05: sie meinen dem Naturschutz aus den Händen gerissen und haben keine Ahnung von den rechtlichen Regelungen.
01:14:13: Von den anzuwendenden Gesetzen von Artenschutz schon gar nicht.
01:14:20: Als wären Sie der Herrscher aller Reusen und könnten hier nach eigenem Gusto über das Schicksal der Wildtiere inklusive des Wolfers bestimmen.
01:14:30: Den Zahn ziehen wir dir gerne, also die Uegern fragen ganz kurz da gibt es.
01:14:34: ich habe hier irgendwie von dir mal glaube ich bekommen.
01:14:36: Ihnen ist eine Vorlage die kann ich euch wenn ihr das wollt zuschicken.
01:14:40: Es gibt aber auch die Möglichkeit sich UEG-Anfrage von der KI formulieren zu lassen, wichtig das Bundesland einzutragen.
01:14:47: Weil da gibt es ein paar Unterschiede und dann kann man sich das vorformulieren lassen.
01:14:53: Da gibt's ein paar Sachen zu beachten damit dass auch als UEG Anfrage durchgeht überhaupt.
01:14:57: Und da entweder KI oder ihr schreibt mir ganz kurz, dann schicke ich euch so eine Vorlage die ihr denn anpassen könnt an jeweilige Situationen... Ja du musst
01:15:06: das gar nicht so kompliziert machen als Bürger weil jeder Bürger hat das Recht auf Erteilung der Umweltinformationen.
01:15:16: Ich muss das auch nicht begründen, ich musste auch nicht konkret den Paragrafen oder den Namen des Gesetzes nennen.
01:15:25: Das kann die Behörde von einem normalen Bürger auch nicht verlangen.
01:15:28: und heute gibt es KI.
01:15:31: da kann man sich vorher informieren über die Recherche aber es reicht wenn du schreibst.
01:15:37: ich möchte wissen ob sie hier vorhaben einen Wolf zu erschießen oder welche Maßnahmen Sie hier planen.
01:15:45: Ich bitte um unverzügliche Antwort Aarhuskonform, damit mein Zugang auf effektiven Zugangs zur Umweltinformation gerechtfertigt
01:15:57: wird.
01:15:59: Genau weil das Problem ist deshalb ist ja das Umweltinformationsgesetz auch nicht aarhus konform.
01:16:05: Die Behörden haben hier Zeit, vier Wochen zu antworten.
01:16:08: Und wenn sie keine Lust haben, verlängern Sie das immer mal noch mit scheinheiligen Argumenten.
01:16:14: und in derzeit ist der Wolf abgeschossen.
01:16:18: Das
01:16:18: ist kein effektiver Zugang.
01:16:19: Nein!
01:16:20: Man sollte doch reinschreiben dass man bevor Kosten anfallen, dass man darüber informiert wird.
01:16:24: Dass es nämlich auch schon passiert... Eine
01:16:27: einfache UIG-Anfrage steht drin und wenn ich eine Frage habe Dann kann die Behörde hier nicht kommen mit, da berechne ich jetzt mal twohundertseinundneunzig Euro.
01:16:37: Das ist so die Standortantwort zum Beispiel vom Umweltministerium in Niedersachsen.
01:16:42: Da stellt sie eine Frage und kommt immer zurück.
01:16:44: Ja das kostet aber voraussichtlich zweihundertneunzig Euro.
01:16:48: Pustekuchen!
01:16:50: Also es ist natürlich auch nicht auskonformen weil die Kosten dürfen nicht so sein dass sie abschreckend sind.
01:16:58: Also ich habe noch nie was bezahlt für eine Uigernfrage und ich hab schon viele gemacht.
01:17:02: Du hast so Glück gehabt bisher, aber wenn du an solche Bedienstete trist die ja wahrscheinlich noch nie etwas von Bürgerfreundlichkeit gehört haben das kann natürlich dann zumindest sein.
01:17:14: Dagegen kann man auch vorgehen, aber das springt jetzt hier.
01:17:18: Vielleicht machen wir noch mal... Extra-Folge!
01:17:19: Ich lebe
01:17:20: auch eine extra Folge zum Thema Orgenskonvention.
01:17:24: Gerne.
01:17:25: Wir sollten vielleicht jetzt noch ganz kurz euch dafür sensibilisieren dass ihr vielleicht in der nächsten Zeit einfach Augen und Ohren offen haltet dort wo ihr lebt.
01:17:32: Jeder in seinem Umfeld einfach mal gucken gibt's da beide Tiere?
01:17:36: wie sind die?
01:17:37: Wie werden sie gehalten?
01:17:38: Wie sind da die Zäune?
01:17:39: Gibt es da Risse?
01:17:41: Was wird er so innerhalb der Jägerschaft gesprochen?
01:17:44: dass es häufig auch geschossen wird, ohne Verwügung einfach mal so.
01:17:48: Das wäre so ein Punkt wo man sagt einfach wenn ihr sowas hört oder mitbekommt das man solchen Sachen nachgeht könnt ihr euch gerne an uns wenden und die Task Force Artenschutz wenden.
01:17:58: ganz wichtig die gehen den sachen danach.
01:18:00: die haben überall in deutschland verteilt leute und die gucken sich dann da um und das sind aber so Sachen.
01:18:06: darauf wird es ankommen.
01:18:07: der nächsten zeit glaube ich dass jeder bei sich guckt die Augen und Ohren offen hält Und das Ganze im Blick behält, weil ansonsten werden wir viele Dinge einfach mal nicht erfahren und es wäre schade.
01:18:19: Genau!
01:18:20: Es ist wirklich wichtig dass jede Tat dokumentiert wird auch wenn's vielleicht nicht so wichtig erscheint aber im Nachhinein ergeben sich dann immer Dinge Wenn dann mehrere Erkenntnisse und Tatbestände zusammengetragen werden Dann rundet sich das Bild ab.
01:18:36: sozusagen Wichtig ist alles zu dokumentieren Alles aufzunehmen
01:18:42: Also nichts unversucht lassen, nicht aufgeben.
01:18:44: Nicht den Kopf in den Sand stecken sondern sagen ne ich glaube da beteilige Ich mich dran.
01:18:49: wie gesagt bleibt auch dabei leserbriefe Anfragen an Behörden
01:18:54: und darauf drängen dass man Entanspruch hat Auf Informations erteilung Und das effektiv das heißt zeitnah nicht erst eine Antwort wenn der Wolf schon abgeschossen ist tatsächlich sind, dann dokumentieren.
01:19:13: Genau!
01:19:14: Gut, Ines, dann würde ich sagen es ist für heute erstmal alles gesagt zu diesem Thema.
01:19:19: das müssen wir erst mal sacken lassen.
01:19:21: Wir müssen gucken wie sich die Dinge entwickeln bei den einzelnen Hotspots, die wir heute angesprochen haben.
01:19:25: Ich hoffe dass wir vielleicht mit dieser Folge dazu beigetragen haben Dass die eine oder andere verantwortliche Person nochmal ihr Handeln überdenkt.
01:19:37: Dir danke jetzt, dass du ja heute wieder die ihr so viel Zeit genommen hast, um uns hier wirklich dein wertvolles Wissen zu vermitteln.
01:19:46: Was schon sehr, sehr vielen Menschen sehr viel geholfen hat.
01:19:49: Danke Ihnen!
01:19:50: Ich hoffe es bringt einige Politiker und Behörden Angehörige Mitarbeiter mal zum Nachdenken über das was sie tun.
01:19:59: ich möchte nochmal darauf hinweisen liebe Kollegen in den Behörde, in den Ämtern Ihr seid alle an Recht und Gesetz gebunden Nicht nur an das Deutsche, der an das nationale Recht sondern auch ein höherrangiges Recht.
01:20:15: Ihr habt alle eine entsprechende Ausbildung.
01:20:18: Ihr wisst was ihr tut!
01:20:19: Ihr könnt euch also nicht ausreden, ihr hättet es nicht gewusst und ihr verstoßt bewusst gegen europarechtliche Vorgabenung gegen Orteile des EUGH.
01:20:30: Bis zum nächsten Mal Linus, danke schön!
01:20:32: Bitte schön, bis zum nächsten mal!
01:20:34: Ciao
01:20:35: So und kaum haben wir uns verabschiedet, sind wir auch schon wieder da.
01:20:38: Leider aus keinem allzu schönen Grund.
01:20:40: Ines ich begrüße dich hier in unserer Nachtschicht im Podcaststudio.
01:20:46: herzlich willkommen ein zweites Mal für diese Folge.
01:20:48: Hallo Sabine
01:20:50: Der Anlass ist heute hat der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Reiner eine Empfehlung rausgegeben für zumutbare Anforderungen Wolfs abweisender Herdenschutz-Zäune.
01:21:03: das klingt jetzt sehr sperrig.
01:21:04: Ist es inhaltlich auch?
01:21:06: Vor allen Dingen hat das uns in Alarmbereitschaft gesetzt, weil diese Empfehlung die dort ausgesprochen wird ist haasträubend und wir müssen dringend darüber reden.
01:21:16: Und wir müssen vor allem euch aufklären.
01:21:18: darüber.
01:21:18: Die Rede isst von neunzig Zentimetern.
01:21:21: und ja Ines Das bedeutet unter Umständen dass das Ende der Herrenschutz-Zäune wie sie kennen Wie Sie jahrzehntelang erprobt wurden Auf jeden Fall Ist das nicht gut, was hier gerade passiert?
01:21:35: Ja.
01:21:36: Das ist die Krönung all dessen, was man sich vorstellen kann an Wissenschaftsfeindlichkeit und Arroganz gegenüber den praktischen Erfahrungen der Weidetierhalter, die seit vielen Jahren den empfohlenen Wolfsabweisenden Herdenschutz wie dieser vom BFN Empfohlen wird anwenden, erfolgreich anwänden.
01:22:05: Und nun wird hier mit einem Papier das aus Behauptungen besteht sind nicht mal Belege und seriöse Quellenangaben beigefügt die diese Behauptung und Aussagen stützen würden.
01:22:22: Die Empfehlungen, die hier als Wolfsabweisend ausgegeben werden Die sind mit nichten Wolfs abweisend, die liegen sogar noch unter dem Mindeststandard für den Herdenschutz.
01:22:36: Ja also das schlägt dem Fass
01:22:39: wirklich.
01:22:41: Ich wittere dahinter Kalkül.
01:22:42: ich habe jetzt auch mit verschiedenen Leuten mich schon beraten.
01:22:45: da ging es dann soweit dass wir darüber gesprochen haben dass das womöglich sogar Das Ende sein könnte der Herdenschutzförderung, wie wir sie kennen.
01:22:52: Weil es wird ja in Deutschland gefördert, den Mehraufwand, den die Schäferinnen und Schäfern, die Weidetierhaltenden haben.
01:22:59: Nur der ist ja förderbar und der Mehrauffand ist ja alles das was über diesen normalen Hirtenstandard also den neunzig Zentimeter hinausgeht.
01:23:06: Und jetzt hat schon einige Stimmen gegeben, die haben gesagt pass mal auf dass denn der nächste Schritt ist es gibt keine Herdschutzförterung mehr.
01:23:13: Die wird abgeschafft inklusive der Hunde.
01:23:15: Eine solche Stimme habe ich hier aus Brandenburg gehört.
01:23:18: Das natürlich super ernst zu nehmen, wenn das so wäre dann würde es bedeuten dass die Weidetierhaltenden auf sich alleine gestellt sind.
01:23:25: Ich habe auch schon rum telefoniert mit einigen Verbänden.
01:23:28: Niemand war bereit hier mit uns darüber heute zu sprechen.
01:23:31: Sie alle sind irgendwie mehr oder weniger Überrascht worden mit dieser Nachricht und haben gesagt, wir müssen uns jetzt erst mal sammeln.
01:23:37: Wir müssen hier intern dieses Thema besprechen und dann gucken wie wir damit an die Öffentlichkeit gehen und vor allen Dingen auch in die Verbandsmitglieder weil da kommt einiges auf uns zu.
01:23:46: wenn ich jetzt wirklich noch die Herdenschutzförderung einstellen Dann bedeutet das ja müssen wir ganz offen darüber reden dass Wölfe kein Zuhause mehr haben können, weil das bedeutet nämlich neunzig Zentimeter Zäune.
01:23:58: Da werden Risse die Regel sein, da wird viel Blut fließen und dann wird es hier ein fröhliches Haller-Lie geben, fürchte ich!
01:24:05: Und fürchte Leute in Brandenburg.
01:24:07: Dann wird man sich auf das neue Bundesjagdgesetz berufen Artikel Paragraph twenty D Absatz drei.
01:24:16: Das steht dann drin bei Schäden an nicht wild lebenden Tieren kann ohne Genehmigung, ohne Geneemigung quasi auf Zuruf jeder Wolf erlegt werden.
01:24:29: in einem Umkreis von das Bundesjagdgesetz gibt es zwanzig Kilometer vor.
01:24:35: In einem Radius?
01:24:36: Ja, ich glaube nicht.
01:24:37: In einen Radius von zwanzich Kilometern.
01:24:40: und ja, dass ist quasi Herdenschutz mit der Flinte.
01:24:44: Und jetzt tritt genau das ein wovor Verbände vor mehr als zwei Jahren schon gewandt haben.
01:24:51: Es ging von Anfang an darum, dass man keinen Herdenschutz betreiben wollte.
01:24:57: Ich habe das nie für möglich gehalten?
01:24:58: Ehrlich nicht!
01:25:00: Ohne Aufwand so weitermachen möchte wie bisher und Wölfe einfach nur wegschießen möchte, weil es freie Zonen schießen möchte.
01:25:09: Nur darum ging es vom Anfang an.
01:25:12: Und wenn man sich jetzt diese Vorgaben anschaut in dem Empfehlungsschreiben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
01:25:23: Das ist ein Schlag ins Gesicht, für alle die Weidetierhalter, die seit Jahren die Empfehlungen des Bundesamtes von Naturschutzbefolgen erfolgreich den empfohlenen Wolfs, tatsächlich Wolfsabweisenden Härtenschutz anwenden.
01:25:39: Und jetzt steht zu befürchten das diese Maßnahmen inklusive Herdenschutzhunden nicht mehr gefördert werden.
01:25:50: Und was bedeutet das?
01:25:52: Die Weidetierhalter, die bisher hervorragende Arbeit geleistet haben und ihre Tiere geschützt haben, wie gehen jetzt zukünftig vermutlich leer aus.
01:26:04: Ja, die gehen leer aus und haben Probleme!
01:26:06: Die haben Probleme.
01:26:07: Weitere Probleme, die sie bewältigen müssen... Dann ist ja im Prinzip all das was wir in dieser Folge besprochen haben.
01:26:12: Wir haben die Leute aufgerufen, guckt euch den Herdenschutz an.
01:26:15: Ist ja alles obsolet.
01:26:16: Eigentlich müssen wir die Folge gar nicht mehr veröffentlichen.
01:26:19: Die ist jetzt nicht mehr aktuell ne?
01:26:21: Oh doch!
01:26:23: Weil natürlich, weil das was dieses Empfehlungsschreiben hier hergibt, dass es natürlich rechtlich überhaupt nicht haltbar Wenn man sich das mal anschaut, hier werden Behauptungen aufgestellt.
01:26:36: Also Begriffe verwendet die so nicht der Wahrheit entsprechen.
01:26:41: Man umschreibt es als Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an Wolfs abweisende Herdenschutzzeune und dann geht man auf die Maße ein und diese Maße liegen noch unterhalb des Mindestschutzes.
01:26:59: Der jetzt gegeben ist um nach Übergriffen Entschädigungen zu erhalten.
01:27:05: Aber diese Maße, die hier in diesen Empfehlungen angegeben werden, sind mit Nichten Wolfs abweisend.
01:27:12: und dann behauptet man noch mal hätte hier in jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit zusammen mit den Weidetierverbänden... Ich kann das ja mal vorlesen hier!
01:27:24: Die Empfeilungen basieren auf über-twanzig Jahren Erfahrung zur Herrdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe wissenschaftlichen Erkenntnissen und fachlicher Beratung durch die Weidetierverbände.
01:27:38: Zum einen gibt es vom BfN mehrere wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Herdenschutz, wirksamer Herdenschutz.
01:27:49: und diese basieren nicht nur auf Theorie sondern sie basieren auf praktischen Erfahrungen jahrelangen Tests Das nicht nur national, sondern auch internationale Erfahrungen die hier eingeflossen sind und das sind echte wissenschaftliche
01:28:08: Arbeit.
01:28:09: Die überprüfbar nachvollziehbar sind, die wiederholbar sind und die auch wissenschaftlich belegt tatsächlich wirksam sind.
01:28:18: von Anfang an wurde sicher beschwert dass der Herrenschutz so aufwendig ist, dass das so teuer ist.
01:28:25: Und dieser vom BfN empfohlene Herdenschutz, das ist ja nicht machbar.
01:28:31: Das ist viel zu aufwendig weil man das nicht umsetzen wollte und der Grund dafür ist dass man keine Mittel mehr dafür ausgeben möchte von Anfang an obwohl diese Mittel für die Förderung von Herdenschaftsmaßnahmen werden von der EU Kommission gefördert sogar inklusive Herrenschutzhunden.
01:28:56: Das ist seit Jahren bekannt und seit Jahren wird das schon eingefordert, es ist aber so dass die Deutschland oder die Bundesländer diese Mittel einfach nicht abrufen obwohl die Kommission Zechmal darauf hingewiesen hat bitte diese Mittel abzurufen diese Fördermittel Und Deutschland macht es nicht.
01:29:17: Dadessen hat man jetzt diese Anforderungen für den angeblich Wolfsabweisenden Herrenschutz so runtergeschraubt, dass die da nicht wolfs abweißend sind, sodass in Zukunft noch mehr weidetiere geopfert werden.
01:29:33: Welche Weitetierhalter ist schon im Stande ohne Förderung und Unterstützung tatsächlich Wolfs abweisende Herrenschutze installieren?
01:29:43: Das Ergebnis wird sein, dass noch mehr weide Tiere gerissen werden und dann hat man die Rechtfertigung für die Anwendung des neuen Bundesjagdgesetzes.
01:29:51: Was ja nichts anderes bedeutet als Herrenschutz mit der Flinte.
01:29:56: Nämlich hier den Paragrafen Zweiundzwanzig D Absatz drei.
01:30:00: da kann man ohne Genehmigung unabhängig von einer Schonzeit unabhängig ob ein günstiger Haltungszustand vorliegt er sowieso nicht gegeben ist einfach Auf Zuruof jeden Wolf abknallen, der sich da in einem Radius von mehr als zwanzig Kilometern um den Ressort befindet.
01:30:21: Wir sind
01:30:21: jetzt bei dem Team... Das ist
01:30:23: Herdenschutz mit der Flinte und das war von Anfang an das Ziel.
01:30:27: Und der Wolf kommt in die Kategorie Fuchs?
01:30:31: Und wir sind jetzt beim Thema Schädlingsbekämpfung.
01:30:33: Ja genau!
01:30:34: Das bedeutet dass was wir Zu Beginn dieser Folge besprochen haben in diesem Fall der Trophäe, wo der Kopf abgetrennt wurde.
01:30:41: Dass das wahrscheinlich der Anfang ist einer zügellosen völlig enthemmten Jagd auf Wölfe, wo große Landstriche leergefegt sein werden von Wölfen
01:30:53: Das sind
01:30:54: sie ja jetzt.
01:30:54: Ja, das sind sie aber
01:30:55: schon der ganze Südwesten.
01:30:58: Wo vielleicht sogar das Ziel ist die Wölfe komplett wieder auszurotten?
01:31:01: Natürlich!
01:31:02: Wobei so ganz können Sie nicht dann haben ja die Jäger auch nicht mehr ihren Spaß.
01:31:06: ich meine wir wissen ja dass es in großen Teilen darum ging den Jägern ein Geschenk zu machen, dass sie ihm halt jetzt frei Wölfen bejagen können, das ist ja ganz klar.
01:31:14: Da sollst du eine
01:31:14: Alibi-Population aufrechterhalten wie in Schweden damit man noch ein bisschen Geld verdienen kann mit der Trophäenjagd und das war's
01:31:22: Genau.
01:31:22: Ob die Wölfe verkrüppelt sind wegen Insucht-Depression, das spielt auch keine Rolle.
01:31:27: Ob dann Rüde keine Hoden hat oder so?
01:31:29: Das Fell und der Schädel und die Zähne sind doch trotzdem schön.
01:31:32: Richtig!
01:31:33: Es reicht doch für eine Trophäe!
01:31:34: Richtig...
01:31:35: Also wir steuern auf harte Zeiten zu.
01:31:37: Ich würde sagen wie beschäftigen uns jetzt mit dem Thema?
01:31:39: Wir lassen es jetzt mal sacken, wir recherchieren weiter.
01:31:42: Wenn wir neue Erkenntnisse haben Und da wird ja ganz viel kommen Da werden sich viele zu Wort melden Dann machen wir nochmal ne Folge dazu Weil das wäre wirklich die Zeitenwende in der Wolfspolitik in Deutschland, die heute eingeleutet wurde.
01:31:55: Deswegen haben wir jetzt auch das Studio nochmal aufgemacht um diese Folge komplett zu machen damit wir jetzt auf einem Stand sind.
01:32:01: Wie gesagt vieles was wir besprochen haben ist nicht mehr so aktuell Auch wenn ich immer noch die Hoffnung habe dass das juristisch eingefangen werden kann.
01:32:16: D Absatz drei Nummer zwei.
01:32:26: Trotz zumutbar ergriffener Herdenschutzmaßnahmen, die geeignet sind Tiere verangriffen durch den Wolf zu schützen so wir haben ja darüber gesprochen.
01:32:38: was bedeutet denn zumutbare ergriffene Herzschutzmausnahmen die geeinigt sind Tiere vor Angriffen durch Den wolf zu schützen?
01:32:46: Wenn jetzt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beziehungsweise der Alois meint, er hätte mit diesen neuen Empfehlungen dazu.
01:32:56: Diesen
01:32:57: Begriff
01:32:57: zumutbar hier definiert hat er sich geschnitten.
01:33:02: Die
01:33:02: Ausführungen dazu könnte ich auf mehrere Orteile des LGH verweisen, die sich zum Thema Zumutbarkeit Also Maßnahmen, die umzusetzen sind bevor die Tötung eines geschützten Tieres in Frage kommt.
01:33:20: Das ist alles ausgeurteilt.
01:33:22: Gut
01:33:22: ja das heißt bei dem ersten Verfahren wo dieses hier vor Gericht landet wird das Kippen
01:33:30: gut
01:33:31: alle sämtliche Urteile bisher auch deutsche Orteile von deutschen Verwaltungsgerichten haben sich immer berufen auf was das BfN empfohlen hat.
01:33:43: Und, dass ist auch rechtlich abgesichert weil der EUGH verlangt nämlich, dass sich Herbenschutzmaßnahmen nach besten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen zu richten haben und nicht nur auf Behauptungen die nicht belegbar sind wie Diese Empfehlungen, die heute
01:34:05: das
01:34:06: BLE rausgegeben
01:34:08: hat.
01:34:08: Die
01:34:08: besten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse ist das was das BSN in Kooperation mit nationalen und internationalen Herdenschutzexperten und Anwändern, sage ich jetzt mal also beide Tierhaltern zusammengetragen hat und ausgewertet hat und dass nachweislich wirkt.
01:34:29: Also wer hier meint, er könnte nach Angriffen von Wölfen nicht mal den Mindestanforderungen entsprechenden Herdenschutzfäune überwunden hat.
01:34:42: Das wird vor keinem Gericht standhalten.
01:34:45: Dann habe ich noch ein kleine Schmankerl für heute als wäre es nicht schon genug nach dieser Meldung.
01:34:52: Heute hat das Bundeszentrum für Weidetiere und Wolf eine Abfrage gestartet, eine Umfrage gestattet.
01:35:01: Die lautet, hatten Sie Wolfs Übergriffe auf Ihre Weidetiere die sie nicht gemeldet haben?
01:35:08: Bitte hier angeben.
01:35:11: und diese Fragen, die hier abgefragt werden sind unglaublich!
01:35:17: Hier will man also im Nachhinein noch die Zahlen der DBBW manipulieren.
01:35:24: Das gibt's gar nicht
01:35:27: Und das rückwirkend bis vierundzwanzig,
01:35:30: d.h.,
01:35:30: man will jetzt noch die Statistik der letzten Jahre manipulieren.
01:35:35: Das kann doch nicht wahr sein?
01:35:36: Es ist unfassbar!
01:35:38: Also was hier gerade abgeht, dass es so etwas von wissenschaftsfeindlich, das ist so willkürlich... Man möchte sich hier die Verfügungsgewalt über die Daten auch noch sichern damit man sie manipulier'n kann ohne dass das nachgewiesen werden kann und ohne, dass es in der Öffentlichkeit transparent dargestellt werden kann.
01:36:01: Wie denn diese Daten überhaupt zustande gekommen sind?
01:36:04: Also wir verlassen jetzt den Weg der Wissenschaft.
01:36:07: Wir gehen jetzt rein in den Bereich der Mythen.
01:36:11: Wir machen uns eine eigene Realität.
01:36:13: Das ist gerade angesagt und wir wollen im Nachhinein die wissenschaftlichen Daten noch unterwandern, nehmen wir sagen, ah, das kann ja so nicht hinkommen.
01:36:20: Machen wir mal lieber ne Pimal-Daumenzahl!
01:36:23: Ich weiß gar nicht, was wir jetzt noch... Lass uns das bitte sammeln und Schluss machen.
01:36:26: Und dann nochmal lieber neu antreten mit guten Plänen, damit wir den Leuten draußen auch einfach ein bisschen Hoffnung machen können.
01:36:32: Das reicht für heute oder?
01:36:35: Ja also trotzdem der Nach wie vor kommt es mir vor als hätten die alle hier, als hätten sie den Verstand
01:36:42: verloren.
01:36:43: Ja,
01:36:44: irgendwann ist doch jetzt mal gut!
01:36:47: Was denn nun
01:36:47: noch?!
01:36:50: und fassbar.
01:36:51: Und wenn jetzt die Weidetierhalter, die bisher immer noch geglaubt haben, Herdenschutz mit der Flinte würde funktionieren oder Alois Reiner hätte etwas Gutes getan mit dem Bundesjagdgesetz für die Weitetierhalte, ja das tut mir leid, ne?
01:37:07: Dann haben sich mächtig aufs Kreuz gelegen lassen.
01:37:12: Ja.
01:37:13: Und am Ende leiden alle sehr viele Weidetiere Die Weidetierhalter, weil sie ohne Förderung ihre Tiere nicht Wolfsabwaisen schützen können.
01:37:26: Und last but not least sogar auch noch die Wölfe, weil die werden dann ungerecht färchterweise abgeschossen...
01:37:31: ...die Wissenschaft leidet?
01:37:32: Die Wissenschaft, die Integrität der DBBW, leidet die Integritet des BfN alles
01:37:40: und am Ende sogar die Demokratie.
01:37:43: Ja nur das sowieso Wenn man hier im Nachhinein noch Daten und Fakten manipulieren möchte mit solchen populistischen Abfragen, die nicht mal belegbar sind.
01:37:55: Mit solchen Empfehlungen, wo nur Behauptungen drin stehen, die keine seriöse Quelle darlegen können...
01:38:03: Es ist unglaublich!
01:38:05: Also es reicht jetzt wirklich.
01:38:09: In diesem Sinne macht's gut.
01:38:10: Ciao Indes Danke dir.
01:38:14: Das war der Wolfspotcast für heute.
01:38:17: Danke fürs Zuhören!
01:38:18: Für Fragen oder Anmerkungen schickt uns eine Mail an info at derwolfspotast.de.
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